Metal-CD-Review: AETHRA – Tales From Distant Skies And Far Beyond (Demo, 2003)

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Alben-Titel: Tales From Distant Skies… (Demo)
Künstler / Band: Aethra (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2003
Land: Mexiko
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Tex – Guitars
René Almaguer – Keyboards
Walo – Vocals
Alan Gómez – Bass
Daniel Pastor – Drums
Beto – Guitars

Track-Liste:

1. Overture (01:24)
2. Valley of Dawn (05:44)
3. Riding the Wings of Time (05:56)
4. The Mountain Behind the Sky (05:15)
5. Brave Sword (05:04)
6. Heart to Heart (05:19)
7. The Prophet (04:08)
8. Winslow (05:41)

Von längst vergessenen oder noch nie wahrgenommenen Ambitionen.

2003 war wie so viele ein gutes Jahr für den Power Metal – egal ob für alteingesessene Combos oder aber frische Neueinsteiger. Einer von eben jenen, zweifelsohne weniger bekannten waren auch AETHRA aus Mexiko. Auch wenn die Band schon 1994 gegründet wurde, machte sie erst 2003 mit einem ersten handfesten Lebenszeichen in Form der TALES FROM DISTANT SKIES AND FAR BEYOND-Demo auf sich aufmerksam. Eine Demo, die in kompletter Eigenregie verwirklicht wurde und mit 8 Titeln sowie einer Spielzeit von immerhin knappen 40 Minuten daherkommt. AETHRA hatten sich dabei schon früh der Spielart des Symphonic Power Metal verschrieben, und bedienten wie viele andere Bands aus hiesigen Genre-Gefilden eine eher typische Bandbreite an Themen – waren damit aber immerhin in ihrem Heimatland Mexiko recht allein auf weiter Flur. Umso größer ist die Überraschung, dass die erste Demo der Band dann doch noch einige Alleinstellungsmerkmale aufweist. Solche, die beileibe nicht perfekt umgesetzt wurden; aber doch eine vergleichsweise dichte Atmosphäre heraufbeschwören und theoretisch dazu in der Lage wären, den geneigten Genre-Fan explizit zu fesseln. Die üppig ausstaffierten symphonischen Kompositionen sowie der großzügige Einsatz des Keyboards beispielsweise hinterlassen einen markanten Eindruck – auch wenn sie sich nah an der Grenze des Kitschs bewegen und einige Momente dezent überladen klingen lassen (Stichwort BRAVE SWORD).

Letztendlich haben es AETHRA aber geschafft, einen grundsätzlich erstklassigen Genre-Beitrag abzuliefern. Einen, der lediglich unter der nicht optimalen Produktion leidet –  die dafür sorgt, dass leider doch einiges auf der Strecke bleibt und Erinnerungen an die altehrwürdigen ersten Demos von RHAPSODY wach werden lässt. Dennoch versprüht ein Großteil der enthaltenen Titel einen gewissen Charme – vornehmlich, da das Zusammenspiel des großzügig agierenden Keyboards, des hohen Leadgesangs und der schroffen Riffs weitestgehend stimmt. Spätestens mit dem Rausschmeißer WINSLOW liefern AETHRA dann klar einen der besten Titel der Demo ab – schade ist nur, dass ausgerechnet dieser mit einem ärgerlichen Fade-Out endet. Insgesamt macht die Demo aber ausreichend Laune, sodass man problemlos von einem echten Geheimtipp sprechen kann.

Absolute Anspieltipps: RIDING THE WINGS OF TIME, THE MOUNTAIN BEHIND THE SKY, WINSLOW


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„Die schwache Produktion kann kaum darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier um erstklassiges Genre-Material handelt.“

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