Metal-CD-Review: DERDIAN – New Era Part II – War Of The Gods (2007)

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Alben-Titel: New Era Pt. 2 – War Of The Gods
Künstler / Band: Derdian (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. August 2007
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Magna Carta Records

Alben-Lineup:

Salvatore Giordano – Drums
Henry Pistolese – Guitars
Dario Radaelli – Guitars
Marco Garau – Keyboards
Joe Cagianelli – Vocals
Fulvio Manganini – Bass

Track-Liste:

1. Overture (01:42)
2. New Era (05:30)
3. Betrayer (06:08)
4. I Don’t Wanna Die (05:24)
5. Golstar’s Rage (07:06)
6. Why (05:55)
7. Back to the Crystal (07:02)
8. Immortal’s Lair (09:15)
9. The Hunter (05:57)
10. Before the War (01:49)
11. War of the Gods (08:26)

Die Evolution einer Power Metal-Band.

Gerade im Bereich des Power Metal muss man vorsichtig sein, wenn es darum geht etwaige Bands vorschnell mit allzu gewichtigen Adjektiven zu umschreiben. Am Ende stützt sich eben doch (fast) alles auf dieselben Grundpfeiler, ähnelt sich – und spannende Entwicklungen oder gar musikalische Revolutionen sind eher selten. Dass man jene Begrifflichkeiten nun aber dochund ausgerechnet auf die auf den ersten Blick typische italienische Genre-Combo DERDIAN – anwenden kann, mag überraschend sein. Doch ist der Weg, den die Italiener seit ihrem gerade einmal 2 Jahre zurückliegenden Debütalbum NEW ERA PART I (Review) zurückgelegt haben ein vergleichsweise bemerkenswerter. Von einer Revolution ist also in jedem Fall zu sprechen – und sei es nur im Sinne der noch jungen, internen Diskografie der Band.

Aber selbst wenn man nicht ganz so weit ausholen möchte, ist NEW ERA PART II in vierlei Hinsicht mit markanten Zugewinnen versehen. An erster Stelle steht dabei jener Faktor, der die Wirkungskraft des an sich gelungenen Debüts noch zu schmälern wusste – die eher schwache Produktion und alle damit verbundenen Elemente, die sich auf die Präsentation des Sounds ausgewirkt hatten. Zumindest rückblickend betrachtet hat das Ganze nun sogar einen Vorteil: dadurch, dass etwaige Sound-Probleme nun plötzlich komplett der Vergangenheit angehören und DERDIAN so klingen wie sie und ihre Musik es verdienen; wirkt NEW ERA PART II umso überraschender und wuchtiger. Besonders natürlich im direkten Alben-Vergleich – aber sicher auch unabhängig, schließlich bleibt es nicht bei der einen und in diesem Falle eher kosmetischen Verbesserung.

Denn: DERDIAN haben hörbar weiter an ihrem Sound gefeilt, sich noch variabler inszeniert – und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Herausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen gelegt. Schon auf dem Debüt machte sich hie und da bemerkbar, dass DERDIAN trotz ihre typischen Randdaten etwas anders klingen als viele ihrer Genre-Kollegen – wobei es sich um einen frischen Wind handelt, der definitiv mit auf NEW ERA PART II übernommen wurde. Mehr noch, durch die neuerliche Wucht der Produktion und die Feinheiten in Bezug auf die Instrumente und den Gesang entsteht ein völlig neuer akustischer Gesamteindruck. Seien es zünftige Genre-Hymnen mit reichlich Tempo und grandiosen Instrumental- und Solistrecken (NEW ERA), atmosphärisch dichte Stampfer mit ungewöhnlichen Gesangseinlagen in Form eines Ein-Mann-Chors (BETRAYER), die gar nicht mal verkehrte Ballade WHY… hier stimmt vieles.

Und doch gibt es da etwas, was man dem Album vorwerfen könnte: es klingt im Endeffekt fast schon wieder zu poliert. Das mag etwas merkwürdig klingen; sind es doch gerade die stark verbesserte Produktionsqualität und der Versuch alle Instrumente gleichwertig zu behandeln, die das Album merklich vom Vorgänger abgrenzen – doch ein wenig mehr Rauheit hier, ein wenig mehr Oldschool-Flavour da hätten dem Album sicherlich ebenfalls gut getan. Erst Recht wenn man bedenkt, dass der Leadsänger ebenfalls eher weich klingt (was keinesfalls mit schwach zu verwechseln ist) und nur die teils rauen Background-Vocals etwas zusätzliche Härte einstreuen. Insgesamt aber wird man hier alles andere als eine Enttäuschung vorfinden.

Absolute Anspieltipps: NEW ERA, BETRAYER, I DONT WANNA DIE, WAR OF THE GODS


80button

„Deutlich versierter präsentiert als das Debüt.“

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