Metal-CD-Review: DELIRION – Silent Symphony (2009)

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Alben-Titel: Silent Symphony
Künstler / Band: Delirion (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 22. Juli 2009
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Spiritual Beast

Alben-Lineup:

Rafa Carmona – Bass
Sergio Sáez – Guitars
Ana de Miguel – Keyboards
Christopher Ripoll – Vocals
Román Planelles – Drums

Track-Liste:

1. Rising Sun (00:48)
2. Silent Symphony (05:12)
3. Behind the Fog (03:21)
4. Return to Serenity (04:25)
5. Life Through a Broken Mirror (06:33)
6. The Light of Your Eyes (04:34)
7. Interlude (00:45)
8. Take Me Away (04:14)
9. Delirion (04:34)
10. I Lose Control (05:29)
11. Save My Soul (04:56)

Die Spanier haben’s einfach im Blut.

Ob nun in der hiesigen Landessprache oder in einer international zugänglicheren Variante – wenn es um die Herkunftsländer von erstklassigen Power Metal-Acts geht, ist Spanien definitiv auf dem Vormarsch. Schließlich gesellen sich zu den alten und längst weltweit bekannten alten Hasen wie TIERRA SANTA, DARK MOOR oder WARCRY auch immer mehr vielversprechende Neueinsteiger. Die 2003 als SOULBURN gegründete, später dann umbenannte Genre-Combo DELIRION gehört zweifelsohne dazu – auch wenn ihr 11 Titel starkes, sich auf zwei vorherige Demo-Veröffentlichungen stützendes Debütalbum SILENT SYMPHONY noch Luft nach oben lässt. Die hauptsächlichen Gründe hierfür sind allerdings nicht im Bereich der guten handwerklichen Leistungen oder des Songwritings zu suchen; sogar die Produktionsqualität und Abmischung klingen für ein Debütalbum angenehm ausbalanciert. Was SILENT SYMPHONY dennoch nicht oder nur ansatzweise hat, sind markante Alleinstellungsmerkmale – das Album wirkt insgesamt wie ein absolut typisches europäisches Genre-Release ohne einzelne Elemente oder Momente, die das Zeug dazu haben wirklich im Gedächtnis zu bleiben.

Immerhin: die Nutzung von dezenten, gut abgemischten symphonischen Elementen und stimmigen Chören geht auf, und verleihen dem Ganzen einen angenehm hymnischen Anstrich (BEHIND THE FOG). Im Gegensatz dazu stehen aber auch immer wieder Momente, in denen sich DELIRION nicht ganz so stimmig inszenieren – wie etwa in Bezug auf den angestrengten Leadgesang in RETURN TO SERENITY. Die absolut zu vernachlässigende, merkwürdig künstlich klingende  Ballade THE LIGHT OF YOUR EYES gehört sicher auch nicht zum besten, was das Album zu bieten hat – und der einstweilen überbordende Einsatz des Keyboards (wie in TAKE ME AWAY) übertrifft selbst den von Genre-Kollegen wie DREAMTALE. Was bleibt, sind eine handvoll gelungener Nummern – die vor allem Freunde von klassischen europäischen Acts ansprechen sollte. Kurios, und erst aus heutiger Sicht (2016) feststellbar: DELIRION klingen mitunter exakt so wie die ab 2011 aktiven Italiener von 4TH DIMENSION. Vielleicht galt die SILENT SYMPHONY ja als Anschauungsmaterial ?

Absolute Anspieltipps: BEHIND THE FOG, DELIRION, I LOOSE CONTROL


70button

„Gut – aber nicht herausragend.“

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