Metal-CD-Review: AETHRA – Intoxicating Evolution (Demo, 2005)

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Alben-Titel: Intoxicating Evolution (Demo)
Künstler / Band: Aethra (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2005
Land: Mexiko
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Tex – Guitars
René Almaguer – Keyboards
Walo – Vocals
Alan Gómez – Bass
Lanke – Drums, Percussion

Track-Liste:

1. Drop in the Sky (06:11)
2. Far Beyond the Distant Skies (05:33)
3. Make Me Believe (04:10)
4. Wishmaker (04:15)
5. The Right Way to Home (05:33)
6. In the Eye of the Storm (05:06)
7. When the Sunset Falls (05:50)

Eine unverhoffte Power Metal-Sternstunde aus Mexiko.

Vielleicht hätte alles etwas anders kommen können oder sollen. Rückwirkend lässt sich indes nichts daran ändern, dass die aus Mexiko stammenden Power Metaller von AETHRA im Jahre 2005 leider kein Studioalbum verwirklichen konnten – sondern lediglich eine weitere Demo. Das war nach der 2003’er Überraschung in Form von TALES FROM DISTANT SKIES AND FAR BEYOND (Review) nicht unbedingt zu erwarten, zumal das dort dargebotene Material durchaus erstklassig war und wenn überhaupt nur in Bezug auf die typische Demo-Produktion hintenan stand. Lauscht man nun der zweiten Demo INTOXICATING EVOLUTION, so wird nur noch mehr klar dass AETHRA ein massives Potential an den Tag legten – und es beileibe schade ist, dass sie damals nicht unter Vertrag genommen wurden und die 7 hier präsentierten Titel nicht noch wirksamer haben präsentierten können. Schließlich ist auch die zweite Demo nicht vor einem dezent ungeschliffenen und schroffen Soundeindruck gefeit – der aber nichts daran ändert, dass AETHRA hier das ein oder anderen Melodic Power Metal-Feuerwerk abfackeln. Der vielleicht stärkste Titel der Demo kommt dabei nicht wie zuvor am Ende der Tracklist (man erinnere sich an das starke WINSLOW), sondern bereits an zweiter Stelle: FAR BEYOND THE DISTANT SKIES hat alles, was eine überragende Genre-Hymne braucht und macht schlicht einen Heidenspaß.

Die anderen Titel, der gerne auch mal etwas getragener daherkommen immer wieder balladeske Elemente vorsehen; zeugen dann hauptsächlich von einer vergleichsweise bemerkenswerten und allemal ernst gemeinten Emotionalität. Gerade das ist keine Selbstverständlichkeit im Genre des Power Metal, in dem des Öfteren mit zusammenhanglosem Kitsch um sich geworfen wird. Auch wenn sich AETHRA mit Titeln wie THE RIGHT WAY TO HOME nah an diesbezüglich kritischen Grenzen bewegen, nimmt man ihnen schlicht zu jedem Zeitpunkt ab was sie da von sich geben – was auch am Leadsänger Walo liegt, dem man einfach anhört dass er einiges an Herzblut in dieses Projekt investiert haben muss. Es bleibt somit fraglich, warum die Band im Laufe der vielen Jahre nicht doch noch richtig durchstartete und erst 2011 mit TIME AND ETERNITY (Review) ein sehr solides und rund produziertes, dieser Demo aber theoretisch unterlegenes Debütalbum ablieferten. Diese 2005’er Demo sollte jedenfalls einen ganz besonderen Platz in jeder gut sortierten Genre-Sammlung erhalten.

Absolute Anspieltipps: DROP IN THE SKY, FAR BEYOND THE DISTANT SKIES, WISHMAKER


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„Vielleicht ist sie nicht perfekt, aber: eine stärkere und aussagekräftigere Demo einer Power Metal-Band wird man kaum finden.“

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