Metal-CD-Review: KNIGHTS OF ROUND – Eternity (2007)

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Alben-Titel: Eternity
Künstler / Band: Knights Of Round (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 08. August 2007
Land: Japan
Stil / Genre: Power Metal
Label: Black-Listed Productions

Alben-Lineup:

Takashit – Bass
Tongari – Drums
Bashikun – Guitars
Vocchang – Vocals

Track-Liste:

1. Prologue (01:58)
2. Knights of Round (04:36)
3. Forest of the Fortress (04:55)
4. Icarus (04:55)
5. Sprint for Freedom (06:00)
6. Diabolic Noble (04:49)
7. Mercy (06:00)
8. Eternity (07:44)

Auf auf, ihr Ritter der Tafelrunde.

Die japanische Power Metal-Szene boomt. Ob nun an der Oberfläche, das heißt in Bezug auf etwas bekanntere Bands oder aber im Untergrund – eigentlich gibt es so gut wie immer etwas zu entdecken. In welche Kategorie die bereits 2003 gegründeten, allerdings erst ab 2005 mit einer kleinen Demo in Erscheinung getretenen KNIGHTS OF ROUND gehören wird sich wohl erst noch zeigen müssen. Doch immerhin gibt es nun das erste handfeste Anschauungsmaterial in diese Richtung. Selbiges hört auf den Namen ETERNITY, beinhaltet 8 Titel bei einer Gesamtspieldauer von knapp 40 Minuten – und präsentiert sowohl einige bereits auf der Demo enthaltenen, aber auch einige gänzlich neue Titel. Das Artwork macht ebenfalls ordentlich was her – es kann also losgehen mit dem musikalischen Genuss aus Fernost.

Und tatsächlich: die KNIGHTS OF ROUND machen schon zu Beginn keine allzu schlechte Figur. So sollte man sich nicht von den ersten, zugegebenermaßen etwas aufgeblasenen symphonischen Sekunden des Intros PROLOGE täuschen lassen – die alsbald hinzukommenden Gitarren zeigen zweifelsohne auf, dass hier talentierte Musiker am Werkeln sind. Der Übergang zum Opener und Titeltrack KNIGHTS OF ROUND hätte jedenfalls nicht stimmiger ausfallen können – hier präsentiert sich die Band erstmals in ihrem eigentlichen musikalischen Gewand. Das besteht vornehmlich aus einer gleichermaßen flotten wie antreibenden Power Metal-Klangkulisse mit einem angenehmen Fokus auf die Gitarren sowohl im Rhythmus- als auch Solibereich – und einem hohen Leadgesang bei den fast ausschließlich auf englisch eingesungenen Texten, die typischerweise mit einem vergleichsweise heftigen Akzent vorgetragen werden.

Das muss man nicht mögen, für viele Japan-Bands gehören Maßnahmen wie diese aber eben einfach dazu. Das ist auch gar nicht das Problem an und mit ETERNITY – dass seine teils frappierenden Schwächen vornehmlich in anderen Bereichen hat. Zum einen wäre da die Tatsache, dass Leadsänger Vocchang ganz grundsätzlich keinen markanten Eindruck hinterlässt – und die Titel so vor allem in gesanglicher Hinsicht auffallend gleichförmig klingen. Analog dazu fällt auch der gesamte Aufnahme- und Produktionspart eher ungünstig aus. Der Sound wirkt insgesamt viel zu blechern und schwachbrüstig, die unausgewogene Abmischung lässt den ohnehin schwächelnden Leadgesang zusätzlich alt aussehen. Anders und kurz gesagt: die Präsentation von ETERNITY haut einen wahrlich nicht vom Hocker.

Und dann wären da noch so gut wie alle nach dem Opener folgenden Titel – die trotz der Überarbeitung seltsam unfertig und vor allem unspektakulär klingen. Seien es das langatmige FOREST OF THE FORTRESS, das gesanglich höchst problematische ICARUS oder das dezent ermüdende DIABOLIC NOBLE – wirklich mitreißende Momente sind rar gesät. Immerhin finden sich mit dem angenehm verträumten SPIRIT FOR FREEDOM sowie dem etwas düstereren MERCY doch noch zwei kleine Highlights respektive Lichtblicke. Ob das reicht, muss ein jeder für sich selbst entscheiden – doch es scheint als hätte die Band weitaus mehr Potential, als sie auf ETERNITY zeigt.

Absolute Anspieltipps: PROLOGUE, KNIGHTS OF ROUND, SPIRIT FOR FREEDOM, MERCY


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„Eine interessante neue Japan-Combo – doch die Schwächen im Leadgesang und der Präsentation lassen noch viel Luft nach oben.“

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