Metal-CD-Review: GALDERIA – Royaume De L‘ Universalité (Demo, 2009)

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Alben-Titel: Royaume De L‘ Universalité (Demo)
Künstler / Band: Galderia (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 09. Mai 2009
Land: Frankreich
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

J.C. – Drums
Tom – Guitars
Seb – Vocals
Verdo – Bass

Track-Liste:

1- Reptilian Tyrants (4:48)
2- Far Space (Demo Version) (4:19)
3- Someday Somewhere (5:22)
4- Children of Tomorrow (3:56)
5- Children of Light (3:34)
6- The Book of Stars (6:10)
7- Starchild (4:29)
8- One Million Dreams (Demo Version) (5:00)
9- Dreamer (3:30)
10- Aeons (0:56)
11- Raising Hell (3:52)
12- Dance of Life (3:21)
13- Gate of Mind (4:31)
14- Universality (Demo Version) (4:19)
15- Out of Control (4:07)

Eine Demo wie eine groß angelegte Korrektur.

Im Jahre 2009 war alles offen für die aufstrebenden französischen Power Metaller von GALDERIA. Nach einer überraschend guten ersten EP (THE STARLORD aus dem Jahre 2008, Review) und einem schon nicht mehr ganz so herausragenden, stark experimentellen und weitestgehend zahmen Demo-Nachfolger aus dem Jahre 2009 (PUISSANCE ET UNITE, Review) sollte man mit der im gleichen Jahr nachgeschobenen Demo ROYAUME DE L‘ UNIVERSALITÉ endlich wieder den richtigen Weg einschlagen. Und tatsächlich: das, was später als quasi-Steilvorlage für das erste Studioalbum der Band (THE UNIVERSALITY aus dem Jahre 2012, Review) dienen sollte, lässt sich durchaus hören. Zumindest insofern, als dass GALDERIA hier die erste handfeste Basis für noch kommendes legen sollten – und man sich ab jetzt nur noch über allgemeinere Dinge wie den Leadgesang oder die weitestgehend positiv gestimmten, an das Universum gerichteten Textinhalte streiten konnte. Wenn man es denn wollte – einen Grund dafür gibt es aber eigentlich nicht. GALDERIA hatten sich schließlich schon früh einer explizit weichen und wenn man so will sphärischen Spielart des Power Metal verschrieben, in der Begriffe wie Kitsch und der einer extremen Eingängigkeit durchaus eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

Leicht problematisch ist dennoch, dass GALDERIA auf dieser Demo einstweilen etwas zu plump klingen und es sich gefühlt etwas zu einfach machen mit ihren kosmischen Hymnen und den sich irgendwann verdächtig ähnlich anhörenden, stets hochtrabenden Refrains. Balladen wie CHILDREN OF TOMORROW haben dagegen ein anderes Problem: die anberaumte Emotionalität bleibt weitestgehend auf der Strecke, wofür speziell die Darbietung des Leadsängers verantwortlich ist. Der klingt zwar durchaus unverwechselbar, aber das ist eben nicht alles – Luft nach oben gibt es jedenfalls reichlich. Schlussendlich: wer schon beim reinen Lesen eines Schlagwortes wie dem des Flower Metal bedient ist und eine Band wie FREEDOM CALL am liebsten in das Genre der Popmusik einordnen würde; der wird auch an ROYAUME DE L‘ UNIVERSALITÉ keinen großen Gefallen finden. Alle anderen aber bekommen hier die perfekte Erweiterung dessen geboten, was GALDERIA auf THE STARLORD einführten – nur in einer umfangreicheren, abwechlungsreicheren und stilistisch sichereren Version. Anders gesagt: GALDERIA spielen einen eher soften Power Metal – aber einen recht guten und unterhaltsamen, der schlechter Laune keine Chance gibt und handwerklich (speziell in Bezug auf die Gitarren und die gut arrangierten Hintergrundchöre) eine ordentliche Figur macht.

Absolute Anspieltipps: REPTILIAN TYRANTS, FAR SPACE, STARCHILD


70button

„Eine durch und durch charmante Demo mit kleineren Schwächen.“

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