Metal-CD-Review: KAMELOT – The Black Halo (2005)

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Alben-Titel: The Black Halo
Künstler / Band: Kamelot (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 15. März 2005
Land: USA
Stil / Genre: Prog Power Metal
Label: Steamhammer

Alben-Lineup:

Khan – Vocals
Thomas Youngblood – Guitars
Glenn Barry – Bass
Casey Grillo – Drums

Track-Liste:

1. March of Mephisto (05:28)
2. When the Lights Are Down (03:41)
3. The Haunting (Somewhere in Time) (05:40)
4. Soul Society (04:17)
5. Interlude I: Dei Gratia (00:57)
6. Abandoned (04:07)
7. This Pain (03:59)
8. Moonlight (05:10)
9. Interlude II: Un assassinio molto silenzioso (00:40)
10. The Black Halo (03:43)
11. Nothing Ever Dies (04:45)
12. Memento Mori (08:54)
13. Interlude III: Midnight – Twelve Tolls for a New Day (01:21)
14. Serenade (04:33)

Wenn ein kleiner Stilbruch großes verändert.

Nachdem die US-Amerikanischen Progressive Power Metaller von KAMELOT mit ihrem Alben-Trio aus THE FOURTH LEGACY (Review), KARMA (Review) und EPICA (Review) drei mehr als bemerkenswerte Genre-Beiträge abgeliefert hatten, sollte es 2005 an der Zeit sein für das siebte Studioalbum THE BLACK HALO. Sicher war es nicht ganz leicht, mit eben diesem an das bereits erreichte anzuknüpfen – im besten Falle sinnig, und dass auch noch ohne sich bloß zu wiederholen. Hierbei handelt es sich um eine Feststellung, die wohl auch KAMELOT machten und sich folglich für einige mehr oder weniger dezente Veränderungen entschieden. Veränderungen; die bereits an der bloßen Oberfläche – das heißt beispielsweise dem deutlich different gehaltenen Artwork ohne den einst lieb gewonnenen Farbton Lila – festzumachen sind, sich aber natürlich auch bis in den eigentlichen musikalischen Bereich ausweiten. Dabei fällt eines ganz besonders schnell auf: KAMELOT entfernten sich mit THE BLACK HALO schon deutlicher von ihrem ehemaligen Konzept, markant-poetische und auch mal explizit beschwingte Stimmungen in abwechslungsreichen und stilistisch ausgefeilten Kompositionen zu verbauen. Vor allem der Alben-Auftakt mit den gradlinigen Titeln MARCH OF MEPHISTO (inklusive einiger nicht wirklich guter Hintergrundgesänge) und WHEN THE LIGHTS ARE DOWN (inklusive einer ungewohnt elektronischen Komponente) klingt so anders als alles, was man bisher von KAMELOT gewöhnt war. Zwar setzten KAMELOT auch hier noch auf typische Markenzeichen wie eine eher düstere Stimmung und den Einsatz von ganz bestimmten Elementen und Untertönen – doch fallen gerade die nicht mehr so stimmig aus wie dereinst.

Relativ gleichförmige und Highlight-arme Titel wie THE HAUNTING, THIS PAIN oder MOONLIGHT stellen dann noch einmal klar, dass die hier eher ernüchternde Wirkung nicht aus den Leistungen der einzelnen Mitglieder resultiert (was sicher noch unverständlicher wäre) – sondern vielmehr aus einem erstmals verdächtig langatmigen Songwriting und dem Ausbleiben eines jeglichen Aha-Effekts. Dementsprechend machen auch die drei vorgesehenen Interludien nicht viel Sinn, die in Bezug auf den Vorgänger EPICA noch als echter Zugewinn bezeichnet werden konnten. Stichwort EPICA: wo vom zuvor noch davon absehen sollte, sich einzelne Titel herauszupicken und das Album eher als Ganzes auf sich wirken lassen konnte; ist bei THE BLACK HALO das absolute Gegenteil der Fall. Das Album ist schlicht zu unspektakulär und gleichförmig, als dass man es in einem Zug genießen könnte – und letztendlich auch zu wenig emotional. So bleibt es bei einer handvoll gelungener Nummern, die es sich herauszupicken gilt – wie das symphonisch angehauchte SOUL SOCIETY, der Titeltrack THE BLACK HALO oder auch NOTHING EVER DIES. Analog zu den noch immer hervorragenden handwerklichen Leistungen vor allem in Bezug auf den Leadgesang (und die einstweilen zu Rate gezogene weibliche Unterstützung) sowie die schmackige Produktion kann so schlimmeres verhindert werden. Doch im Vergleich zu THE FOURTH LEGACY, KARMA oder EPICA muss THE BLACK HALO deutlich hintenan stehen.

Absolute Anspieltipps: SOUL SOCIETY, THE BLACK HALO, NOTHING EVER DIES

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„Alles, was EPICA und dessen Vorgänger ausmachte; sucht man in Bezug auf THE BLACK HALO vergebens.“

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