Metal-CD-Review: CELESTIAL FLAMES – Power Of The Star (2016)

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Alben-Titel: Power Of The Star
Künstler / Band: Celestial Flames (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 07. September 2016
Land: Brasilien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Rodrigo Morales – Bass
Matheus Mietlicki – Drums
Antonio Grassi – Guitars
Alexandre Figueiró – Guitars
Itamar José Nunes – Keyboard
Murilo Zanini – Vocals

Track-Liste:

1. Ignis Divinus (01:47)
2. Power of the Star (07:14)
3. Darkness Approaches (01:50)
4. The Endless Eclipse (06:25)
5. Sweet Pain of War (05:38)
6. Eternal Oblivion (07:15)
7. Final Destination (05:14)
8. Alma Celta (03:10)

Spüre die Macht der Sterne.

Auch wenn ANGRA das wohl größte Stück vom Kuchen abbekommen haben, gilt das sonnige Brasilien auch unabhängig von den frühen Genre-Pionieren als Geheimtipp respektive bedeutsames Herkunftsland hochkarätiger Power Metal-Acts. Allerdings werden die Vergleiche wohl niemals ganz aufhören – sodass etwaige Newcomer fast schon automatisch in relativ große Fußstapfen treten müssen. So könnten sich auch die erst kürzlich gegründeten Musiker von CELESTIAL FLAMES mit so mancher Gegenüberstellung konfrontiert sehen – erst Recht, da vor wenigen Tagen ihr Debütalbum POWER OF THE STAR erschienen ist.

Vom bloßen Augenschein her kann man das Album indes kaum einschätzen, oder anders gesagt: die positiven und negativen Ersteindrücke halten sich zunächst die Waage. Dass die Spielzeit mit knapp unter 40 Minuten recht übersichtlich ausfällt und letztendlich nur 6 vollwertige Titel angeboten werden, könnte man noch positiv unter dem Oberbegriff Klasse statt Masse verbuchen – doch was genau bei dem hier präsentierten Cover-Artwork passiert ist, das wissen wohl nur die Mitglieder der CELESTIAL FLAMES selbst. In jedem Fall macht es alles andere als Lust auf das Album – sodass das solide, aber nicht herausragende Intro sowie der folgende Opener und Titeltrack POWER OF THE STAR mit höchst gemischten Gefühlen durch die Boxen rauschen. Doch warum eigentlich ? Denn eines zeigt sich mit Gewissheit: so stilistisch verirrt wie es das Artwork vermuten lässt, inszenieren sich die CELESTIAL FLAMES beileibe nicht. Das an den Tag gelegte Handwerk ist allemal überdurchschnittlich, wobei gerade die Gitarren angenehm abschneiden – sowohl im Riff- als auch Solibereich.

Andererseits sind auch die teils frappierenden Schwächen des Albums sofort und für jedermann ersichtlich. Es beginnt bereits mit der Tatsache, dass die CELESTIAL FLAMES weder wie eine brasilianische Band noch wie eine wirklich markante neue Combo mit frischen Ideen klingen – sondern eher wie eine x-beliebige Genre-Band aus dem europäischen Raum. Der Opener und Titeltrack POWER OF THE STAR beispielsweise erinnert streckenweise stark an das frühe Schaffen der Kollegen EMERALD SUN. Potentiell auffällige Alleinstellungsmerkmale gibt es demnach keine; wobei sich gerade der hohe, vergleichsweise limitierte und für das Genre absolut typische Leadgesang als enorm verwechselbar herausstellt. Aushalten kann man ihn zwar, zumindest über weite Strecken – doch spätestens bei einer balladesken Nummer wie ETERNAL OBLIVION zeigt sich eindeutig, dass hier gelinde noch reichlich Luft nach oben ist. Und: dass der Rausschmeißer ALMA CELTA dann plötzlich doch noch mit einigen brasilianischen Einflüssen daherkommt, reißt das Ruder verständlicherweise auch nicht mehr herum – zumal es sich hier nicht um einen regulären Titel, sondern eher ein akustisches Experiment handelt.

Weiterhin scheint auch die Produktion und Abmischung noch längst nicht ausgefeilt – POWER OF THE STARK klingt insgesamt recht grob und ungeschliffen. Das mag der vermittelten Energie und Glaubwürdigkeit zugute kommen, doch verhindert es einen intensiveren Genuss – allein das klanglich etwas aus dem Ruder gelaufene Zwischenspiel DARKNESS APPROACHES steht hier stellvertretend für vergebene Chancen. Aber auch das etwas stumpf klingende Drumming macht trotz der guten Leistung des verantwortlichen nicht den besten Eindruck. Schlussendlich drängt sich so vor allem ein Gedanke auf: vielleicht hätten sich CELESTIAL FLAMES noch etwas mehr Zeit lassen sollen mit ihrem Debütalbum. So wie es jetzt ist klingt es jedenfalls eher wie eine halbgare Demo-CD, die schlicht noch zu wenige Gründe liefert die Band im Auge zu behalten.

Absolute Anspieltipps: POWER OF THE STAR


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„Das Klassenziel nicht ganz erreicht.“

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