Metal-CD-Review: CELESTY – Times Before The Ice (Demo, 2002)

Alben-Titel: Times Before The Ice (Demo)
Künstler / Band: Celesty (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. März 2002
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Tapani Kangas – Guitars
Kimmo Perämäki – Vocals
J-P Alanen – Guitars
Ari Katajamäki – Bass
Jere Luokkamäki – Drums
Juha Mäenpää – Keyboards

Track-Liste:

1. Intro (02:21)
2. Charge (05:33)
3. Power of the Stones (04:35)
4. Heart of Ice (05:35)
5. Outro (01:41)

Irgendwann hat alles einmal angefangen.

Nachdem sich eine neue, aus Finnland stammende Genre-Kraft mit ihren beiden Demos DEMO 1999 und WARRIOR OF ICE (siehe Review) aufgemacht hatte die Bühnen dieser Welt zu erobern; folgte kurz vor dem eigentlichen Durchbruch mit dem Debütalbum REIGN OF ELEMENTS (Review) noch eine weitere Demo. Eine, mit der CELESTY weiterhin und mit entschiedenem Nachdruck untermauerten; dass in ihnen reichlich Potential schlummerte. TIMES BEFORE THE ICE beinhaltet 5 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 20 Minuten – und behandelt dem Titel entsprechend die Vorgeschichte dessen, was auf WARRIOR OF ICE losgetreten wurde. Letztendlich war und ist es aber weit mehr als das – schließlich nahmen die Erzählungen um die 4 sagenumwobenen Steine, Delinom und vielen weiteren auf den Nachfolgealben anzutreffenden Charakteren hier ihren Anfang. Und das ist auch aus heutiger Sicht eine gleichermaßen interessante wie zufriedenstellende Angelegenheit.

Wohl auch, da das hier vertretene Intro und Outro in dieser Form nur auf TIMES BEFORE THE ICE enthalten sind – und dabei mit einigen weiteren Informationen zur früh erschaffenen Science Fiction-Welt von CELESTY glänzen. Sicher, musikalisch ist das Ganze nicht unbedingt als sonderlich wertvoll zu erachten – doch dank der ausnahmsweise mal rein inhaltlich interessanten Aspekte werden eingefleischte Fans auch so bedient. Immerhin überzeugt die Erzählstimme hier schon wesentlich mehr als auf der Vorgänger-Demo WARRIOR OF ICE. Wer etwas für den ganzheitlichen Genuss sucht, wird dagegen schon mit dem eigentlichen Opener CHARGE fündig – mit dem  CELESTY schon vor der späteren Alben-Version auf REIGN OF ELEMENTS bewiesen hatten, wie gut sie im Schreiben von gleichermaßen eingängigen wie unverkennbaren Hymnen sind. Dass es sich hier um eine frühere Version handelt, hat vor allem aus heutiger Sicht einen markanten Vorteil: man erhält noch einmal einen etwas anderen, dabei aber nicht minder überzeugenden Blick auf die frühen kreativen Prozesse von CELESTY – und kann den erst kurz vor diesem Album zur Band gestoßenen Keyboarder Juha Mäenpää erstmals in voller Aktion erleben.

Noch ein stückweit interessanter sind in diesem Zusammenhang vermutlich POWER OF THE STONES und HEART OF ICE – die weitestgehend dem späteren Titeltrack von REIGN OF ELEMENTS sowie LOST IN DELIVERANCE entsprechen. Hier waren sie aber noch mit etwas anderen Texten und einem entsprechend ungeschliffeneren Soundeindruck versehen – was nichts daran ändert, dass es sich ganz grundsätzlich um absolut majestätische Power Metal-Nummern mit dem gewissen Etwas handelt. Sei es das energische und variable Gitarrenspiel, das antreibende Drumming, der annehme Leadgesang von Kimmo Perämäki, die inhaltliche Komponente oder der markante, für die Band später typische (sich aber stets perfekt einfügende) Keyboardsound – CELESTY hatten sich hier wahrlich nicht zurückgehalten. Wer also auf Nummer sicher gehen will und möglichst alle verfügbaren Versionen seiner Lieblingstitel von CELESTY bestaunen möchte; der sollte unbedingt Ausschau nach dieser gelungenen Demo halten. Glücklich ist dabei wohl der, der tatsächlich noch ein physikalisches Exemplar ergattern kann – denn offenbar waren die schon damals streng limitiert.

Absolute Anspieltipps: CHARGE, POWER OF THE STONES, HEART OF ICE


„Ebenso überzeugend wie die vorherige Demo – und die perfekte Vorbereitung für das Debütalbum.“

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