Metal-CD-Review: KAMELOT – Ghost Opera (2007)

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Alben-Titel: Ghost Opera
Künstler / Band: Kamelot (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. Juni 2007
Land: USA
Stil / Genre: Prog Power Metal
Label: Steamhammer

Alben-Lineup:

Khan – Vocals
Thomas Youngblood – Guitars
Glenn Barry – Bass
Casey Grillo – Drums
Oliver Palotai – Keyboards

Track-Liste:

1. Solitaire (01:00)
2. Rule the World (03:40)
3. Ghost Opera (04:06)
4. The Human Stain (04:01)
5. Blücher (04:03)
6. Love You to Death (05:13)
7. Up Through the Ashes (04:59)
8. Mourning Star (04:37)
9. Silence of the Darkness (03:43)
10. Anthem (04:24)
11. EdenEcho (04:13)

Geistergeschichten aus der KAMELOT-Oper.

Eine markante Diskografie wie die von KAMELOT rückwirkend zu entdecken und zu erforschen, ist schon eine spannende Angelegenheit. Wie es sich in den bisherigen Reviews (siehe Link) zeigte, war und ist aber selbst eine Pionier-Band wie diese nicht vor kleineren Fehlschlägen gefeit. Damit ist nicht nur der verdächtig verhaltene Band-Auftakt in der Mitte der 90er Jahre gemeint, in der noch ein gewisser Mark Vanderbilt den Leadgesangsposten übernahm (1991-1997) – sondern auch ein durchaus polarisierendes, persönliches und dezent experimentelles Werk wie THE BLACK HALO (Review). Dessen Nachfolger ist das 11 Titel starke GHOST OPERA aus dem Jahre 2007 – ein Album; welches wie die vorherigen auf einige der typischen, nicht mehr wirklich überraschenden KAMELOT-Trademarks setzt. Trademarks, die aber in jedem Fall funktionieren und der Band weiterhin einen enorm eigenständigen, unverkennbaren Sound verleihen. So inszenieren KAMELOT auch ihre neuerliche GHOST OPERA explizit theatralisch und mit einem starken Fokus auf den Leadgesang sowie die vergleichsweise schwer verdaulichen Textinhalte – wobei immer wieder Elemente des Symphonic und auch Gothic Metal zu entdecken sind.

Vor allem der Auftakt des Albums fällt hierbei überraschends stark aus: RULE THE WORLD und der titeltrack GHOST OPERA lassen keine Wünsche offen, und legen die Messlatte für die noch folgenden Titel entsprechend hoch. Vielleicht sogar so hoch, dass die Erwartungen im weiteren Verlauf nicht mehr wirklich erfüllt werden können. Zwar ist das hier präsetneirte Material vor allem handwerklich und von seiner Präsetnation her über viele Zweifel erhaben, und Leadsänger Roy Khan verleiht dem ganzen tatsächlich den Anstrich einer düsteren, für Genre-Verhältnisse anspruchsvollen Oper. Doch kann man sich auch nicht des einrucks erwehren, als hätte sich speziell im mittelteil eine gewisse Gleichfärmigkeit eingeschlichen. Viele der hier präsetnieren Titel sind schließlich recht ähnlich gestrickt – mit dramatisch inszenierten, symphonisch aufgeladenen Strophen auf der einen; und auflockernden, gerne mal von weiblichen Gesängen unterstützten Refrains. Im schlimmsten Fall könnte man gar der theatralischen Inszenierung überdrüssig werden – wenn statt der ein oder anderen knackigen Hymne Titel wie das fast schon übertrieben wirkende LOVE YOU TO DEATH, das extrem schwergängige MOURNING STAR oder der relativ nichtssagende, mit ärgerlichen Stimmverzerreffekten gespickte ANTHEM folgen. Letztendlich bleibt GHOST OPERA der herausragendste der 11 präsentierten Titel – alle anderen sind nicht schlecht, aber eben auch nicht herausragend.

Absolute Anspieltipps: RULE THE WORLD, GHOST OPERA, UP THROUGH THE ASHES, SILENCE OF THE DARKNESS

70button

„Handwerklich und gesanglich überragend – aber insgesamt fast schon zu theatralisch.“

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