Metal-CD-Review: STÀILINN DRAKK – Raise Your Sword! (EP, 2016)

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Alben-Titel: Raise Your Swords!
Künstler / Band: Stàilinn Drakk (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 01. Juli 2016
Land: Niederlande
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Jorg Roovers – Bass
Mitchell Scheerder – Drums
Maarten Mies – Guitars
Friso Van Daalen – Keyboards
Samuel de Vries – Vocals
El Conquistador – Guitars (lead)

Track-Liste:

1. Raise Your Sword (04:52)
2. Through the Sky (04:46)
3. Dragonriders (05:28)
4. Wrecking Ball (03:36)

Übung macht den Meister.

Die Faszination für das Genre des Power Metal ist vielerorts ungebrochen. Neben zahlreichen eher als üblich zu bezeichnenden Releases gibt es spätestens seit dem Erfolg von Combos wie GLORYHAMMER oder TWILIGHT FORCE aber auch immer wieder solche, die aus der Masse hervorstechen – und das aus Gründen, die eventuell nicht jedermann zusagen werden. Schließlich haben es sich Bands wie diese auf die Fahnen geschrieben, das ohnehin schon zu gewissen Übertreibungen und Klischees neigende Genre ausgerechnet in dieser Hinsicht noch einmal voll auszureizen. Und das auch gerne mal bis zu Schmerzgrenze – wobei fast schon aberwitzig anmutende Artworks, hanebüchene Alben- und Titelbezeichnungen sowie eventuell auch eine bestimmte (und meist kuriose) optische Wirkung der entsprechenden Bands zum Alltagsgeschäft gehören. Aber: auch wenn es seit jeher das Ziel war, als möglicherweise angesehene Power Metal-Band eben nicht unnötig derlei Übertreibungen zu verfallen; zeigen GLORYHAMMER und TWILIGHT FORCE auf dass ihre Projekte dennoch bestens funktionieren. Und das vordergründig, da sie einen Aspekt in ihrem Gesamtpaket eben nicht vernachlässigen: die eigentliche Musik.

Auf einen ganz ähnlichen Zug scheinen nun auch die Niederländer von STÀILINN DRAKK aufgesprungen zu sein. Irgendwo zwischen typischen Genre-Elementen und einem gewissen Hang zur Übertreibung sowie leicht parodistischen Zügen präsentieren sie auf ihrer 4 Titel beinhaltenden Debüt-EP RAISE YOUR SWORD! ihre Interpretation eines musikalischen Feuerwerks. Doch abgesehen davon, dass man sich schon automatisch an Darbietungen wie diese gewöhnen und eventuell auch das ein oder andere Auge zudrücken muss; scheint die noch junge Band mit ihrem 2013’er Gründungsjahr noch einige andere Probleme zu haben. Sicher möchte man den Spaßfaktor der EP, und damit vor allem den Spaß den die Band selbst gehabt haben wird nicht schmälern – doch sind die Hürden einfach zu groß, um das Ganze tatsächlich als ernstzunehmende Konkurrenz für die beiden bereits genannten Vergleichsbands betrachten zu können.

Zum einen klingt die EP einfach nicht gut. Auch wenn die Leistungen der einzelnen Mitglieder anständig sein mögen, kann man nur wenig positives aus dem relativen Sound-Mischmasch heraushören. Das ganze klingt relativ plump produziert, schlecht abgemischt – und was als erstes hervor sticht ist der sicher nicht ganz optimale Leadgesang, sowie die viel zu lauten und künstlich klingenden Keyboards. Zum anderen scheint die Band zwar über einige Ideen zu verfügen – doch können diese seit Bands wie die erneut zu nennenden TWILIGHT FORCE und GLORYHAMMER, sowie eventuell auch FOGALORD oder DRAGONY niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Anders gesagt: wenn die Band wirklich Erfolg haben will, muss sie sich schon mehr einfallen lassen; wesentlich mehr. Und damit sind beileibe keine Cover wie das hier vertretene von WRECKING BALL gemeint, mit denen man speziell in der heutigen Zeit der zahllosen Youtube-Cover einfach nicht viel reißen kann. Sympathisch ist das Ganze ja irgendwie – aber noch reicht es nicht für eine Empfehlung. Es gilt, den weiteren Werdegang der Band zu beobachten.

Absolute Anspieltipps: DRAGONRIDERS


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„Noch weit von der Qualität der potentiellen Vorbilder entfernt – aber nicht unsympathisch.“

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