Metal-CD-Review: ENDLESS – A Dream At The Sun (2006)

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Alben-Titel: A Dream At The Sun
Künstler / Band: Endless (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Juni 2006
Land: Brasilien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Avalon

Alben-Lineup:

Felipe Ximenes – Bass
Sérgio Sanchez – Drums
Gustavo Di Pádua – Guitars
Rodrigo Carriee – Keyboards
Vitor Veiga – Vocals

Track-Liste:

1. Silence to the Lord (01:05)
2. Running to Be Free (05:52)
3. Laments at the Sky of Winds (05:16)
4. Mystic Feelings (05:25)
5. The Playwright (05:29)
6. Shades of Night (05:01)
7. Shining on the Sky (03:59)
8. I Don’t Want to Surrender (06:54)
9. The King of Lies (04:59)
10. Memories I’ve Saved (05:20)
11. A Dream at the Sun (07:35)
12. Eternal Winds (2006 Version) (07:10)

Vieles an ENDLESS ist endlos – nur nicht die Anzahl ihrer Veröffentlichungen.

Wenn es ganze 6 Jahre dauert bis sich eine Genreband aus der regelrechten Versenkung zurückmeldet, kann es dafür mehrere Gründe geben. Im Falle der brasilianischen Combo ENDLESS scheint der ausnahmsweise mal auf der Hand zu liegen: Leadsänger Vitor Veiga hatte zwischenzeitlich einiges im Rahmen seiner neuen Band AQUARIA zu tun. Aber selbst wenn das gar nicht der eigentliche Grund war; fühlt man sich einfach etwas wohler bei dem Gedanken, dass er außergewöhnlich intensiv in die Entstehung von LUXAETERNA (Review) involviert war – eine Arbeit, die sich zweifelsohne gelohnt hat. Offenbar hatte diese Entwicklung auch anderswo Früchte getragen: das zweite ENDLESS-Album erschien schon ein gutes Jahr nach LUXAETERNA und ist – auch wenn es dezent hinter dem wuchtigen Eindruck eines LUXAETERNA anstehen muss – eine regelrechte Offenbarung. Diese Feststellung bezieht sich vor allem auf die einst problematischen Produktionsumstände, die seinerzeit verhinderten dass das ENDLESS-Debütalbum ETERNAL WINDS seine volle Wirkung entfalten konnte.

Fakt ist: den Beigeschmack einer Demo- oder gar Garagenproduktion hat das zweite Album A DREAM AT THE SUN nicht mehr. ENDLESS haben sich markant weiterentwickelt – und das auf so gut wie allen Ebenen. Bereits das überaus stimmige Intro und der Opener RUNNING TO BE FREE schöpfen diesbezüglich aus dem Vollen; auch da der Leadgesang von Vitor Veiga endlich vernünftig zur Geltung kommt. Auffällig ist dann vor allem eines: ENDLESS halten sich in Bezug auf das Tempo und den potentiellen Bobmast eher zurück – und inszenieren ihren Sound mit einer leicht progressiven Note. Nummern wie das wuchtige LAMENTS AT THE SKY OF WINDS klingen entsprechend durchdacht und abwechslungsreich – das Wechselspiel aus eher düsteren und erheiternden Elementen geht auf, und erinnert dezent an das Schaffen der Italienischen Kollegen von LABYRINTH. MYSTIC FEELINGS wiederum ist eine Ballade, mit der man wohl hat rechnen müssen – doch auch hier zeigt sich, dass ENDLESS einiges dazugelernt haben. Sicher, das Ganze ist noch immer relativ kitschig – doch vermag es Vitor Veiga wesentlich mehr Emotionen zu transportieren (und das glaubhaft) als unzählige andere Genre-Kollegen.

Dagegen muss die zweite Ballade des Albums SHINING ON THE SKY deutlich hintenan stehen – doch macht das (fast) nichts, da auch der Mittelteil des Albums überaus stark ausfällt. Nummern wie THE PLAYWRIGHT, I DONT WANT TO SURRENDER oder THE KING OF LIES mögen einige Extra-Durchläufe brauchen bis sie richtig zünden; doch die hervorragenden handwerklichen Leistungen und die immer wieder eingestreuten Instrumentalstrecken mit furiosen Soli halten einen definitiv bei der Stange. Das markante SHADES OF NIGHT dagegen überzeugt auf Anhieb – als überraschend europäisch klingende Genre-Hymne. Und auch wenn der Wunsch nach einem Re-Release des Debütalbums noch nicht erhört wurde; kann man sich immerhin anhand des Bonustracks ETERNAL WINDS ausmalen, wie gut selbiges klingen könnte. Die Unterschiede zur Originalversion sind jedenfalls gravierend, wohlgemerkt: im positiven Sinne. Sicher, auch A DREAM AT THE SUN hat einige zu vernachlässigende zahmere Momente, lässt noch Luft nach oben – aber schon wesentlich weniger als der Vorgänger ETERNAL WINDS. Diese Entwicklung kann man nur begrüßen – weshalb das Album auch als absolute Empfehlung zu betrachten ist.

Absolute Anspieltipps: RUNNING TO BE FREE, LAMENT AT THE SKY OF WINDS, SHADES OF NIGHT


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„Ein Quantensprung für ENDLESS.“

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