Metal-CD-Review: KAMELOT – Dominion (1997)

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Alben-Titel: Dominion
Künstler / Band: Kamelot (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 1996
Land: USA
Stil / Genre: Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Mark Vanderbilt – Vocals
Thom Youngblood – Guitars
Glenn Barry – Bass
David Pavlicko – Keyboards
Richard Warner – Drums

Track-Liste:

1. Ascension (01:25)
2. Heaven (03:39)
3. Rise Again (04:07)
4. One Day I’ll Win (05:39)
5. We Are Not Separate (03:46)
6. Birth of a Hero (05:17)
7. Creation (05:07)
8. Sin (03:36)
9. Song of Roland (04:54)
10. Crossing Two Rivers (04:29)
11. Troubled Mind (04:39)

Von glorreichen und anderen Vergangenheiten.

Nachdem die US-Amerikanischen Power Metaller von KAMELOT mit ihrem Debütalbum ETERNITY (Review) einen überraschend durchschnittlichen, mit Sicherheit noch viel Platz nach oben lassenden Genre-Einstand feierten; sollte gute 2 Jahre später ein erneuter Versuch gestartet werden für Furore zu sorgen. Das schon etwas bekanntere zweite Studiowerk horcht dabei auf den Namen DOMINION, bewegt sich stilistisch klar im ausbaufähigen Fahrwasser des Vorgängers – und übernimmt leider nicht nur dessen Stärken. Abermals wird ein sehr klassischer, wenn man so will bodenständiger Power Metal ohne großartige Schnörkel präsentiert – wobei man die Gefahr, allzu eintönig und emotionslos zu klingen leider nicht vollständig ausgeräumt hat. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall: viele der hier dargebotenen Nummern sind enorm spannungsarm, kommen ohne nennenswerte Höhen und Tiefen daher – und zeugen noch kaum von den späteren Ruhmestaten der Band.

Das liegt mitunter auch an einem der größten Schwachpunkte des zweiten Albums: auch dieses Mal schafft es Leadsänger Mark Vanderbilt nicht, dem Projekt KAMELOT mit einer ansprechenden Gesangsleistung beizukommen. Auch wenn er insgesamt schon etwas stilsicherer auftitt und sich selbst bestimmte Grenzen auferlegt, entsteht schlicht kein besonders markanter oder zur Band passender Eindruck. Im Zusammenspiel mit der ebenfalls nicht optimalen, im schlimmsten Fall als lustlos zu bezeichnenden Produktion ergibt sich so ein stark an den Vorgänger erinnernder Eindruck. Oder anders gesagt: einer, der alles andere als perfekt ist. Auf der Haben-Seite verbucht das Album indes eine größere Vielfalt an markanten Riffs (wie etwa in WE ARE NOT SEPERATE), einen stärken Fokus auf den Bass und einen treffsicheren Einsatz des Schlagzeugs. Und auch das Gefühl, als wären KAMELOT schon zu diesem Zeitpunkt zu so viel mehr imstande gewesen; lässt sich nicht verhehlen. Das leicht progressiv angehauchte RISE AGAIN hat diesbezüglich extrem gute Ansätze, ebenso wie das unterhaltsame Instrumental CREATION. Schlussendlich haben sich KAMELOT mit ihrem zweiten Album aber nur – oder immerhin – sehr dezent gesteigert.

Absolute Anspieltipps: HEAVEN, RISE AGAIN, CREATION


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„Etwas ausgewogener und stilsicherer als der Vorgänger – aber noch weit vom eigentlichen Potential entfernt.“

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