Metal-CD-Review: ARIADNA PROJECT – Novus Mundus (2016)

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Alben-Titel: Novus Mundus
Künstler / Band: Ariadna Project (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 01. Juni 2016
Land: Argentinien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Independent / Spiritual Beast

Alben-Lineup:

Alexis Espinosa – Bass
Rodrigo Alejandro Gudiña – Guitars
Jorge Perini – Drums
Hernán Vasallo – Keyboards
Emmanuel Gerbam – Vocals

Track-Liste:

1. Apocalypse 050 (00:49)
2. Desata el fuego (05:05)
3. Corriendo libre (05:12)
4. Enfrenta el destino (04:54)
5. El final de la oscuridad (04:41)
6. Brillando en la eternidad (04:49)
7. Otro tiempo, otro lugar (04:42)
8. Sosteniendo mi alma (05:54)
9. Al cerrar mis ojos (04:34)
10. La furia en tu ser (05:06)
11. Novus Mundus (09:49)

Wenn hoch geheime Projekte auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Auch wenn das argentinische ARIADNA PROJECT schon seit 1999 besteht, ist die Chance bisher noch nicht von ihm gehört zu haben relativ groß. Das liegt unter anderem daran, dass die Band noch nicht allzu viel veröffentlicht hat – und ab dem Jahre 2008 eine längere Pause einlegte. Doch das ist nun (hoffentlich) Vergangenheit – denn seit ihrer 2013 veröffentlichten und durchaus passend betitelten Single NUEVO AMANECER (etwa: ein neuer Tagesanbruch) scheint die Band wieder auf dem richtigen Weg zu sein. Ob dem auch wirklich so ist, könnte man wohl am ehesten anhand des ersten handfesten Ergebnisses der teilweise neu besetzten Band erörtern – NOVUS MUNDUS. Hierbei handelt es sich um ein Album, das wie schon der Vorgänger MUNDOS PARALELOS respektive PARALLEL WORLDS in zwei Sprachversionen veröffentlicht wurde. Dieses Mal allerdings ohne dass zwei Jahre Pause dazwischenliegen würden – die englischsprachige, eigentlich ausschließlich für den japanischen Markt gedachte Version taucht nun folgerichtig als alternative Version des Albums auf; was die Diskografie nicht unnötig (und so gesehen fälschlicherweise) aufbläht. Übrigens: jene japanische Edition hält den Titel UNLEASH YOUR FIRE sogar noch in einer weiteren Sprachfassung bereit – einer japanischen. Und auch die klingt nicht verkehrt.

In welchen Bereichen ARIADNA PROJECT sonst noch ihre Stärken haben könnten, wird dann auch recht schnell offenbar – und das auch ganz unabhängig von der jeweiligen Sprachversion. Denn ob er nun in seiner Landessprache, oder aber in einem erstaunlich akzentfreien Englisch singt – der hiesige Frontmann Emmanuel Gerbam hat schlicht eine außergewöhnlich angenehme Stimme, und weiß sie bestmöglich in Szene zu setzen. Sicher, allzu extravagante Spagate wagt er nicht; er bleibt zumeist auf einem gemäßigt-sicheren Gesangsniveau – doch auch so möchte man ihm gerne zuhören. In der spanischen Fassung vielleicht noch ein stückweit mehr, ohne hier eine Lanze brechen zu wollen – doch gerade in einer energetischen Nummer wie EL FINAL DE LA OSCURIDAD respektive THE END OF THE DARK klingt das Spanisch noch ein wenig ausdrucksstärker. Immerhin: sichert man sich gleich beide Versionen, kann man auch näher in die Textinhalte einsteigen ohne eventuell zusätzliche Quellen bemühen zu müssen.

Eine andere Stärke der Band liegt vornehmlich darin begründet, höchst effektive Nummern zu schreiben – analog zur ausgewogenen Mixtur aus antreibenden Power Metal-Elementen, symphonischen Einschüben, balladesken Momenten und teils progressiven Strukturen. Anders gesagt: mit einem Album wie NOVUS MUNDUS wird dem Hörer einiges geboten, die Eindrücke sind vergleichsweise vielfältig – und das ohne, dass sich ARIADNA PROJECT jemals verzetteln, verbiegen oder unglaubwürdig klingen würden. Während der Opener DESATE EL FUEGO (im folgenden werden nur noch die Originaltitel aufgeführt) am ehesten als wuchtig stampfende Bandhymne mit einem schroffen Gitarrensound, sich überraschenderweise gut einfügenden elektronischen Elementen und einem griffigen Refrain präsentiert, sieht es mit CORRIENDO LIBRE bereits dezent anders aus. Hier präsentiert die Band plötzlich einen schmackig-rockigen Titel irgendwo zwischen ALMAH und ALBERTO RIONDAS ALQUIMIA – inklusive eines starken Leadgesangs und markanter Riffs.

Jene beiden Bands zwecks möglicher Vergleiche zu Rate zu ziehen, ist vielleicht auch gar nicht schlecht – auch wenn ARIADNA PROJECT genügend Alleinstellungsmerkmale aufweisen, um nicht vorschnell verwechselt werden zu können. Doch die ungefähre Marschrichtung kann mit der von ALQUIMIA verglichen werden – und auch die unmittelbare Wirkung der Musik. ARIADNA PROJECT präsentieren hier zwar nichts allzu ungewöhnliches – doch letztendlich klingen sie irgendwie doch angenehm frisch und unverbraucht. Das an den Tag gelegte Handwerk, sowie die hervorragende Produktionsarbeit runden das Ganze ab – doch die größte Wirkung erzielen ARIADNA PROJECT mit ihrer bereits erwähnten, in jedem Falle wohl überlegten und perfekt ausbalancierten Mischung aus emotional-balladesken und furios-kraftvollen Momenten. Zu empfehlen ist das Album allemal – ob nun in der Originalfassung, oder aber der englischen Variante.

Absolute Anspieltipps: CORRIENDO LIBRE, EL FINAL DE LA OSCURIDAD, BRILLANDO EN LA ETERNIDAD, LA FURIA EN TU SER, NOVUS MUNDUS


„Eine absolute Überraschung – und ein Muss für jeden Genre-Fan.“

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