Metal-CD-Review: ALDARIA – Land Of Light (2017)

Alben-Titel: Land Of Light
Künstler / Band: Aldaria (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 24. März 2017
Land: Norwegen
Stil / Genre: Power Metal
Label: Pride & Joy Music

Alben-Lineup:

Frode Hovd – Guitars
Christer Harøy – Guitars
Jimmy Hedlund – Lead Guitars
Roland Grapow – Guitars
Eskild Kløften – Guitars
Filip Koluš – Guitars
Rayner Harøy – Bass
Mike LePond – Bass
Ronnie König – Bass
Filip Andel – Bass
Giacomo Manfredi – Bass
Kenneth Skarsvaag – Bass
Andreas Nergård – Drums/Synths
Uli Kusch – Drums
Robert Myrhaug – Drums
Mistheria – Synths
Peter Danielsen – Synths
Gabriels – Synths
Peter Crowley’s Fantasy Dream – Synths
Fabio Lione – Vocals
Todd Michael Hall – Vocals
RIck Altzi – Vocals
Mathias Blad – Vocals
Jonas Heidgert – Vocals
Tommy ReinXeed- Vocals
Yannis Papadopoulos – Vocals
Rob Lundgren – Vocals
David Åkesson – Vocals
Marit Minniva Børresen – MVocals
PelleK – Vocals
Bernt Fjellestad – Vocals
Vasilis Georgiou – Vocals
Sigfried Samer – Vocals
Kristoffer Göbel – Vocals
Mina Giannopoulou – Vocals

Track-Liste:

01. Excitare Ad Lucem
02. Another Life
03. Guardians of the Light
04. Sands of Time
05. Lost in the Darkness Below
06. Test of Time
07. Trail of Tears
08. Where Reality Ends
09. From the Ashes
10. Answers in a Dream
11. Land of Light

Ob mit oder ohne Gottes Hilfe, ALDARIA werden das Kind schon schaukeln.

Was für eine Besetzungsliste ! LAND OF LIGHT ist das Debütalbum einer von Frode Hovd (MEMORIZED DREAMS) ins Leben gerufenen Metal-Oper namens ALDARIAund im besten Fall eines der interessanteren Power Metal-Releases aus dem noch jungen Genre-Jahr 2017. Immerhin ist man beim Stichwort einer Metal-Oper zwangsläufig geneigt, an die glorreichen Anfangszeiten und das spätere Schaffen von AVANTASIA zu denken – deren Werke so gesehen wegweisend waren und so manch anderen Combos den Weg ebneten. Schließlich konnten so auch einige, die im Laufe der Jahre ganz ähnliche Konzepte vorstellten; mit dem ein oder anderen Allstar-Projekt überzeugen – wie zuletzt etwa ein bis dato relativ unbekannter Marius Danielsen mit seinem Konzeptalbum LEGEND OF VALLEY DOOM (siehe Review). Sicher, wirklich neu ist das was ALDARIA präsentieren somit schon lange nicht mehr – doch allein die sicher nicht vor Klischees gefeite, aber dennoch nette Grundidee respektive die eigens erdachte Alben-Geschichte (von der ein kleiner Anriss auf der offiziellen Webseite von ALDARIA nachzulesen ist) sowie die wahrlich hochkarätigen Gastauftritte von zahlreichen langjährig aktiven Musikern sprechen grundsätzlich für das Gelingen von LAND OF LIGHT.

Keine allzu große Überraschung ist demnach, dass das in insgesamt 11 (oder 10, abzüglich des Intros) präsentierte Material alles andere als von schlechten Eltern ist. Gerade der Gitarrensound, für den sich unter anderem ein großartiger Jimmy Hedlund (FALCONER), Roland Grapow von MASTERPLAN oder auch mal ALDARIA-Gründer Frode Hovd selbst verantwortlich zeichnen; überzeugt ab den ersten Takten des wuchtigen Openers ANOTHER LIFE. Während die hohe Qualität des Instrumentenspiels dank der tadellos agierenden Besetzung auch in Bezug auf das Drumming, den Bass und etwaige Synths gesichert ist; geben sich in gesanglicher Hinsicht ebenfalls zahlreiche allseits bekannte Genre-Größen die Ehre. Und das sind vornehmlich solche, die sich und anderen schon längst nichts mehr beweisen müssen – und sich folglich auch auf LAND OF LIGHT keine Schnitzer erlauben. Vor allem die hier stark vertretene nordische Fraktion sorgt für einige hochkarätige Momente und eine gern gehörte Abwechslung. Seien es MATHIAS BLAD und Kristoffer Göbel von FALCONER, Jonas Heidgert von DRAGONLAND, das kraftvolle Doppelpack aus Tommy Reinxeed und PelleK oder Bernt Fjellestad von den GUARDIANS OF TIME – zu meckern gibt es in Bezug auf diese Gastauftritte nichts, eher im Gegenteil.

