Metal-CD-Review: VAN CANTO – Voices Of Fire (2016)

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Alben-Titel: Voices Of Fire
Künstler / Band: Van Canto (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. März 2016
Land: Deutschland
Stil / Genre: Acapella Power Metal
Label: earMusic

Alben-Lineup:

Ross Thompson – Vocals (high, rakkatakka)
Sly – Vocals (lead)
Inga Scharf – Vocals (lead)
Stefan Schmidt – Vocals (low, rakkatakka), Vocals (wah-wah)
Bastian Emig – Drums
Jan Moritz – Vocals (bass)

Track-Liste:

1. Prologue (02:56)
2. Clashings on Armour Plates (04:06)
3. Dragonwake (05:12)
4. Time and Time Again (04:22)
5. All My Life (04:12)
6. Battleday’s Dawn (03:27)
7. Firevows (Join the Journey) (03:52)
8. The Oracle (04:53)
9. The Betrayal (04:07)
10. We Are One (05:27)
11. The Bardcall (04:45)
12. To Catharsis (04:53)
13. Epilogue (00:50)

Mächtiges Feuerwerk oder doch nur ein zu übersehender Funkenschlag ?

Neben unzähligen eher typischen Power Metal-Combos gibt es sic her auch eine handvoll spezhielle – oder gar solche, die ein eigenes Subgenre kreiert haben oder aber zumindest als Galionsfigur für ein eben solches fungieren. VAN CANTO jedenfalls stehen wie niemand sonst für das Genre des Acapella Power Metal – was in diesem Fall bedeutet, dass man auf die sonst übliche Metal-Instrumentierung weitestgehend verzichet. So kommen weder die ibn diesem Genre eigentlich unverzichtbsaren Gitarren noch ein Bass vor; lediglich ein Schlagzeug ist zu hren. Dennoch kommt bei den immerhin 6 Mitgliedern keine Langeweile auf – von denen ganze 5 für den Gesang respektive die speziellen Stimm-Zusätze in der Musik von VAN CANTO zuständig sind. Begonnen hat die Band bereits im Jahr 2006 – das Debütalbum A STORM TO COME zeigte erstmals auf, dass das eher ungewönlicghe Konzept durchaus aufgeht. Es folgten weitere Studioalben, von denen man das 2010’er TRIBE OF THE FORCE (Review) problemlos als bisherige Krone der Schpfung bzeichnen könnte. Das letztaktuelle Album DAWN OF THE BRAVE (Review) indes schnitt bei weitem nicht so gut ab – was zum Teil auch daran lag, dass sich ein gewisser Wiederholungs-Effekt einstellte und einzelne Mitglieder in ihren Darbietungen dezent schwächelten.

Mit VOICES OF FIRE kommt nun also das mittlerweile sechste Album der Stimmakrobaten daher, wobei wie schon zuvor gilt: die typischen, mittlerweile etablierten VAN CANTO-Trademarks sind abermals enthalten. Eben die machen das Album noch immer zu etwas besonderem, zumindest im direkten Genre-Vergleich – auch wenn VAN CANTO verständlicherweise nicht mehr für einen Überraschungseffekt a’la TRIBE OF THE FORCE sorgen können. Doch hat man sich zweifelsohne Gedanken gemacht, wie das neue Material am besten zu präsentieren wäre. Und tatsächlich: durch die Zusammenarbeit mit dem Autor Christoph Hardebusch sowie dem bekannten London Metro Voices-Chor ist ein inhaltlich interessantes, wuchtig klingendes Konzeptalbum enstanden – welches unter anderem auch durch zaqhlreiche Erzähl-Passagen für reichlich Atmosphäre sorgt. Im Kern bleiben VAN CANTO aber VAN CANTO – und präsentieren in 13 (oder 11, abzüglich Intro und Outro) Titeln das, was sie schon immer am besten konnten; einen angenehm schmackigen Acapella Power Metal mit einem expliziten Hang zum hymnischen. Anders gesagt: VOICES OF FIRE bietet zumindest fpr fans der Combo nichtu nbedingt viel neues, doch das erfrischende Rahmen-Konzept sorgt durchaus für einen nicht unerheblichen frischen Wind. Einen, der nach dem etwas langatmigen DAWN OF THE BRAVE auch von Nöten gewesen ist.

Und so könnten sich auch an VOICES OF FIRE die Geister scheiden. Jene, die seit jeher weniger mit dem speziellen Konzept der Band anfangen konnten werden auch dieses Mal nicht bekehrt; dafür sind die Veränderungen zu marginal – langjährige Fans oder interessierte Neueinsteiger könnten oder werden aber voll auf ihre Kosten kommen. Nicht zuletzt, da die Bandmitglieder absolut in Form sind und VOICES OF FIRE somit insgesamt wieder deutlich mehr Pepp hat als sein Vorgänger. Hinzu kommt, dass der einstweilen epische chorale Anstrich der Kompositionen (wie in DRAGONWAKE) wunderbar funktioniert. Alles andere muss man für sich selbst entscheiden – schließlich wartet das Album auch mit einigen eher schwerlich zündenden Nummern (wie TIME AND TIME AGAIN oder FIREVOWS) auf.

Absolute Anspieltipps: DRAGONWAKE, BATTLEDAYS DAWN, THE BARDCALL


70button

„Keine Offenbarung, aber ein solides Release.“

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