Metal-CD-Review: THE STORYTELLER – The Storyteller (2000)

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Alben-Titel: The Storyteller
Künstler / Band: The Storyteller (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. Mai 2000
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: No Fashion Records

Alben-Lineup:

Martin Hjerpe – Drums
Fredrik Groth – Guitars, Keyboards
L.G. Persson – Vocals, Bass
Erik Gornostajev – Guitars

Track-Liste:

1. And the Legend Begins (01:12)
2. Guardians of Kail (06:06)
3. Always Be There (05:12)
4. Sense of Steel (05:18)
5. Power Within (04:13)
6. Book of Mystery (05:43)
7. Like a Wind (04:09)
8. A Test of Endurance and Strength (04:43)
9. Chant of the Thieves (03:06)
10. The Storyteller (09:09)

Das Buch aufgeschlagen und die Erzählung begonnen.

Irgendwann hat jeder und alles einmal angefangen. So auch die Geschichten von THE STORYTELLER, einer eigentlich schon seit 1995 bestehenden Power Metal-Formation aus Schweden. Nach der Gründung brauchte es allerdings erst 4 Demos und insgesamt 5 Jahre, bis endlich das Debütalbum THE STORYTELLER erschien. Dieses stammt aus dem Jahre 2000, beinhaltet 10 Titel und wurde über No Fashion Records veröffentlicht. Ein Name, der glücklicherweise Programm ist – denn Mainstream-Tauglich ist das eher klassisch angelegte Power Metal-Album mit Sicherheit nicht. Allerdings ist jener kritische Begriff dennoch nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Zumindest Genre-intern, und wenn man so will. Nicht umsonst hat THE STORYTELLER innerhalb der Power Metal-Gemeinde höchst unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

So könnte man der Band durchaus vorwerfen, dass sie auf ihrem Debütalbum etwas zu simpel und vor allem auch an etwaige Vergleichsbands angelegt agiert. Sicher ist, dass das Rad hier nicht neu erfunden wird – und nicht wenige Klischees ganz und gar großzügig bedient werden. Dennoch macht sich eines bemerkbar: das Album ist nicht nur konsequent, es fühlt sich insgesamt überraschend rund und in gewisser Weise auch ehrlich an. So mögen THE STORYTELLER hier nichts präsentieren, was man zuvor schon einmal in anderer oder ganz ähnlicher Form gehört hat. Doch scheinen sie eben daraus auch keinen Hehl zu machen, und sich stattdessen mächtig ins zeug zu legen was die Präsentation und Wirkung des Albums angeht.

Und das ist der Band letztendlich auch in vielerlei Hinsicht gelungen: die antreibende, wenn nicht gar hymnisch-verschwörerische Wirkung einzelner Titel (GUARDIANS OF KAIL, SENSE OF STEEL, BOOK OF MYSTERY) macht Laune; die Gitarren bekommen das nötige Maß an Aufmerksamkeit, die Chöre sind weitestgehend stimmig ausgefallen, der Leadgesang von L.G. Persson ist einzigartig und entspricht mal so gar nicht dem was man eventuell erwartet hätte. Doch natürlich hat das Album auch seine relativen Schattenseiten. Gesanglich und inhaltlich problematisch wird es beispielsweise im balladesken ALWAYS BE THERE – da funktioniert die an SALAMANDRA erinnernde, rein akustische Herangehensweise in LIKE A WIND schon wesentlich besser. Den überaus merkwürdigen, dezent zum Fremdschämen einladenden CHANT OF THIEVES hätte man sich überdies lieber komplett schenken sollen.

Der Titeltrack THE STORYTELLER könnte dann auch nicht besser für die zwei Seiten der Medaille stehen: die stimmliche Bandbreite von L.G. Persson scheint hier nicht wirklich auszureichen, einzelne Textpassagen fallen gleichermaßen simpel wie ungünstig aus, die späteren Chor-Einlagen klingen unfreiwillig komisch – aber die grundsätzliche Instrumentierung mit all ihren Variationen ist gelungen. Wie also sollte man sich entscheiden ? Fest steht, dass das Album seine Momente hat, einen hohen Spaßfaktor entwickelt und überdies hervorragend produziert ist. Wenn man es also schafft über die trotz allem vorhandenen schwächeren oder zumindest gewöhnungsbedürftigen Elemente hinwegzusehen, könnte man durchaus einen Narren fressen an diesen frühen Geschichten aus der Feder von THE STORYTELLER.

Absolute Anspieltipps: GUARDIANS OF KAIL, SENSE OF STEEL, POWER WITHIN


75button

„Teils zwiespältig, teils ungemein fesselnd und spaßig.“

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