Metal-CD-Review: AGE OF ARTEMIS – Overcoming Limits (2012)

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Alben-Titel: Overcoming Limits
Künstler / Band: Age Of Artemis (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2012
Land: Brasilien
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: MS Metal Records

Alben-Lineup:

Giovanni Sena – Bass
Pedro Sena – Drums, Percussion
Gabriel „T-Bone“ Soto – Guitars
Nathan Grego – Guitars
Alírio Netto – Vocals

Track-Liste:

1. What Lies Behind… (00:52)
2. Echoes Within (04:04)
3. Mystery (05:39)
4. Take Me Home (03:34)
5. Truth in Your Eyes (03:44)
6. Break Up the Chains (03:44)
7. One Last Cry (04:06)
8. You’ll See (03:03)
9. God, Kings and Fools (09:25)
10. Till the End (04:53)

Das Album der 1000 Gesichter.

Zumindest im direkten Ländervergleich kommt es nicht allzu oft vor, aber: wenn sich eine Power Metal-Combo aus Brasilien zu Wort meldet, dann meist richtig. Vor allem sehr traditionell auftretende und in internationaler Hinsicht somit erst Recht erfrischend klingende Bands wie ANGRA, AQUARIA, EDNLESS, ETERNA, NOVALOTUS, TIERRA MYSTICA oder TOCCATA MAGNA fungieren daher nicht von ungefähr als waschechte Geheimtipps. Die Chancen bezüglich dessen, dass man nun auch AGE OF ARTEMIS auf jene illustre Liste aufnehmen kann; stehen gut: ihr Debütalbum OVERCOMING LIMITS klingt nach vielem, nur nicht nach einem zu vernachlässigenden Release. Mit ein Grund dafür wird die Mitarbeit von niemand geringerem als Edu Falashi (Ex-ANGRA, ALMAH) sein – der zusammen mit der Band und zahlreichen anderen Genre-Liebhabern dafür gesorgt hat, dass AGE OF ARTEMIS schon auf ihrem Debüt klingen wie eine langjährig bestehende Band. Insbesondere beim schwungvollen, enorm hymnischen Opener ECHOES WITHIN lassen sich gewisse Parallelen zu mSoudn von ANGRA (explizit: NOVA ERA) somit kaum verhelen – aber das ist beileibe nichts schlechtes.

AGE OF ARTEMIS behalten die zunächst etablierte Gangart und Marschrichtung jedoch nicht bei. Stattdessen finden sich im weiteren Alben-Verlauf immer mehr progressive Ansätze, komplexere Strukturen und auch eine handvoll explizit balladesker Momente. Die größte Überraschung ist dabei sicher LEadsänger Alírio Netto – der sich extrem wandelbar zeigt (man vergleiche nur ECHOES WITHIN und BREAK UP THE CHAINS) und dabei sowohl die für das Genre typischen hohen Lagen, als auch deutlich kräftigere und bodenständigere Passagen brillant meistert. Zwei Dinge fallen dann aber doch dezent negativ auf: zum einen klingen die quasi-Balladen TAKE ME HOME und ONE LAST CRY deutlich zu schwülstig; im schlimmsten Fall gar überflüssig – und müssen daher klar hinter den anderen Nummern anstehen. Zum anderen scheint es so als könnten AGE OF ARTEMIS den mit dem Intro, dem flotten ECHOES WITHIN und dem starken MYSTERY etablierten Ersteindruck im weiteren albenverlauf nicht mehr wirklich toppen. Die Nummern werden zwar nicht bedeutend schlechter, doch wirkliche Highlights bleiben aus – auch das überlange GOD KINGS AND FOOLS qqreißt einen nicht mehr wirklich vom Hocker.

Durch die markante Abwechslung, die überaus gelungene Produktion und den ebenfalls alles andere als zu überhörenden Leistungen an den Instrumenten kann man aber noch immer von einer gewissen Sogwirkung sprechen, die es vermag den Hörer lange an das Album zu binden. Der mächtig erscheinende Bandname und das schmucke Artwork versprechen also nicht zu viel: es lohnt sich zweifelsohne, das handwerklich schier perfekt inszenierte OVERCOMING LIMITS für sich zu entdecken.

Absolute Anspieltipps: ECHOES WITHIN, MYSTERY, TILL THE END


75button

„Gut, aber da geht noch mehr.“

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