Metal-CD-Review: IRON SAVIOR – Unification (1999)

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Alben-Titel: Unification
Künstler / Band: Iron Savior (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 06. Januar 1999
Land: Deutschland
Stil / Genre: Speed / Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Piet Sielck – Vocals, Guitars
Kai Hansen – Guitars, Vocals
Jan-Sören Eckert – Bass, Vocals (additional)
Dan Zimmermann – Drums
Andreas Kück – Keyboards

Track-Liste:

1. Coming Home (05:23)
2. Starborn (04:37)
3. Deadly Sleep (05:09)
4. Forces of Rage (05:46)
5. Captain’s Log (01:02)
6. Brothers (of the Past) (04:43)
7. Eye to Eye (05:52)
8. Mind over Matter (05:35)
9. Prisoner of the Void (04:43)
10. The Battle (05:47)
11. Unchained (06:09)
12. Forevermore (05:15)
13. Gorgar (Helloween cover) (04:07 )
14. Neon Knights (Black Sabbath cover) (03:54)
15. Dragonslayer (performed by Excelsis) (05:09)

Schnell noch einen nachgelegt.

UNIFICATION ist das zweite offizielle Studioalbum der deutschen Speed und Power Metaller von IRON SAVIOR. Und auch wenn es gerade einmal zwei Jahre nach dem überraschenden – und überraschend guten – Debütalbum erschien (Review), hatte man kaum das Gefühl als würden es IRON SAVIOR zu schnell angehen. Eher war gegenteiliges der Fall – da die Band ein vergleichsweise massives Potential aufgezeigt hatte und klarstellte, dass auch in Zukunft mit ihr zu rechnen wäre. Und so machten IRON SAVIOR auf UNIFICATION da weiter, wo sie mit ihrem Debütalbum aufgehört hatten – mit einer großen Portion eines gleichermaßen flotten wie kräftigen Power respektive Speed Metal der alten Schule. Einem extrem hochkarätigen noch dazu; dafür muss man nicht erst die Besetzungsliste des Albums lesen, die nach wie vor mit großen Namen a’la Kai Hansen, Dan Zimmerman oder eben Allround-Talent Piet Sielck aufwartete. IRON SAVIOR hatten in Bezug auf ihr zweites Studiowerk nichts von ihrer Originalität und Spielfreude verloren.

Und so rauscht UNIFICATION überaus munter durch die Boxen. Die instrumentale Vielfalt und Stilsicherheit ist groß, der Leadgesang mitreißend und sympathisch, der Spaßfaktor enorm. Im Gegensatz zum Vorgänger schienen IRON SAVIOR auch noch einmal angezogen zu haben, wenn es um den hymnischen Faktor vieler Nummern geht: die Refrains klingen auf UNIFICATION noch etwas eingängiger, und der dezente Sci-Fi-Touch sorgt für reichlich Atmosphäre. Neben dem IRON SAVIOR-typischen, Hymnen-lastigen Auftakt mit COMING HOME und dem noch flotteren STARBORN fällt hier vor allem DEADLY SLEEP auf – ein extrem atmosphärischer Stampfer mit hervorragenden Riffs und einer formidablen Gesangs-Darbietung von Kai Hansen. Doch ob nun das verschwörerische FORCES OF RAGE, das rhythmische BROTHERS oder das zur Abwechslung auch mal etwas ruhigere EYE TO EYE – Gründe, die Skip-Taste zu betätigen wird man hier eher nicht finden.

Das gilt zumindest bis in die Mitte des Albums hinein – denn dann wird UNIFICATION doch noch etwas länglich. MIND OVER MATTER, PRISONER OF THE VOID oder THE BATTLE sind sicher nicht schlecht, doch fühlen sie sich gerade im Vergleich mit dem fulminanten Auftakt-Nummern eher schwach an. Wenn man so will könnte man hier durchaus von eher zu vernachlässigenden Fillern sprechen. Gegen Ende zieht man dafür wieder markant an: das ungewöhnliche UNCHAINED wird so schnell nicht mehr aus den Gehörgängen verschwinden, und die Ballade FOREVERMORE bietet eine weitere denkwürdige, emotionale Gesangsperformance von Kai Hansen. All das wäre nicht so spannend, würde sich der Spieß nicht noch einmal umdrehen: die quasi-Bonussektion des Albums wartet wieder mit drei Nummern auf, die man nicht unbedingt braucht. Hier finden sich noch ein eher überflüssiges Cover des HELLOWEEN-Titels GORGAR, ein (recht gutes) Cover von BLACK SABBATH, und das vergleichsweise fremd klingende DRAGONSLAYER – welches von einer Band namens EXCELSIS eingespielt wurde, die einen Contest gewannen und so auf dem Album vertreten sein durften.

Schlussendlich: IRON SAVIOR haben mit UNIFICATION vieles richtig gemacht. Die unglaubliche Spielfreude überträgt sich einstweilen direkt auf den Hörer – und die zahlreichen Hymnen verfehlen kaum ihren Zweck. Dennoch vermag das Album nicht konsequent oder eher von vorne bis hinten zu überzeugen – es gibt markante Unterbrechungen im etwas langatmigen Mittelteil, sowie dem gewöhnungsbedürftigen Bonus-Part. Da das Album in seinen Starken Momenten aber verdammt überzeugend klingt, stellenweise sogar noch überzeugender als das Debütalbum – kann man noch immer von einem Geniestreich sprechen. Und von Kritik auf hohem Niveau, die abermals knapp verhindert dass das Album eine Höchstwertung einfährt.

Absolute Anspieltipps: COMING HOME, DEADLY SLEEP, FORCES OF RAGE, UNCHAINED


90button

„Im Vergleich zum Debütalbum halten sich die Vor- und Nachteile von UNIFICATION auf einem sehr hohen Niveau die Waage. Oder anders gesagt: das zweite Album ist ebenso gut wie das erste.“

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