Metal-CD-Review: ALMAH – Fragile Equality (2008)

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Alben-Titel: Fragile Equality
Künstler / Band: Almah (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 24. September 2008
Land: Brasilien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Laser Company Records

Alben-Lineup:

Edu Falaschi – Vocals, Keyboards, Guitars (acoustic)
Marcelo Barbosa – Guitars
Paulo Schroeber – Guitars
Felipe Andreoli – Bass, Guitars (acoustic), Percussion
Marcelo Moreira – Drums

Track-Liste:

1. Birds of Prey (04:45)
2. Beyond Tomorrow (04:03)
3. Magic Flame (03:32)
4. All I Am (04:40)
5. You’ll Understand (06:03)
6. Invisible Cage (05:46)
7. Fragile Equality (03:48)
8. Torn (04:42)
9. Shade of My Soul (04:58)
10. Meaningless World (04:48)

Es geht also doch.

Dass Edu Falaschi neben seiner Tätigkeit bei ANGRA ab 2006 auch noch ein Solo-Projekt namens ALMAH auf die Beine stellte; war ein mutiger und dabei zutiefst interessanter Schritt. In Bezug auf das Debüt-Album der neuen Band (Review) aber konnte man noch nicht wirklich von einem musikalischen Geniestreich sprechen – auch wenn das Potential jenes brasilianischen Sängers und langsam aber sicher auch musikalischen Multi-Talentes weiterhin gewaltig erschien. Schließlich gab es da etwas, das zumindest dem Debütalbum fehlte – und damit ist nicht unbedingt die stilistische Nähe zum großen Bruder von ALMAH gemeint. Sicher war es nur gut und richtig, dass man sich von ANGRA abheben und etwas neues, möglichst erfrischendes kreieren wollte. Aber ob man dafür auch die für beide Bands wichtigen Wurzeln des Power Metal über Bord hat werfen müssen; war und ist eine andere, sicherlich nicht ganz abwegige Frage. Umso schöner ist, dass diese nicht länger gestellt werden muss – in Bezug auf das zweite ALMAH-Album FRAGILY EQUALITY hat sich schließlich etwas in eben diese Richtung getan. Anders, und ohne größere Umschweife gesagt: der Power Metal ist in die Musik von ALMAH zurückgekehrt. Und das schmeichelt nicht nur der Band selbst; sondern speziell Edu Falaschi als einen der außergewöhnlicheren, da enorm kräftigen und variablen Genre-Sänger

Als Ergebnis, und wenn man so will liegen zwischen dem Debütalbum und FRAGILE EQUALITY nunmehr Welten – vornehmlich stilistische, aber sicher auch qualitative. Das Album klingt von vorne bis hinten rund, mitreißend, emotional; und bleibt auch nach mehreren Durchläufen spannend. Auch, da ALMAH das Genre des Power Metal endlich hervorragend bedienen, aber – und das ist das besondere – niemals allzu simpel agieren. So gleicht keine Nummer der anderen, die Mischung aus flotten Hymnen, kräftigen Stampfern und entspannt-emotionalen Balladen (ALL I AM, SHADE OF MY SOUL) stimmt – zumal gerade diese im Gegensatz zur regelrechten Überhäufung auf dem Vorgänger in einem sinnigeren Kontext präsentiert werden und erst so ihre volle Wirkung entfalten können. Richtig Laune machen dann vor allem die Nummern, in denen ALMAH spürbar aus dem musikalischen Vollen schöpfen: sei es der Opener BIRDS OF PREY, das darauf folgende BEYOND TOMORROW oder das freudig-hymnische MAGIC FLAME – der Gesang macht wunschlos glücklich, die Refrains stimmen, das Gitarrenspiel ist exzellent und überzeugt sowohl im Rhythmus- als auch Solibereich.

Als i-Tüpfelchen gibt es eine rundum gelungene Produktion, die alle musikalischen Elemente gleichwertig behandelt – und auch eine handvoll von in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Nummern. INVISIBLE CAGE beispielsweise klingt vergleichsweise exotisch und überzeugt mit einem Gänsehaut-erzeugenden Leadgesang. Der Titeltrack FRAGILY EQUALITY dagegen kommt zumindest in den Strophen überraschend kräftig bis aggressiv daher und präsentiert ALMAH von ihrer bis dato härtesten Seite, während dezent progressiv angehauchte Titel wie YOU’LL UNDERSTAND oder TORN von einer ansprechenden Mischung aus harten und weichen Elementen gekennzeichnet sind. Abwechslung ist also in jedem Fall gegeben. Die Position als regelrechte Über-Hymne des Albums sichert sich dann aber der Rausschmeißer MEANINGLESS WORLD mit seiner markanten Gesamtwirkung und dem traurig-schönen Instrumentalausklang. Alles in allem haben ALMAH alles richtig gemacht – die neue, deutlich Power Metal-affinere Marschrichtung kommt dem Album sehr zugute und macht FRAGILE EQUALITY zu nicht weniger als einem der besten Genre-Alben des Jahres 2008.

Absolute Anspieltipps: Alle


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„ALMAH sind zurück – und das endlich in voller Stärke.“

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