Metal-CD-Review: DERDIAN – New Era Part III – The Apocalypse (2010)

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Alben-Titel: New Era Pt. 3 – The Apocalypse
Künstler / Band: Derdian (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 02. März 2010
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Magna Carta Records

Alben-Lineup:

Salvatore Giordano – Drums
Dario Radaelli – Guitars
Enrico Pistolese Guitars
Marco Garau – Keyboards
Joe Cagianelli – Vocals
Marco Banfi – Bass

Track-Liste:

1. Preludio (01:43)
2. The Spell (05:57)
3. Battleplan (05:02)
4. Black Rose (04:22)
5. Her Spirit Will Fly Again (05:36)
6. Dreams (05:10)
7. Divine Embrace (05:19)
8. The Prophecy (04:51)
9. Burn (04:51)
10. Forevermore (06:14)
11. Revolt (06:18)
12. Presagio (02:30)
13. The Apocalypse (06:25)

Das finale Kapitel der DERDIAN-Saga.

NEW ERA PART III – THE APOCALYPSE ist das dritte Studioalbum der italienischen Power Metaller von DERDIAN – und gleichzeitig auch der letzte Teil ihrer eigens erdachten, bombastischen Konzept-Geschichte. Eine Geschichte, die mit dem 5 Jahre älteren NEW ERA PART I (Review) begann – und die schon damals aufzeigte, dass DERDIAN durchaus in der Lage sind aus der einstweilen unübersichtlichen Masse an Genre-Vertretern hervorzustechen. Sicher auch, da die Band etwaige Missstände erkennt – und stets bestrebt ist, sich in jeder Hinsicht zu verbessern und weiterzuentwickeln. In Bezug auf die leicht problematischen Produktionsumstände des Debütalbums beispielsweise ist auch genau das geschehen: mit dem Nachfolger NEW ERA PART II (Review) nahm man entgültig Abschied vom Charme einer kratzigen Garagenproduktion, und inszenierte es als angenehm wuchtig klingendes Genre-Album.

Ein Album, dass aber noch immer dezente Schwächen hatte – die paradoxerweise auch aus der neuen und so gesehen lupenreinen Produktion resultierten. Im bestmöglichen Fall, und im weitere nVertrauen auf das Urteil der Bandmitglieder selbst wäre NEW ERA PART III nun also das quasi-Bidneglied zwischen der Frischeu nd Rauheit des ersten; sowie der sicheren Präsentation des zweiten Teils. Unglücklicherweise ist das aber nicht der Fall – vielmehr knüpft der dritte Teil direkt an den zweiten an. Inhaltlich mag das zwar vporteilhaft sein, doch letztendlich kann das Album dem Schaffen der Italiner kaum neue Eindrücke hinzufügen. Und wenn, dann sogar eher nachteilige. Beispielsweise ist festzustellen, dass das Keyboard eine größere Rolle einnimmt als jemals zuvor – mit der Folge eines teilweise extrem künstlichen und überladenen eindrucks.

Bereits der Opener THE SPELL sowie BATTLEPLAN schöpfen diesbezüglich aus dem Vollen: stets sind hintergründige, irgendwann einfach nur noch nervige Konserven-Streicher und auch mal explizit barocke Elemente zu hören. Eben solche, die an RHAPSODY OF FIRE erinnern – was der vorherigen Eigenständigkeit von DERDIAN nicht gerade gut bekommt. Doch ist das noch nicht alles, denn neben dieser neuerlichen und leicht kitschigen Ausstaffierung hat es auch den Gesang erwischt – den eigentlichen Leadgesang, aber auch die Chöre. Letztere klingen lange nicht mehr so wuchtig wie zuvor, und Joe Cagianelli scheint warum-auch-immer in einer eher schlechten Form gewesen zu sein. Stark auf den Gesang bezogene Titel wie BATTLEPLAN schneiden demnach eher mäßig ab, auch wenn der Soli-Part nett ist. Wie im übrigen auch die generelle Leistung der anderen Mitglieder an den Instrumenten – die einen guten Job machen und mit NEW ERA PART III zumindest die gute Handwerks-Tradition der Band fortsetzen.

Doch in Bezug auf das Songwriting, die Ideen und den Gesang sieht es nach wie vor eher mau aus. BLACK ROSE ist eine merkwürdig langatmige Power-Ballade, HER SPIRIT WILL FLY AGAIN und DREAMS wirken deutlich zu verspielt (am ehesten so, als hätte man eine typische DARK MOOR-Nummer noch dreimal durch den Kakao gezogen); und auch sonst ist NEW ERA PART merkwürdig kitschig, teilweise langatmig und letztendlich auch etwas weichgespült ausgefallen. Demnach gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: entweder, man hat in anbetracht eines möglichst fulminanten Abschlusses einer Trilogie schlicht zu hohe Ansprüche – oder aber DERDIAN haben sich wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Was es auch ist, das Album muss klar hinter dem vorherigen zweiten Teil anstehen – und auch hinter dem vergleichsweise sehr schroffen ersten.

Absolute Anspieltipps: DIVINE EMBRACE, BURN


60button

„Nach den beiden ersten Teilen ein klarer Rückschritt, leider.“

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