Metal-CD-Review: IRON SAVIOR – Megatropolis (2007)

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Alben-Titel: Megatropolis
Künstler / Band: Iron Savior (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. Juni 2007
Land: Deutschland
Stil / Genre: Speed / Power Metal
Label: Dockyard 1 Records

Alben-Lineup:

Piet Sielck – Vocals, Guitars
Joachim „Piesel“ Küstner – Guitars
Yenz Leonhardt – Bass
Thomas Nack – Drums

Track-Liste:

1. Running Riot (04:57)
2. The Omega Man (04:52)
3. Flesh (05:01)
4. Megatropolis (05:03)
5. Cybernetic Queen (04:52)
6. Cyber Hero (04:58)
7. A Tale from Down Below (05:18)
8. Still I Believe (04:35)
9. Farewell and Goodbye (05:53)

Der Ausflug in eine fremde Stadt.

Bis zum Jahre 2007 hatten die deutschen Power Metaller von IRON SAVIOR schon einiges vorgelegt. Nicht nur, dass die Hamburger um Frontmann und Sound-Mastermind Piet Sielck ein großes Wörtchen mitreden konnte wenn es darum ging, die deutsche Metal-Szene um die Jahrtausendwende herum zu gestalten – auch findet man sich innerhalb der bis dato fünf über den Äther geschickten Studioalben aus den Jahren 1997 bis 2004 kein wirklicher qualitativer Ausrutscher. MEGATROPOLIS indes, das sechste Album aus dem Jahre 2007; ging gleich auf zweierlei Art und Weise neue Wege: zum schien es nach der ausführlichen Sci-Fi-Storyline an der Zeit für ein neues inhaltliches Kapitel, welches sich grob gesagt in den Gefilden des Cyberpunks bewegt – und zum anderen sorgt eine leicht abgeänderte Gesamt-Atmosphäre für einen frischen Schwung. Ein frischer Schwung, der sich zunächst einmal darin äußert; dass MEGATROPOLIS schwerer, getragener und vielleicht auch düsterer klingt als alles was die Band bis hierhin veröffentlicht hatte.

Und das hat gleich mehrere Vorteile. So fühlt es sich gut an zu wissen, dass IRON SAVIOR sich nicht festfahren haben und auch mal neue Wege ausprobieren – zumal ein Album wie MEGATROPOLIS dezent mit den bisherigen bricht und so für eine möglicherweise willkommene Abwechslung sorgt. Weiterhin ist es noch immer glasklar, dass man hier einem Werk von IRON SAVIOR lauscht – allzu weit von ihren wurzeln hat sich Band also auch nicht entfernt, das prägnante Riffing und der Leadgesang von Piet Sielck gelten weiterhin als markante Alleinstellungsmerkmale. Allerdings wird man sich eventuell erst an die zumindest teilweise neuerliche Atmosphäre gewöhnen müssen – zumal sich gerade Piet Sielck analog zur etwas düsteren und klassischeren Soundkulisse rauer und kräftig-röhrender gibt als jemals zuvor. So versprüht das Album alles, nur keine Leichtigkeit – und auch der Hymnen-Faktor wurde markant zurückgeschraubt. Das hat wie immer Vor- und Nachteile: zum einen ist es bei weitem nicht mehr so eingängig und direkt zugänglich wie die bisherigen Veröffentlichungen; zum anderen aber klingt MEGATROPOLIS so alles andere als oberflächlich.

Und so muss ein jeder selbst entscheiden ob er lieber die flotte, verspielte und hymnische Seite von IRON SAVIOR favorisiert – oder aber eine wenn man so will erwachsenere. Am besten fährt man wohl, wenn man beides zulässt – und MEGATROPOLIS als interessante Erweiterung in der IRON SAVIOR-Diskografie betrachtet. Und als Album, dass zwar nicht mit atemberaubenden Highlights aufwarten kann; aber doch wie alle anderen der Band über so gut wie jeden handwerklichen Zweifel erhaben ist und zahlreiche hervorragende Momente hat.

Absolute Anspieltipps: RUNNING RIOT, THE OMEGA MEN, MEGATROPOLIS, CYBER HERO


80button

„Man kann einfach nicht viel falsch machen mit und bei IRON SAVIOR.“

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