Metal-CD-Review: LUX PERPETUA – The Curse Of The Iron King (2017)

Alben-Titel: The Curse Of The Iron King
Künstler / Band: Lux Perpetua (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. Februar 2017
Land: Polen
Stil / Genre: Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Paweł „Kaplic“ Zasadzki – Drums
Tomasz „Tommy“ Salaciński – Guitars
Krzych „Krzych“ Direwolf – Bass
Mateusz Uściłowski – Guitars
Artur Rosiński – Vocals
Magdalena „Meg“ Tararuj – Keyboards

Track-Liste:

1. Celebration (01:29)
2. Curse of the Iron King (05:19)
3. The Legend (04:27)
4. Army of Salvation (04:01)
5. An Old Bard (06:03)
6. Eversong (03:37)
7. Riders of the Dead (03:58)
8. Rebellion (05:15)
9. The Werewolf (07:34)
10. Desert of Destiny (06:14)
11. Consolation (02:22)
12. Straight Back to Hell (03:46)

Hoffentlich ist auch das drin, was drauf steht.

Mit einem Bandnamen, wie ihn sich die Polen von LUX PERPETUA jüngst zugelegt haben; sollte doch eigentlich nichts mehr schiefgehen können. Tatsächlich war die Band bereits seit 2004 unter dem Namen SENTINEL aktiv – erst 2009 folgte die Umbenennung, und weitere 5 Jahre später die erste EP mit dem Titel FOREVER WE STAND. Richtig interessant wird es aber erst jetzt – und zwar mit dem ersten offiziellen Studioalbum THE CURSE OF THE IRON KING, welches als auf 500 Exemplare limitierte Edition über das italienische Label Underground Symphony erscheint. Enthalten sind 12 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 55 Minuten, wobei schon das herrliche Cover-Artwork einen ungefähren Eindruck davon gibt, welche Marschrichtung die Band wohl einschlagen würde. LUX PERPETUA spielen einen enorm Riff-lastigen, majestätisch angelegten; und durch die vergleichsweise tief-schroffen Vocals von Frontmann Artur Rosiński überraschend energischen Power Metal. Einen solchen; der aufgrund der Spielart, des starken Fokus auf die Gitarren und der behandelten Themen dezent an das Zweitwerk von CRYSTALLION erinnert, das großartige HATTIN (siehe Review).

Zumindest oberflächlich und in den ersten Momenten – nach und nach stellt sich dann allerdings heraus, dass sich die Schotten von GLORYHAMMER viel eher für einen Vergleich eignen. Schließlich erinnert die Darbietung von Artur Rosiński nicht selten an den hiesigen Frontmann Thomas Winkler. Und auch die heroisch angehauchten Kompositionen inklusive eines allgegenwärtig präsenten Keyboards (das übrigens das einzige weibliche Mitglied der Band bedient, Magdalena Tararuj) sorgen dafür, dass LUX PERPETUA nicht gerade einen besonders unverwechselbaren Sound an den Start bringen. Dass dann auch noch eine obligatorische Ballade (EVERSONG) vorgesehen ist, die frappierend an die emotionaleren Momente von BLIND GUARDIAN erinnert; macht es dann ebenfalls nicht wirklich besser oder spannender. Immerhin: die aufkommender Vergleichsmöglichkeiten und Parallelen sind nicht zwingend negativ auszulegen. Zumal sich LUX PERPETUA – wenn es darauf ankommt – doch noch mächtig ins Zeug legen, und dabei vor allem an der Gitarren-Front einiges abzuräumen vermögen.

Neben den klar erkennbaren schwächeren Momenten des Albums, sowie dem nicht immer komplett stilsicher wirkenden Leadgesang sollte wohl aber auch die Abmischung und Produktion ins das Urteil einfließen. Sicher, über manche Dinge kann man noch hinwegsehen; gerade da es sich um das Debütalbum einer frischen und eventuell noch nicht ganz so erfahrenen Band mit zahlreichen Kontakten und Möglichkeiten handelt. Doch fest steht, dass LUX PERPETUA noch etwas mehr aus ihrem Sound hätten herausholen können. So wurde insbesondere der Leadgesang merkwürdig hintergründig platziert – und das ausgerechnet immer dann, wenn Artur Rosiński etwas kräftiger agiert. Die instrumentale Wucht scheint ihn jedenfalls beinahe zu erschlagen – und wenn die einstweilen laute symphonische Komponente hinzukommt, sieht es auch für das Schlagzeug und den Bass nicht allzu rosig aus. Wirklich überzeugend klingen LUX PERPETUA somit vor allem in den Soli-Momenten, in denen ganz genau darauf geachtet wurde was es auf die Lauscher gibt.

Schlussendlich: nachdem die Jungs von PATHFINDER offenbar gänzlich aufgehört haben, könnten LUX PERPETUA zu einer neuen Genre-Hoffnung aus Polen werden. Wenn, ja wenn sie weiterhin am Ball bleiben und noch ordentlich an ihrem Sound feilen; vielleicht auch mit der nötigen Unterstützung von außen. Aktuell reicht es locker für ein interessantes und empfehlenswertes, aber insgesamt noch nicht wirklich herausragendes Album mit lediglich zwei oder drei wirklichen Krachern.

Absolute Anspieltipps: CURSE OF THE IRON KING, THE LEGEND, DESERT OF DESTINY

„Nicht schlecht, aber eben auch noch nicht perfekt.“

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