Metal-CD-Review: SUNRISE – Liberty (2007)

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Alben-Titel: Liberty
Künstler / Band: Sunrise (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2007
Land: Ukraine
Stil / Genre: Power Metal
Label: Metalism Records

Alben-Lineup:

Konstantin Naumenko – Vocals
Vitaliy Petrichenko – Guitars
Sergey Moroz – Drums
Alexander Nazarenko – Bass
Vladimir Ovcharov – Guitars
Eduard Fefer – Keyboards

Track-Liste:

1. Born to Find (05:47)
2. Gone with the Time (03:30)
3. Illusion of Life (06:26)
4. Lies and Truth (06:01)
5. Hear Me (07:41)
6. Stay with Me (03:36)
7. Look to Eternity (03:04)
8. Inside of the Rising Sun (06:09)
9. Can You Feel the Pain? (05:08)
10. Travel (05:25)
11. Ілюзія життя (06:33)

Lasst die Show beginnen.

LIBERTY ist das Debütalbum der aus der Ukraine stammenden Power Metaller von SUNRISE. Zweifelsohne handelt es sich hier um eine Band die schon früh aufzeigte, dass reichlich Potential in ihr steckt – und die dementsprechend auch als Geheimtipp in so mancher Genre-Playlist fungierte. Denn eines spürt man in Anbetracht der insgesamt 10 beziehungsweise 11 präsentierten Titel sofort: SUNRISE haben eine ordentliche Portion Herzblut in ihr Projekt gesteckt, und sich darüber hinaus auch bemüht einen vergleichsweise eigenständigen Sound zu entwickeln. Und tatsächlich: auch wenn so gut wie alle Elemente aus dem typischen Genre-Repertoire stammen, klingt LIBERTY dezent anders als vieles, was im Jahre 2007 sonst im Genre veröffentlicht wurde. Dass die Band aus der Ukraine stammt, ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal – das sich zwar nicht auf die typisch europäische Spielart auswirkt, aber doch zu einem genaueren Hinhören führt. Eines sollte man dann aber dennoch festhalten: im Gegensatz zu ihren späteren Veröffentlichungen (und damit vor allem dem 2 Jahre jüngeren TRUST YOUR SOUL) klangen SUNRISE im ersten Anlauf noch nicht ganz so markant und ausgefeilt – was mehrere gründe hat. Kurios ist, dass eines der größten Probleme in Bezug auf den Leadgesang von Konstantin Naumenko zu finden ist – der auf dem Debüt mit einer viel zu hohen und wackeligen Kopfstimme sang; und insgesamt einen eher kraftlosen, wenn nicht gar unsicheren Eindruck hinterließ.

An der Instrumenten-Front sorgt vor allem das gelungene Zusammenspiel des markanten Drumming-Parts und der variablen Riffs für Aufsehen – doch reicht das speziell dann nicht, wenn eher minimalistische und leicht balladesk angehauchte Titel wie ILLUSION OF LIFE, HEAR ME oder CAN YOU FEEL THE PAIN präsentiert werden. Die stützen sich schließlich größtenteils auf den in diesem Falle eher angestrengt und unpassend wirkenden, zudem kaum emotional wirksamen Leadgesang. Sobald dann das Tempo angezogen wird, steigt zumindest der Spaßfaktor – sodass SUNRISE Nummern wie LIES & TRUTH, STAY WITH ME oder das heitere INSIDE OF THE RISING SUN leicht von der Hand gehen. Und einen Eindruck hinterlassen, der durch den Zusatz der höchst soliden Produktion und den immer wieder launigen Gitarrensoli eben doch klar über dem Durchschnitt anzusiedeln ist. Wenn man nicht zu viel erwartet und das Album als das betrachtet was es ist – das Debüt einer aufstrebenden Nachwuchs-Combo aus der Ukraine – dann wird das Unterfangen LIBERTY in jedem Fall gelingen. Alle, die bezüglich einer potentiellen Enttäuschung lieber auf Nummer sicher gehen wollen, sollten sich lieber gleich dem Nachfolger TRUST YOUR SOUL widmen.

Absolute Anspieltipps: GONE WITH THE TIME, STAY WITH ME


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„Frisch und überraschend – aber mit deutlichen Schwächen im Leadgesang und in den gemäßigteren Momenten.“

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