Metal-CD-Review: KAMELOT – The Fourth Legacy (1999)

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Alben-Titel: The Fourth Legacy
Künstler / Band: Kamelot (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 28. Juli 2008
Land: USA
Stil / Genre: Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Khan – Vocals
Thomas Youngblood – Guitars
Glenn Barry – Bass
Casey Grillo – Drums

Track-Liste:

1. New Allegiance (00:54)
2. The Fourth Legacy (04:55)
3. Silent Goddess (04:13)
4. Desert Reign (01:39)
5. Nights of Arabia (05:24)
6. The Shadow of Uther (04:45)
7. A Sailorman’s Hymn (04:05)
8. Alexandria (03:53)
9. The Inquisitor (04:35)
10. Glory (03:42)
11. Until Kingdom Come (04:11)
12. Lunar Sanctum (05:57)

Angekommen und abgeliefert.

Wie es der Alben-Titel sowie die markante Farbgebung des Artworks bereits dezent implizieren, handelt es sich bei FOURTH LEGACY um das vierte Studioalbum der US-Amerikanischen Power Metaller von KAMELOT. Viel wichtiger als das erscheint aber die Tatsache, dass es das zweite Album unter der Führung des erst kurz zuvor verpflichteten neuen Leadsängers Roy S. Khan ist – der auf dem Vorgänger SIEGE PERILOUS (Review) sein noch stark ausbaufähiges Debüt inszenierte. Und tatsächlich: trotz dessen, dass gerade einmal etwas mehr als ein Jahr ins Land gegangen war; steigerten sich KAMELOT um ein vielfaches. Und das in so gut wie allen Belangen: von der Produktionsqualität und Präsentation über das musikalische Handwerk bis hin zu den Inhalten und zur letztendlich erzielten Wirkung stimmte nun endlich alles. Mit ein Grund für die stimmige Gesamtwirkung des Albums ergibt sich auch aus dem typischen KAMELOT-Sound, für den die Band später berühmt und berüchtigt werden sollte. Typisch bedeutet in diesem Fall aber eher gegenteiliges – denn schließlich waren KAMELOT eine der ersten Combos, die es geschafft haben explizit düstere und getragene Elemente geschickt in antreibenden Power Metal-Kompositionen zu verbauen.

THE FOURTH LEGACY ist so gesehen der erste Meilenstein auf diesem Weg. Ein Meilenstein, dem so gesehen eigentlich nur positives anhaftet – bis auf die Tatsache, dass er die ersten drei Alben der Band konsequent in den Schatten stellt; ja wenn nicht gar verzichtbar erscheinen lässt. Schließlich lässt es sich erst hier entdecken, das voll ausgenutzte Potential der Band – welches zuvor nur angedeutet, aber eben noch nicht sinnig ausgeschöpft wurde. Ein sehr gutes Beispiel dafür liefert bereits der Opener und Titeltrack THE FOURTH LEGACY – bei dem vom markanten Riffing über die nunmehr hervorragende Gesangsdarbietung bis hin zu einem kongenialen Refrain alles richtig gemacht wurde. Den weiteren Verlauf zeichnet dann vor allem eine gewisse Vielfalt aus: das instrumentale Zwischenspiel DESERT REIGN sowie NIGHTS OF ARABIA versetzen den Hörer in ganz und gar abenteuerliche Gefilde, THE SHADOW OF UTHER fungiert als feucht-fröhliche Genre-Hymne, A SAILORMAN’S HYMN und GLORY als überzeugende Balladen. Schade ist nur, dass einige wenige der hier präsentierten Titel leicht aus dem Rahmen fallen – aber nicht weil sie wie etwa LUNAR SANCTUM anders klingen, sondern eher da ihnen der nötige Feinschliff, das gewisse Etwas fehlt. Beispielsweise liefern SILENT GODDESS oder THE INQUISITOR nur wenige Gründe, sie nicht doch zu skippen – doch insgesamt bleibt es bei einem Tropfen auf dem heißen Stein. KAMELOT lieferten hier plötzlich nicht mehr nur zufriedenstellend ab – sondern sorgten für ihr erstes handfestes Kult-Album, welches dementsprechend auch bis heute nachhallt.

Absolute Anspieltipps: THE FOURTH LEGACY, NIGHTS OF ARABIA, THE SHADOW OF UTHER, GLORY


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„Das klingt nach Kult.“

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