Metal-CD-Review: DALRIADA – ÁLDÁS (2015)

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Alben-Titel: ÁLDÁS
Künstler / Band: Dalriada (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. September 2015
Land: Ungarn
Stil / Genre: Folk Metal w/ Power
Label: Nail Records

Alben-Lineup:

András Ficzek – Vocals, Guitars
Tadeusz Rieckmann – Drums, Vocals (harsh), Vocals (backing)
Laura Binder – Vocals, Flute, Violin
Mátyás Németh Szabó – Guitars
István Molnár – Bass
Ádám Csete – Bagpipes, Flutes, Guitars (acoustic), Vocals (backing)
Gergely „Szög“ Szabó – Keyboards, Vocals (backing)

Track-Liste:

1. Intro (01:43)
2. Amit ad az ég (Álmos búcsúja) (04:41)
3. Dózsa rongyosa (06:08)
4. Úri toborzó (07:10)
5. Áldás (04:52)
6. Világfa (04:43)
7. Zivatar (04:45)
8. Moldvageddon (03:33)
9. Hamu és gyász (05:51)
10. Futóbetyár (05:50)
11. Fele zivatar (04:20)

Eine Sensation irgendwo zwischen Folk und Power Metal.

Wer bereits einmal das Vergnügen hatte, ein Album der aus Ungarn stammenden Folk Metal-Combo DALRIADA auf die Lauscher zu bekommen; der weiß um den durchaus speziellen und unverkennbaren Sound der aktuell 7-köpfigen Band. Schließlich fungiert der Begriff des Folk Metal in diesem Fall nur als übergeordneter Begriff – und gibt die ungefähre Marschrichtung der aus vielen Einflüssen bestehenden Musik vor. Letztendlich geht es DALRIADA aber auch gar nicht um das treffsichere Bedienen von einzelnen Fangruppen – sondern vielmehr um eine möglichst stimmige, atmosphärische und unterhaltsame Inszenierung von Inhalten; die eng mit dem Begriff der ungarischen Volkstümlichkeit korrespondieren. Diesen markanten Einblick in die Ungarische Geschichte, und darüber hinaus in allerlei Mythen und Sagen gewähren DALRIADA dabei in erster Linie jenen, die der hiesigen Landessprache mächtig sind. Das mag zunächst etwas schade sein, zumal die Sprachbarrieren selbst mit Mühe wahrlich nicht leicht zu durchbrechen sind. Andererseits aber wird man auch in Anbetracht des neuen Albums ÁLDÁS zu keinem Zeitpunkt den Wunsch äußern, dass DALRIADA ihre Musik auch international zugänglicher gestalten sollten. Dass, was die Band hier auf ihrem mittlerweile achten Studio-Album präsentiert; wirkt schließlich auch so – und das nicht zu knapp.

Es scheint gar, als hätten sich DALRIADA im Vergleich zu ihrem schon sehr guten Vorgänger NAPISTEN HAVA (Review) noch einmal gesteigert – und das ganz ohne ein jegliches Wiederholungs-Gefühl. Im Gegenteil: ob nun als Neueinsteiger oder Kenner der älteren Alben, ÁLDÁS klingt angenehm frisch – und spielt die typischen Stärken der Band vollends aus. Seien es die markant klingenden Folk-Elemente, sei es die knackige aber niemals zu schroffe oder abgedroschene Metal-Instrumentierung, seien es der starke und dieses Mal öfter zweistimmige Leadgesang oder die hervorragend inszenierten Chöre – musikalisch stimmt hier von vorne bis hinten alles. Gerade die Tatsache, dass DALRIADA ihren Folk Metal deutlich weniger aggressiv inszenieren als so manch andere Genre-Combo (und man manche Instrumental-Passagen auch locker im Bereich des Power Metal verorten könnte), hebt sie von der Konkurrenz ab – und macht die Musik auch jenen schmackhaft, die sich vielleicht nicht direkt als Anhänger der Metal-Gemeinde bezeichnen würden. Für diese anderen, mit ÁLDÁS zweifelsohne auch leicht zu ködernden Hörergruppen wird schließlich auch einiges geboten; gerade im Bereich der klassisch-traditionellen Instrumente und der beschwingten Rhythmen.

Trotz allem bleibt die Band in allem was sie macht glaubwürdig – wobei das in diesem Fall sogar noch eine untertriebene Formulierung ist. Viel eher sollte man sagen, dass DALRIADA in ihrer Musik aufgehen, sie im wahrsten Sinne des Wortes leben – und vielseitig Musik-interessierte netterweise an dieser außergewöhnlichen Reise teilhaben lassen. Eine Reise, die nur selten etwas langatmiger ausfällt – wie beispielsweise in ZIVATAR oder dem doch etwas überdrehten und gewöhnungsbedürftigen MOLDVAGEDDON. Davon abgesehen gibt es aber nichts bemängeln – ÁLDÁS ist ein fast perfektes Album geworden.

Absolute Anspieltipps: AMIT AD AZ EG, DOZSA RONGYOSA, ALDAS, FUTOBETYAR


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„Ein weiterer Höhepunkt in einer außergewöhnlichen Band-Diskografie.“

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