Metal-CD-Review: MOB RULES – Tales From Beyond (2016)

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Alben-Titel: Tales From Beyond
Künstler / Band: Mob Rules (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. März 2016
Land: Deutschland
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: SPV GmbH

Alben-Lineup:

Klaus Dirks – Vocals
Matthias Mineur – Guitars
Sven Lüdke – Guitars
Markus Brinkmann – Bass
Nikolas Fritz – Drums
Jan Christian Halfbrodt – Keyboards

Track-Liste:

1. Dykemaster’s Tale (08:50)
2. Somerled (05:56)
3. Signs (05:21)
4. On the Edge (06:00)
5. My Kingdom Come (05:11)
6. The Healer (04:29)
7. Dust of Vengeance (04:54)
8. A Tale from Beyond (Part 1: Through the Eye of the Storm) (05:48)
9. A Tale from Beyond (Part 2: A Mirror Inside) (04:55)
10. A Tale from Beyond (Part 3: Science Save Me!) (05:08)
11. Outer Space (03:29)

Geschichten aus anderen Sphären.

Eine Band mit einer Beständigkeit wie der von MOB RULES gibt es eher selten. Nicht nur, dass die deutschen Power Metaller schon seit 1994 im Geschäft sind und in regelmäßigen, in jeder Hinsicht angemessen erscheinenden Abständen Studioalben veröffentlichen – auch heute sind noch zwei der einstigen Gründungsmitglieder dabei, Matthias Mineur (Gitarre) und Klaus Dirks (Leadgesang). Dabei wird man gerade Klaus Dirks respektive seine markante Stimme mit der Band verknüpfen – zumal es stets spannend war, seine gesangliche Evolution im Laufe der Jahre zu verfolgen. In Bezug auf das neueste, mittlerweile achte offizielle Studiowerk TALES FROM BEYOND gilt es demnach auch vor allem eines festzuhalten: MOB RULES machen einen erneuten Schritt nach vorn, allerdings ohne sich von ihren Wurzeln zu entfernen. Und so geschieht etwas, was man kürzlich schon bei den Kollegen von IRON SAVIOR beziehungsweise ihrem neuesten Studioalbum TITANCRAFT (Review) beobachten konnte.

Die eigentlich selbstverständliche, aber eben nicht immer und schon gar nicht überall anwendbare Feststellung lautet demnach wie folgt: auch Bands, die schon eine gefühlte Ewigkeit existieren und immer wieder solide Veröffentlichungen abgeliefert haben; können noch einmal eine waschechte Blütezeit erleben. Schlicht, da man wie in den speziellen Fällen von IRON SAVIOR und nun auch MOB RULES das Gefühl hat; eine Band würde sich nicht bloß wiederholen – sondern noch einmal alle Kräfte zusammennehmen und der Hörerschaft ein rundum gelungenes Werk kredenzen. Im besten Fall werden so nicht nur die langjährigen Fans und Freunde der jeweiligen Band zufriedengestellt, sondern auch neue Hörer geködert – mit ganz und gar legalen und höchst nachvollziehbaren Mitteln.

Eben solchen, die MOB RULES nun auch auf TALES FROM BEYOND präsentieren. Bereits der Opener DYKEMASTERS TALE und das folgende SOMERLED zeigen schließlich auf, in welcher qualitativen Dimension sich die Band mittlerweile bewegt. Wie man es auch dreht und wendet, hier stimmt von vorne bis hinten alles – vom genialen Riffing über den einmaligen und einmalig guten Leadgesang bis hin zu den treffsicheren Refrains inklusive eines dezent an GRAVE DIGGER erinnernden keltischen Soundanstrichs. Von der hervorragenden Produktion gar nicht erst zu sprechen – doch die gehört ja schon seit längerem zum Repertoire der Band. Im Gegensatz zu nicht wenigen anderen Combos lassen MOB RULES so schon einmal nicht zu, dass man sich als Hörer an etwaigen Feinheiten stören könnte. Feinheiten, die eben doch keine sind – auf dass man direkt zur eigentlichen Musik vordringen und sie unvermittelt auf sich wirken lassen kann. Anders gesagt: der Sound des Albums ist klar und druckvoll, der Mix ausgewogen, der Instrumenten-Einsatz lässt keine Wünsche offen.

Was nun noch bleibt, ist Kritik auf hohem Niveau. Wie klingen und wirken die einzelnen Titel, wie funktionieren sie im Zusammenspiel, wie groß ist die Abwechslung, wie häufig sind klar erkennbare Highlights ? Hier wird ein jeder anderes für sich ausmachen können, doch scheint als als ragten besonders der markante Auftakt sowie die spätere, dezent progressive Phase mit dem wuchtigen DUST OF VENGEANCE sowie dem dreiteiligen Titeltrack A TALE FROM BEYOND aus der Masse an gelungenen Titeln hervor. Vor allem auch textlich – derart spannend und sinnig verpackte Texte mit einem historischen Bezug findet man so nur selten. Der Mittelteil offenbart zwar ebenfalls keine oder kaum Schwächen (der gesangliche Auftakt zu MY KINGDOM COME hätte stärker ausfallen können) – doch die Highlights finden sich eher woanders. In jedem Fall ist MOB RULES hier ein starkes Stück gelungen.

Absolute Anspieltipps: DYKEMASTER’S TALE, SOMDERLED, DUST OF VENGEANCE, OUTER SPACE


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„Mit MOB RULES ist auch im Jahre 2016 zu rechnen.“

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