Metal-CD-Review: DELIRION – Lotus (2010)

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Alben-Titel: Lotus
Künstler / Band: Delirion (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 22. Juli 2009
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Spiritual Beast

Alben-Lineup:

Sergio Sáez – Guitars
Ana De Miguel – Keyboards
Christopher Ripoll – Vocals
Germán Carbonell – Drums
Rafa Carmona – Bass

Track-Liste:

1. 1.1.1 (01:11)
2. Lotus (03:54)
3. Still Unlabeled (05:08)
4. Seeds of Life (04:58)
5. Walls and Waves (04:50)
6. Nightmare Howls (03:57)
7. Unpredictable (04:22)
8. Miracles (04:35)
9. Strangers in Life (04:30)
10. Mother (04:39)
11. Breaking the Silence (04:52)
12. The Last Ray of the Sun (04:26)

Huldige der erhabenen Kraft der Lotusblüte.

Dafür, dass eine Band zwei Studio-Alben in einer vergleichsweise schnellen Abfolge veröffentlicht; kann es mehrere Gründe geben. Im besten Fall verfügt eine entsprechende Combo über eine Vielzahl von Ideen und kann schlicht nicht mehr warten, die Welt erneut mit ihrer hoffentlich großartigen Musik zu beglücken. Im schlechtesten Fall dagegen droht man, sich doch bloß nur zu wiederholen und bereits bestehende Konzepte zu recyceln – ob bewusst oder unbeabsichtigt. Vor eben jenem potentiellen Problem standen auch die spanischen Power Metaller von DELIRION – die nach ihrem überraschenden Debütalbum SILENT SYMPHONY (Review) gerade einmal 10 Monate gebraucht haben um ihr Zweitwerk LOTUS vorzulegen. Glücklicherweise stellen sich etwaige schlimme Befürchtungen aber schnell als irrelevant heraus – auch das zweite Album der Spanier strotzt vor Energie, und kann mit einem höchst soliden Handwerk sowie einer rundum gelungenen Produktion überzeugen. Tatsächlich geht man auf LOTUS aber noch einen Schritt weiter. Denn während schon der Vorgänger ganz ähnliche Vorzüge hatte, kümmerte man sich nun offenbar vermehrt um zunächst kaum auszumachende Alleinstellungsmerkmale. Im Ergebnis klingt LOTUS so schon einmal deutlich anders als sein Vorgänger – den man getrost als typisches Power Metal-Album der europäischen Spielart einstufen konnte. LOTUS hingegen klingt von den ersten Momenten des Openers an etwas anders – sicher auch, da DELIRION Veränderungen an ihrem allgemeinen Sound vorgenommen haben.

Veränderungen, die sowohl positive als auch dezent negative Wirkungen nach sich ziehen. So ist es interessant zu hören, dass sich DELIRION noch stärker auf eine symphonische Klang-Komponente fokussieren, das Tempo insgesamt eher drosseln und ihre Song-Strukturen nun deutlich progressiver gestalten. Das erscheint nur sinnig und klingt im großen und ganzen ansprechend – wäre da nur nicht der berühmt-berüchtigte Wiederholungseffekt. Denn: viele Momente oder gar ganze Nummern ähneln sich einstweilen stark; woran die üppigen symphonischen Hintergrundkulissen nicht ganz unschuldig sind. So stark, dass man im schlimmsten Fall Probleme haben könnte; die einzelnen Titel überhaupt auseinanderzuhalten. Immerhin: das Keyboard sorgt nun für deutlich weniger elektronisch und fremdartig klingende Elemente, das Songwriting ist interessanter – und der Leadgesang von Christopher Ripoll hat sich qualitativ verbessert. Das bedeutet allerdings nicht, dass seine Darbietung als besonders herausragend bezeichnet werden könnte – noch immer erscheint sein Gesang etwas angestrengt und generell eher seicht. Dennoch: wer sich schon mit dem Debütalbum anfreunden konnte, wird auch mit dem Nachfolger LOTUS seine Freude haben.

Absolute Anspieltipps: LOTUS, STILL UNLABLED, SEEDS OF LIFE, STRANGERS IN LIFE


70button

„Ebenso gelungen wie der Vorgänger.“

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