Metal-CD-Review: BLOODBOUND – Unholy Cross (2011)

bloodbound-unholy-cross_500

Alben-Titel: Unholy Cross
Künstler / Band: Bloodbound (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. März 2011
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Patrik „Pata“ Johansson – Vocals
Tomas Olsson – Guitars
Henrik Olsson – Guitars
Anders Broman – Bass
Fredrik Bergh – Keyboards
Pelle Åkerlind – Drums

Track-Liste:

1. Moria (05:40)
2. Drop the Bomb (03:56)
3. The Ones We Left Behind (05:21)
4. Reflections of Evil (04:21)
5. In for the Kill (04:29)
6. Together We Fight (05:21)
7. The Dark Side of Life (03:58)
8. Brothers of War (05:06)
9. Message from Hell (03:30)
10. In the Dead of Night (04:01)
11. Unholy Cross (04:46)

Ob heilig oder nicht – das BLOODBOUND-Fieber kann jeden erwischen.

UNHOLY CROSS ist das vierte Studioalbum der Schwedischen Power Metaller von BLOODBOUND – und eventuell auch eines, welches einen wichtigen Meilenstein der Band markiert. Schließlich feierte der heutige Frontmann Patrik „Pata“ Johansson hier seinen gesanglichen Einstand – und sorgte dafür, dass BLOODBOUND in Zukunft endlich mit einem festen Leadsänger an den Start gehen sollten. Sicher, Urban Breed und Michael Boorman hatten als direkte Vorgänger ebenfalls einen guten Job gemacht; doch erst mit Patrik Johansson schien die Band wirklich angekommen. Indizien dafür gab und gibt es einige – wie etwa die Tatsache, dass UNHOLY CROSS deutlich weniger progressiv und verschnörkelt daherkommt als das beileibe nicht perfekt ausbalancierte TABULA RASA (Review). UNHOLY CROSS dagegen geht wieder einen deutlichen Schritt in Richtung der Ursprünge der Band – vor allem indem BLOODBOUND es irgendwie geschafft haben, den Überraschungseffekt und die Spielfreude des super-soliden Debütalbums NOSFERATU erneut aufzugreifen.

In erster Linie bedeutet das, dass UNHOLY CROSS deutlich zugänglicher daherkommt als sein Vorgänger – und wenn man so will unmittelbarer funktioniert. Während die handwerklichen Fähigkeiten der Band eigentlich noch nie einen Anlass gaben sich als Hörer Verbesserungen zu wünschen – was im übrigen auch das gesamte Produktions- und Präsentationspaket betrifft – kehrt auf UNHOLY CROSS nun auch wieder jener packende Effekt zurück, den einst das Debütalbum kennzeichnete. Das Album hat im Gegensatz zu seinen Vorgängern also einen markanten Vorteil: es ist verdammt unterhaltsam geworden und zieht sich zu keinem Zeitpunkt in die Länge. Das liegt auch daran, dass der Unterhaltungswert eben nicht aus unnötig verkomplizierten Strukturen hervorgeht – sondern aus einem insgesamt eher straighten Eindruck, einem gewissen Hymnen-Faktor und einem technisch ebenso versierten wie variablen Instrumentenspiel.

Anders gesagt: wenn man so will mag UNHOLY CROSS ein vergleichsweise simples Power Metal-Album geworden sein – und eines, das sich ein wenig so anhört als hätte man MANOWAR, HAMMERFALL und THE STORYTELLER in einen Topf geworfen. Jene Einfachheit erweist sich aber nicht als störend, im Gegenteil. Der antreibend-hymnische Gesamteindruck inklusive der eingängigen Refrains, der passigen Hintergrundchöre und der für BLOODBOUND schon typischen Symbiose aus rauen und melodischen Elementen geht in diesem Fall voll auf – und ist schlicht enorm effektiv. Ob man nun also eingefleischter Fan der Schweden ist oder nicht – dieses Album sollte in keiner gut sortierten Power Metal-Sammlung fehlen.

Absolute Anspieltipps: MORIA, REFLECTIONS OF EVIL, IN FOR THE KILL, TOGETHER WE FIGHT


90button

„Ein handwerklich überzeugendes, perfekt produziertes Power Metal-Album mit einem immensen Spaß- und Unterhaltungsfaktor.“

Advertisements

Die Kommentarfunktion wird noch zu selten genutzt... ändere dies !

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s