Metal-CD-Review: GRIMGOTTS – Part Man, Part Beast, Part Dragon (EP, 2017)

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Alben-Titel: Part Man Part Beast Part Dragon (EP)
Künstler / Band: Grimgotts (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 24. Januar 2016
Land: Großbritannien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Lead Vocals – Andy Barton
Guitars – David Hills
Keys – Fabio Garau
Bass – James Taylor
Drums – L.F.W.W

Track-Liste:

1. The Quest (02:06)
2. Struck By Fire (03:50)
3. The Everlasting Kingdom (03:39)
4. Close To Home (02:26)
5. The Edge of the World (The Voyage to Vale) (04:16)
6. Follow Me (03:44)

Kreaturen gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Wenn es um vergleichsweise vielversprechende und interessante Genre-Newcomer der letzten Zeit geht, so sind die aus Großbritannien stammenden GRIMGOTTS sicherlich mit von der Partie. Dass mit den frei nach dem HARRY POTTER-Universum benannten und zweifelsohne verspielten Power Metal-Recken zu rechnen ist, bewiesen sie schließlich schon mit ihren zwei guten EP’s HERE BE DRAGONLORDS (Review) und EXTENDITUS PLAYUS (Review). Mit PART MAN, PART BEAST, PART DRAGON steht der geneigten Hörerschaft nun auch schon das dritte offizielle Machwerk der Briten ins Haus – welches mit 6 Titeln und einer Gesamtspieldauer von knapp 20 Minuten daherkommt. Im besten Fall knüpfen die GRIMGOTTS damit an den Eindruck der beiden vorangegangen EP’s an, und machen nur noch mehr Lust auf ein potentielles Album – zu wünschen wäre es ihnen ja.

Allerdings stellt sich alsbald heraus, dass die beim Hörgenuss entstehenden Gefühle etwas zwiespältiger sind als noch zuvor. Und das liegt sicher nicht nur am sperrigen Titel oder am Artwork – welches zwar professionell anmutet und gewissermaßen passend ausfällt, dabei aber auch nicht gerade als hübsch zu bezeichnen ist. Auch liegt es nicht am eher ungewöhnlichen Status der Band, die sich dezent parodistischer Züge bedient – und sich speziell auf der vorliegenden EP wie eine wilde Mischung aus TWILIGHT FORCE, ALESTORM und VEXILLUM anfühlt. Nein; denn die Crux liegt vielmehr in den enthaltenen, zumindest gefühlt etwas einfacher gestrickten Nummern begraben. Die können nicht wirklich mit dem teils enorm wuchtigen Eindruck einiger starker Titel von EXTENDITUS PLAYUS mithalten – zumal es scheint, als hätten sich trotz der schon geringen Laufzeit zwei bis drei Füller eingeschlichen.

So ist das Intro THE QUEST mit seinem besseren FLUCH DER KARIBIK-Flair und dem eher nervigen Erzähler gleich komplett zu vernachlässigen, während sich das kurze CLOSER TO HOME und der Rausschmeißer FOLLOW ME als vergleichsweise ruhige und unspektakuläre Zwischenspiele präsentieren. Und dabei leider auch solchen, in denen der zweistimmige Gesang (neben Leadsänger Andy Barton tritt hier noch ein gewisser Nick Thurtell auf) als dezent problematisch zu bezeichnen ist respektive unfreiwillig komisch wirkt. Aber auch in Bezug auf die anderen Titel und speziell die symphonische Komponente gibt es insgesamt betrachtet weniger positives zu berichten. Sicher, STRUCK BY FIRE hat Pepp und ist so gesehen ein Highlight der EP – doch in Bezug auf die Inszenierung der Sound-Kulisse konnten es die GRIMGOTTS schon einmal besser. Es scheint beispielsweise schlicht, als sei das dezent an frühere SALAMANDRA-Werke erinnernde Keyboard etwas zu präsent. Das gilt auch für das sonst gute THE EDGE OF THE WORLD.

THE EVERLASTING KINGDOM ist grundsätzlich ebenfalls interessant, doch fehlt es hier speziell in Bezug auf den Leadgesang an Tiefgang. Die entstehende Wirkung ist jedenfalls kaum definierbar – auch wenn hier offensichtlich eine etwas emotionalere Nummer geplant war. So oder so – es steckt wesentlich mehr in den GRIMGOTTS. Der Wunsch nach einem Album, auf dem die Briten endlich zeigen können was in ihnen steckt – im besten Fall versteht sich – wird daher umso größer.

Absolute Anspieltipps: STRUCK BY FIRE, THE VERLASTING KINGDOM, THE EDGE OF THE WORLD


60button

„Nicht schlecht, aber da geht noch viel mehr.“

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