Metal-CD-Review: BLOODBOUND – In The Name Of Metal (2012)

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Alben-Titel: In The Name Of Metal
Künstler / Band: Bloodbound (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. März 2011
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Tomas Olsson – Guitars
Fredrik Bergh – Keyboards
Pelle Åkerlind – Drums
Henrik Olsson – Guitars
Patrik „Pata“ Johansson – Vocals
Anders Broman – Bass

Track-Liste:

1. In the Name of Metal (04:16)
2. When Demons Collide (04:11)
3. Bonebreaker (03:05)
4. Metalheads Unite (05:00)
5. Son of Babylon (03:19)
6. Mr. Darkness (03:15)
7. I’m Evil (03:55)
8. Monstermind (03:34)
9. King of Fallen Grace (03:19)
10. Black Devil (03:47)
11. Bounded by Blood (04:07)
12. Book of the Dead 2012 (03:54)

Als wären MANOWAR und EDGUY intim geworden.

IN THE NAME OF METAL ist das fünfte offizielle Studioalbum der schwedischen Power Metaller von BLOODBOUND – und gleichzeitig eines, dass das bisher wohl größte Potential hat die geneigte Hörerschaft zu spalten. Die relative Streitbarkeit des Albums, die bereits anhand des Openers und Titeltracks IN THE NAME OF METAL auszumachen ist; liegt jedoch nicht an einem erneuten Wechsel des Lineups. Denn: mit der eher unschönen Tradition der durchwechselnden Leadsänger haben BLOODBOUND seit dem Vorgänger UNHOLY CROSS (Review) abgeschlossen – und mit Patrik „Pata“ Johansson endlich einen starken und hoffentlich dauerhaften Frontmann gefunden. Das potentielle Problem liegt eher woanders begraben – und zwar in der neuerlichen musikalischen Ausrichtung des Albums, und letztendlich auch der Band selbst.

Und tatsächlich: nachdem sich die Band bereits ausgiebig auf den vier Vorgängern austoben und vor allem ausprobieren konnte, hat man sich in Bezug auf IN THE NAME OF METAL offenbar auf eine nicht für jedermann bekömmliche Fahrtrichtung geeinigt. Der bereits erwähnte Opener (der auch aus Videosingle veröffentlicht wurde), aber auch einige der anderen Titelbezeichnungen weisen bereits dezent darauf hin – BLOODBOUND’s fünftes Album ist eher eine relativ einfache Zusammenstellung von Genre-Hymnen geworden, und kein thematisch eigenständiges Werk. Ganz im Stile von True Metal-Bands wie MANOWAR zelebrieren BLOODBOUND hier ihr heiß geliebtes Genre – was sicher berechtigt ist und den Hörer das eine oder andere Mal mitzureißen vermag. Andererseits öffnet man damit eine Tür für alle Kritiker, die sich an allzu simplen oder gar plumpen und selbst-verherrlichenden Genre-Hymnen wie etwa METALHEADS UNITE (das genauso gut von MANOWAR kommen könnte) stören. Und vielleicht auch all jenen denen schon auf UNHOLY CROSS aufgefallen war, dass BLOODBOUND es letztendlich relativ simpel angehen.

Doch was bei UNHOLY CROSS noch uneingeschränkt funktioniert hat, verhält sich nun etwas anders. Tatsächlich scheint BLOODBOUND das neue Album etwas zu leicht von der Hand gegangen zu sein – wirkliche Highlights, auf die man einfach immer wieder gerne zurückkommen könnte; lassen sich nur schwerlich ausmachen. Das mag Kritik auf einem vergleichsweise hohen Niveau sein – denn Fakt ist, dass die Schweden auch dieses Mal eine mehr als ordentliche handwerkliche Leistung sowie eine hervorragende Produktion vorlegen. Doch bleibt es dieses Mal eher bei einem recht kurzweiligen Gesamteindruck und dem Gefühl, dass BLOODBOUND noch so viel mehr aus dem hier vertretenen Material hätten machen können. So sind gerade das Riffing und der Leadgesang wunderbar kräftig, etwa in Nummern wie SON OF BABYLON, MR. DARKNESS oder I’M EVIL – doch inhaltlich, und speziell in Bezug auf die arg weichgespülten Refrains lässt sich einfach zu wenig holen. Schlussendlich geht IN THE NAME OF METAL somit noch immer als leicht überdurchschnittliches Genre-Album durch – doch waren BLOODBOUND schon einmal wesentlich stärker.

Absolute Anspieltipps: WHEN DEMONS COLLIDE, BONEBREAKER, KING OF FALLEN GRACE


60button

„Kein Totalausfall, nach dem grandiosen Vorgänger aber ein herber Rückschlag.“

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