Metal-CD-Review: DRUIDAS – Ecos Del Norte (2016)

druidas-ecos-del-norte_500

Alben-Titel: Ecos Del Norte
Künstler / Band: Druidas (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 16. Mai 2016
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Art Gates Records

Alben-Lineup:

Alberto Puentes – Bass
Álvaro Santoro – Drums
Tomás Parra – Guitars
Rober Fernández – Guitars
Nico Soto – Vocals

Track-Liste:

1. La sombra del águila (01:36)
2. Hijos del viento (04:44)
3. Espíritu guerrero (04:54)
4. A las puertas del cielo (04:37)
5. Ecos del norte (03:58)
6. Tempestad (04:15)
7. Danza de fuego (05:04)
8. Espada de Damocles (03:51)
9. El último guardián (05:01)
10. Vercingétorix (05:17)
11. Un largo adiós (03:12)

Ein hübsches Cover ist (nicht) die halbe Miete.

Wenn es um einen guten Power Metal der europäischen Spielart geht, ist mit den Spaniern stets zu rechnen. Doch nicht nur etwaige hochkarätige und dabei längst etablierte Genre-Combos wie TIERRA SANTA, WARCRY oder AVALANCH können immer wieder für Furore sorgen – auch deutlich jüngere Projekte wie etwa ALBERTO RIONDAS ALQIMIA haben gezeigt, dass der spanische Power Metal weit mehr als nur konkurrenzfähig ist. Aktuell könnte man sich auch die Frage stellen, wie die bereits 2004 gegründeten DRUIDAS diesbezüglich abschneiden – von denen man bisher noch nicht allzu viel gehört hat. Nach dem 2013’er Debütalbum CONTRA VIENTO Y MAREA erscheint nun aber der Nachfolger ECOS DEL NORTE; und damit ein Album welches zunächst durch sein überaus hübsches Artwork ins Auge sticht. Doch ob es auch musikalisch reicht ? Immerhin hat niemand geringerer als der eben schon genannte ALBERTO RIONDA zu nicht unerheblichen Teilen am Album mitgewirkt – als Produzent und Verantwortlicher für das Mixing und Mastering.

Trotz des großen Namens ist eines aber recht schnell festzustellen: für eine allzu große Überraschung oder gar einen markanten Aha-Effekt sorgen die DRUIDAS nicht. Erst Recht nicht, wenn man sich schon das ein oder andere Mal mit Künstlern des hiesigen Herkunftslandes auseinandergesetzt hat; oder aber generell viel klassisch-gradlinige Power Metal-Kost mit dezenten symphonischen Elementen konsumiert. Scheinbar stützen sich die DRUIDAS tatsächlich auf das musikalische Schaffen der bereits genannten Combos – und fügen dabei nicht allzu viel neues hinzu. Und auch wenn jungen und aufstrebenden Bands oftmals eine gewisse Frische innewohnt, hat man hier eher nicht das Gefühl als verfügten die Spanier wirklich über eine eigene Identität oder Ansätze eines unverkennbaren Sounds. Anders gesagt: wer im Genre zu Hause ist, der wird sich vermutlich schnell wohlfühlen auf und mit ECOS DEL NORTE – doch die Gefahr der Verwechselung ist relativ groß.

Immerhin singen die Spanier konsequent in ihrer Landessprache, was das Album zumindest teilweise exotisch wirken lässt – wenn man so will, und nicht gerade in Spanien wohnt. Allerdings gibt es neben der fehlenden Innovation, über die man als geneigter Genre-Fan vielleicht noch hinwegsehen könnte; ein weiteres Problem: die Produktion von ECOS DEL NORTE ist relativer Murks. Und das in einem solchen Ausmaß, dass man sich schon fragen muss ob hier wirklich ALBERTO RIONDA Hand angelegt hat. Gut, der Klang einiger symphonischer Elemente oder die Gestaltung der Refrains lassen eventuell darauf schließen – aber speziell im Vergleich zu den ALQUIMIA-Alben ist das nichts. In jedem Fall klingt das Album nicht so, als hätte die Band schon über 10 Jahre auf dem Buckel und bereits ein Studioalbum produziert. Es hat eher den Beigeschmack einer noch nicht vollständig ausgefeilten Demo, wobei es besonders den Drum-Sound arg getroffen hat.

Andererseits scheinen die DRUIDAS über weit mehr Qualitäten zu verfügen als beispielsweise einige ihrer portugiesischen oder italienischen Kollegen mit ähnlichen Voraussetzungen – ohne explizite Namen zu nennen. Somit könnte also durchaus noch etwas aus der Band werden, wenn sich in Bezug auf folgende Releases noch einiges ändert. Aktuell, und mit ECOS DEL NORTE bleibt es eher bei einem leicht gehobenen Durchschnitt; sowie einer eigentlich unmöglichen Final-Entscheidung. Denn: wirklich empfehlen kann man das Album nicht, aufgrund der vorhandenen Ansätze wäre es aber auch schade wenn es komplett unter den Tisch gekehrt würde. Es bleibt abzuwarten, was die Zukunft bringt.

Absolute Anspieltipps: HIJOS DEL VIENTO, A LAS PUERTAS DEL CIELO, TEMPESTAD


60button

„Ein solides, theoretisch aber noch extrem ausbaufähiges Album.“

Advertisements

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s