Metal-CD-Review: IRON SAVIOR – Battering Ram (2004)

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Alben-Titel: Battering Ram
Künstler / Band: Iron Savior (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. Juni 2004
Land: Deutschland
Stil / Genre: Speed / Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Piet Sielck – Vocals, Guitars
Joachim „Piesel“ Küstner – Guitars
Yenz Leonhardt – Bass
Thomas Nack – Drums

Track-Liste:

1. Battering Ram (04:49)
2. Stand Against the King (05:01)
3. Tyranny of Steel (04:28)
4. Time Will Tell (04:12)
5. Wings of Deliverance (04:48)
6. Break the Curse (04:01)
7. Riding Free (05:16)
8. Starchaser (04:28)
9. Machine World (06:31)
10. H.M. Powered Man (04:21)

Von unaufhaltsamen Rammböcken und anderen Kraftprotzen.

BATTERING RAM ist das fünfte offizielle Studioalbum der deutschen Speed- und Power Metaller von IRON SAVIOR. Oder sollte man eher sagen, dass es eine weitere Kampfansage ist ? Schließlich hatten die Hamburger schon mit ihren vier vorherigen Alben aufgezeigt, dass sie einiges in Petto haben – und dabei alles andere als ein bloßer HELLOWEEN-Klon sind. Was genau das Geheimnis von IRON SAVIOR ist, bleibt ein eben solches – doch Fakt ist, dass die Band seit ihrer Gründung im Jahre 1996 gewissermaßen Pionierarbeit leistet und schlicht einen unverwechselbaren Sound an den Tag legt. Und der setzt sich auch auf BATTERING RAM aus den für IRON SAVIOR mittlerweile typischen Elementen zusammen – wie etwa dem markanten und bestimmten Leadgesang von Piet Sielck und den für allgemeine Genre-Verhältnisse recht kräftigen Instrumentierungen. In Bezug auf das Tempo zieht man nun allerdings nicht mehr ganz so stark an – wobei es sich um eine Entwicklung handelt, die sich schon auf den vorherigen Alben abzeichnete.

Das allein macht indes noch nicht viel aus, schließlich können IRON SAVIOR weit mehr als nur dauerhaft aufs Gaspedal zu treten. Und so gibt es dieses Mal auch nur zwei Nummern mit einer deutlich flotteren Gangart (TIME WILL TELL und RIDING FREE), und gleich acht kräftige Stampfer mit Hymnen-Potential. Allerdings muss man hier auch klar einwenden, dass nicht alles Gold ist was glänzt – im Gegensatz zum Vorgänger CONDITION RED hat man hier schon öfter das Gefühl, als hätte sich der ein oder andere gleichförmige Moment eingeschlichen. Und so reichen sich extrem starke und auch mal etwas langatmigere Passagen die Hand, wirkliche Highlights bleiben gar komplett aus. Das mag nicht unbedingt für das Album sprechen, ist so gesehen aber noch immer Kritik auf hohem Niveau – denn handwerklich und Sound-technisch stimmt auch auf BATTERING RAM alles. Der deutliche Fokus auf die gleichermaßen versiert wie variabel gespielten Gitarren ist angenehm, das Drumming klingt sogar wieder etwas natürlicher als zuvor; und Piet Sielck veredelt das Album nicht nur mit seinem unverkennbaren Leadgesang – sondern auch mit seiner hintergründigen Arbeit in Sachen Mixing, Mastering und Produktion.

Und so sollte man BATTERING RAM als das sehen, was es vermutlich am ehesten ist: ein typisches IRON SAVIOR-Album, dass im Gegensatz zu den Vorgängern einen deutlich geringeren Aha-Effekt auslöst – dafür aber einen enormen Spaßfaktor mitbringt und handwerklich über wirklich alle Zweifel erhaben ist.

Absolute Anspieltipps: BATTERING RAM, STAND AGAINST THE KING, TIME WILL TELL


70button

„Ein gutes Album, das lediglich zu wenige Highlights mitbringt.“

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