Metal-CD-Review: CELESTY – Warrior Of Ice (Demo, 2001)

Alben-Titel: Warrior Of Ice (Demo)
Künstler / Band: Celesty (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2001
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Tapani Kangas – Guitars
Kimmo Perämäki – Vocals
J-P Alanen – Guitars
Ari Katajamäki – Bass
Jere Luokkamäki – Drums

Track-Liste:

1. Intro (01:29)
2. Journey to the Unknown (03:53)
3. The Truth (04:48)
4. Fire Against the Ice (03:58)
5. Behind the Stars (03:34)

Die eisige Geburt einer Legende.

Es war einmal zur Zeit der Jahrtausendwende – als das Genre des Power Metal schon lange kein Nischendasein mehr fristete, und vielversprechende neue Genre-Combos wie Pilze aus dem Boden sprießten. Eine von eben jenen Bands stammt aus Finnland – und wurde nach der Gründung im Jahr 1998 alsbald von CELESTIAL in den heute noch gültigen Namen CELESTY umbenannt. Und der sollte eingefleischten Genre-Fans durchaus ein Begriff sein. Schließlich können sowohl das Debütalbum REIGN OF ELEMENTS (siehe Review) als auch der kongeniale Nachfolger LEGACY OF HATE (Review) problemlos als zeitlose Power Metal-Meilensteine bezeichnet werden. Solche, an die man sich stets gern erinnert – und die bis heute nachhallen, nicht zuletzt dank der vergleichsweise überlangen und furiosen Hymnen LEGACY OF HATE PART I und II. Aus eben jener Saga wurde später sogar noch ein Dreiteiler – doch konnten die später erschienenen Alben MORTAL MIND CREATION (Review) und VENDETTA (Review) nicht mehr wirklich mit dem beeindruckenden Grundstein respektive der selbst auferlegten Messlatte der Band mithalten.

Seit dem Jahr 2009 ist es dann aber plötzlich verdächtig ruhig geworden um CELESTY. Aktuell scheint die Band zwar wieder aktiv zu sein; zumindest behauptet sie das – doch ob tatsächlich noch etwas handfestes folgen wird, bleibt abzuwarten. bis dahin bietet es sich an, noch einmal auf die Vergangenheit der Band zu schauen – wobei es heute leider kaum noch möglich scheint auf Material zu stoßen, das um das Jahr 2000 kreiert wurde oder auch tatsächlich erschienen ist (wie etwa die 1999’er Demo mit zwei finnischen Titeln). Wenn man doch das Glück hat, ergattert man vielleicht eine der wenigen noch verfügbaren physikalischen Exemplare der Demo WARRIOR OF ICE – die mit 5 Titeln und einer Gesamtspielzeit von knapp 18 Minuten ausgestattet ist.

Dabei ist das mit einer eher ungünstigen Erzählstimme versehene, kurze Intro noch am ehesten zu vernachlässigen. Doch was dann in Form von JOURNEY TO THE UNKNOWN, THE TRUTH, FIRE AGAINST THE ICE und BEHIND THE STARS folgt; ist allerfeinstes CELESTY-Material der ersten Stunde. Und damit auch solches, dass nicht nur aufgrund der frühen Datierung und des hier noch etwas raueren Soundeindrucks interessant erscheint – sondern auch, da keiner der Titel auf einem späteren Album Verwendung gefunden hat. Aber sicher nicht, da die Qualität nicht ausgereicht hätte. Vielmehr schienen CELESTY genügend Ideen für viele weitere, mindestens ebenso qualitative Titel zu haben – wovon man sich schließlich auf REIGN OF ELEMENTS überzeugen konnte. Und doch gehören die vier auf WARRIOR OF ICE vertretenen Titel zum ureigenen Band-Kosmos dazu – zumal die Geschichte hier ihren Anfang genommen hat und die Lyrics schon einmal dezent vorwegnahmen; was auf REIGN OF ELEMENTS sowie LEGACY OF HATE folgen würde.

Im Falle von WARRIOR OF ICE vermag jedenfalls selbst der vergleichsweise ungeschliffene Soundeindruck nicht zu stören. Vielleicht ist sogar das Gegenteil der Fall, denn gerade das vor Kraft und Spielfreude nur so strotzende JOURNEY TO THE UNKNOWN bekommt durch den alles andere als überproduzierten oder klinischen Eindruck einen zusätzlichen Reiz. Sicher, was die Leistung von Kimmo Perämäki als Leadsänger anbelangt; war eventuell noch etwas Luft nach oben – doch wiegt das gelungene Zusammenspiel aller vorhandenen Sound-Elemente in diesem Falle schwerer. WARRIOR OF ICE klingt bemerkenswert energetisch, im eigentlichen Genre-Sinne angenehm klassisch; und insgesamt ganz und gar kultig – womit es sich um ein absolutes Muss handelt, will man tiefer in die musikalischen Welten von CELESTY einsteigen und dabei wirklich alles mitnehmen.

Absolute Anspieltipps: JOURNEY TO THE UNKNOWN, FIRE AGAINST THE ICE, BEHIND THE STARS


„Hier von einer wuchtigen Demo zu sprechen, wäre noch untertrieben.“

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