Metal-CD-Review: 4TH DIMENSION – Kingdom Of Thyne Illusions (EP, 2017)

Alben-Titel: Kingdom Of Thyne Illusions (EP)
Künstler / Band: 4th Dimension (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 31. März 2017
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Stefano Pinaroli – Bass
Massimiliano Forte – Drums
Michele Segafredo – Guitars
Andrea Bicego – Vocals

Track-Liste:

1. Kingdom of Thyne Illusions (Acoustic Version) (03:53)
2. Lontano (03:58)
3. White Logic (Alternative Version) (04:53)
4. A New Dimension (Remixed Version) (05:32)
5. The Sun in My Life (2008 Demo Version) (05:07)

Durchbreche den Schleier der Illusionen.

In der Tat ist es nun schon wieder etwas her, dass man etwas nennenswertes von der italienischen Power Metal-Fraktion 4TH DIMENSION gehört hat. Immerhin: nachdem die Band 2011 ein allemal respektables Debütalbum mit dem Titel THE WHITE PATH TO REBIRTH (siehe Review) veröffentlicht hatte, folgte 2014 noch der Nachfolger DISPELLING THE VEIL OF ILLUSIONS (Review). Doch schon hier konnte man sich schlicht nicht des Gefühls erwehren, als seien 4TH DIMENSION noch nicht wirklich angekommen – oder zumindest, dass die Italiener als Band noch nicht wirklich ihr volles Potential hatten ausschöpfen können. Dabei ist gerade das ist ein Muss, will man sich nicht nur in die mittlerweile schier endlosen Riege der aus Italien stammenden Power Metal-Acts einreihen (und möglicherweise in ihr untergehen) – sondern sich in irgendeiner Art und Weise auch markant hervorheben. Die Frage ist daher, ob 4TH DIMENSION im Jahre 2017 wieder auf den richtigen Weg gelangen. Und hier kommt die vorliegende, kürzlich veröffentlichte KINGDOM OF THYNE ILLUSIONS-EP ins Spiel – die dem geneigten Genre-Hörer einen ersten Eindruck von den bestenfalls reifer und erfahrener gewordenen 4TH DIMENSION geben soll.

Auf selbiger enthalten sind 5 Titel, von denen aber keiner als gänzlich neu bezeichnet werden kann – vielmehr handelt es sich um Alternativ- oder Demoversionen bereits veröffentlichter Titel. Das bedeutet aber nicht, dass sich diese nicht dennoch eignen könnten um den bisherigen Werdegang von 4TH DIMENSION dezent zu würzen. Und tatsächlich: mit der Akustik-Version des Klassikers KINGDOM OF THYNE ILLUSIONS sowie dem sanften, dieses Mal auf italienisch vorgetragenen LONTANO präsentierten sich 4TH DIMENSION von einer klanglich und stilistisch sicheren Seite. Wohl auch, da sich der hiesige Leadsänger Andrea Bicego kritisch mit seinen bisherigen Leistungen auseinandergesetzt; und daraufhin hörbar an seinem Gesang gearbeitet hat. Die nunmehr entstehende Gesamtwirkung ist jedenfalls angenehm. Man sollte oder muss lediglich einschieben, dass diese nicht nur aufgrund des etwas raffinierteren Leadgesangs (an dem sich wohl noch immer die Geschmacks-Geister scheiden werden) entsteht – sondern vornehmlich auch dadurch, dass es sich um gleichermaßen sanfte wie klare Akustik-Nummern handelt, in denen etwaige andere Schwirigkeiten erst gar nicht zum Tragen kommen. Denn: 4TH DIMENSION wollen sicher nicht auf Dauer eine ruhige Kugel schieben, sondern in Zukunft auch wieder zünftige Power Metal-Hymnen kreieren.

Und hier wird es wohl wieder schwierig werden – worauf die Alternativversionen von WHITE LOGIC, A NEW DIMENSION mit Fabio Lione (der im neuen Mix übrigens schlechter abschneidet als im Original) und THE SUN IN MY LIFE schon wieder dezent hinweisen. Es ist merkwürdig, aber: im Zusammenspiel mit den Metal-Instrumentierungen will Andrea Bicego’s Stimme nicht so recht aufgehen. Oder anders gesagt: sie klingt hier eher weinerlich bis wackelig. Erstere sind dabei auch nicht unbedingt als herausragend zu bezeichnen: 4TH DIMENSION spielen ihre Instrumente solide, bedienen sich aber eines recht exzessiven Keyboardsounds. Einem, der gerne mal einen Recht großen Raum einnimmt – oder wie auf DISPELLING THE VEIL OF ILLUSIONS viele potentielle Qualitäten gar in einem klebrigen Teppich aus Kitsch und elekronischen Merkwürdigkeiten ertränkt. Schauen wir also, was die Zukunft bringt – wobei zu hoffen ist, dass 4TH DIMENSION noch auf den richtigen Weg kommen.

Absolute Anspieltipps: KINGDOM OF THYNE ILLUSIONS (ACOUSTIC VERSION)


„Ein noch nicht wirklich aussagekräftiges Lebenszeichen.“

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