Metal-CD-Review: STEELBALLS – Steelballs (Ep, 2016)

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Alben-Titel: Steelballs (EP)
Künstler / Band: Steelballs (mehr)
Veröffentlichungsdatum: August 2016
Land: Argentinien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Mario Federico Viggiani – Bass
Nicolás Giménez – Drums
Juan Manuel Herrera – Guitars
Lucas Galarza – Guitars
Juan Pablo Churruarin – Vocals

Track-Liste:

1. Steelballs (03:46)
2. Farewell (03:37)
3. Inquisitor of Faith (04:00)

Wenn du Eier hast.

Im Battle der absurdesten Power Metal-Bandnamen würden die 2013 in Argentinien gegründeten STEELBALLS wohl recht weit vorne mit dabei sein. Doch was sind schon derlei Oberflächlichkeiten, wenn es um Musik geht – und STEELBALLS ihren Bandnamen wenigstens nicht  in ihre Texte einbauen ? Die nicht gerade große Überraschung folgt sogleich: zumindest im Opener und Titeltrack der EP macht die Band genau davor nicht Halt, und gibt sich auch sonst alles andere als kompliziert. Das ist insbesondere auf die Textinhalte und die Struktur der EP zu beziehen – die mit einem typisch flotten, energetischen und dezent hymnisch angehauchten Power Metal daherkommt; der genauso gut aus Europa stammen könnte (Stichwort und Vergleichsmöglichkeit WIZARD). Doch auch wenn man gerade im Bereich des Power Metal auf allzu außergewöhnliche Experimente verzichten kann oder sollte, reicht das hier dargebotene Material einfach nicht aus die Band nachhaltig interessant erscheinen zu lassen. So mag die Tatsache, dass sich STEELBALLS gut auf ihre Debüt-EP vorbereitet haben (zwischen der Veröffentlichung und Bandgründung liegen immerhin drei Jahre) positiv zu interpretieren sein. Doch dass man dennoch nur drei vollwertige Titel mit einer Spielzeit von knapp 11 Minuten serviert, ist dann doch etwas merkwürdig. Zumal sich die Titel auch noch stark ähneln, man also keinen besonders breiten Eindruck der potentiellen Fähigkeiten der STEELBALLS erhält.

Aber noch ist bekanntlich nicht aller Tage Abend – sodass man gespannt sein darf, was die Argentinier in Zukunft noch von sich hören lassen werden. Denn eines steht schon jetzt fest: das an den Tag gelegte Handwerk ist über viele Zweifel erhaben, und auch der kräftige Leadgesang macht ordentlich was her. Zudem überrascht die EP mit einer vergleichsweise sagenhaften Produktion – was einen Hinweis darauf geben könnte, dass die Band ausreichend Möglichkeiten hat um etwas noch viel größeres auf die Beine zu stellen. Vielleicht sollte man sich für die Zukunft noch etwas überlegen, mit dem man sich noch stärker von der Konkurrenz abheben kann – denn wirklich einzigartig klingen die STEELBALLS noch nicht. Fans eher gradliniger, energetischer und Riff-geladener Power Metal-Kost sollten die Band aber in jedem Fall im Auge behalten.

Absolute Anspieltipps: FAREWELL, INQUISITOR OF FAITH


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„Eine sehr kurze erste Werkschau, die noch nicht viel preisgibt – aber durchaus Lust auf mehr macht.“

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