Andere Gastauftritte wie der von Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE, oder nunmehr eher EX-RHAPSODY OF FIRE) waren dagegen fast schon so zu erwarten, und können nicht mehr wirklich für einen frischen Wind sorgen. Ein weitaus größeres Problem gibt es dann aber doch noch – und das betrifft nicht weniger als die Auftritte der sporadisch auftauchenden weiblichen Gesangstalente (das Lineup des Albums führt zwei auf, eine gewisse Marit Minniva Børresen und Mina Giannopoulou). Denn: die beiden schneiden im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen schlicht deutlich schlechter ab, trotz des sicher vorhandenen Talentes. Doch seien es die betreffenden Gesangspassgen in SANDS OF TIME, oder aber die weibliche Unterstützung für PelleK und Fabio Lione in LOST IN THE DARKNESS BELOW – hier ist definitiv noch Luft nach oben. Diese Feststellung gilt übrigens auch, wenn es um den Gesamteindruck der verschiedenen Gesangsparts geht – oder eher, wie diese rein akustisch miteinander harmonieren. Man hört einstweilen deutlich, dass die Aufnahmen von unterschiedlichen Quellen respektive Aufnahmeorten stammen – was auch die insgesamt gelungene Abmischung und Produktion nicht gänzlich zu kaschieren vermag.

Eine Frage bleibt aber ohnehin noch offen – die nach der Gesamtwirkung von LAND OF LIGHT. Eines ist ALDARIA respektive Frode Hovd zweifelsohne gelungen: ein ansehnliches Allstar-Projekt auf die Beine zu stellen, bei dem sich (fast) alle beteiligten von ihrer besten Seite zeigen können. Rein handwerklich gibt es demnach kaum etwas zu mäkeln, und auch die Produktion fällt trotz kleinerer Diskrepanzen in Bezug auf den jeweiligen Leadgesang gelungen aus. In Bezug auf das große Ganze aber fehlt es dem Album an etwas – was genau das ist oder sein könnte, ist indes nicht leicht zu beschreiben. Vielleicht ist es die aufgrund der so gesehen zahlreichen zu einem Endergebnis zusammengewürfelten Versatzstücke fehlende Einheit, vielleicht sind es die recht prätentiösen balladesken Momente, vielleicht die guten aber niemals hervorragenden Kompositionen inklusive der eingängigen aber nicht umwerfenden Mitsing-Refrains – oder ein wenig von allem. Was es auch ist, es führt dazu dass ALDARIA als Metal-Oper und Allstar-Projekt dezent hinter anderen – wie etwa den Werken von AVANTASIA oder MARIUS DANIELSEN – anstehen muss. Eine Empfehlung kann dennoch ausgesprochen werden, und das recht problemlos – allein die aufgrund der zahlreichen Gastauftritte hochgehaltene Vielfalt des Albums ist Grund genug, ALDARIA zumindest einmal probeweise Gehör zu schenken.

Absolute Anspieltipps: ANOTHER LIFE, WHERE REALITY ENDS, FROM THE ASHES


„Ein absolut hochkarätig aufgestelltes Genre-Album mit entsprechend beeindruckenden handwerklichen Leistungen – dem das gewisse Etwas und der letzte Feinschliff aber fehlt.“

Ein Gedanke zu “Metal-CD-Review: ALDARIA – Land Of Light (2017)

  1. Hi… da muss ich widersprechen 😂😂😂. Also ich finde das Land of Light weit vor den genregleichen Alben von Marius , letzte Delain oder auch Avantasia liegt . Grade die nicht alltäglichen Gastsänger machen viel aus… man höre nur mal Trail of Tears oder Where reality ends mit seinen Growls. Vorallem ist in jedem Song ein anderes Highlight. Tobi lebt leider nur noch von den selben Gastsängern bzw. driftet immer mehr zum Rock ab. Die einzigsten Kritikpunkte für mich sind die Songreihenfolge ( 3 auf 4 )… hätte man anders lösen können und das bei Answers in a Dream dor Refrain nicht so zündet. Sorry schonmal für das durcheinander… bin halt keen Reviewschreiber 😎😎😎

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