Metal-CD-Review: VHÄLDEMAR – Shadows Of Combat (2013)

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Alben-Titel: Shadows Of Combat
Künstler / Band: Vhäldemar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 01. Mai 2013
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Oscar Cuadrado – Bass
Pedro J. Monge – Guitars
Carlos Escudero – Vocals
Gontzal García – Drums

Track-Liste:

1. Rock City (04:30)
2. Black Thunder (04:22)
3. Danger Street (03:09)
4. The Rest of My Life (04:27)
5. Beginning (01:03)
6. Shadows of Combat (03:39)
7. The Old Man (03:38)
8. Old King’s Visions (Part IV) (04:45)
9. Power of the Night (04:02)
10. End of the World (03:35)
11. Metal & Roll (03:53)
12. Oblivion (01:11)

Von gelungenen und fehlgeschlagenen Experimenten.

Es gibt sie gleichermaßen: Bands, die scheinbar aus dem Nichts kommen und sich direkt an die Spitze etwaiger imaginärer Bestenlisten bugsieren – und solche, die selbst mit relativ hochkarätigem Material im Gepäck ein eher tristes Dasein fristen; zumindest hinsichtlich ihres Bekanntheitsgrades und der internationalen Präsenz. Das gilt wohl auch für die Spanier von VHÄLDEMAR, die es trotz einiger Schwierigkeiten (wie Lineup-Wechsel und Label-Probleme) geschafft haben drei grundsolide, eher weniger bekannte Genre-Alben auf die Beine zu stellen. Den bisherigen Höhepunkt markierte dabei zweifelsohne I MADE MY OWN HELL aus dem Jahre 2003 (Review) – bevor sich die Band für ganze 8 Jahre verabschiedete und mit METAL OF THE WORLD (Review) ein solides Comeback inszenierte. Zwei Jahre später sollte es dann wieder so weit sein: SHADOWS OF COMBAT ist das mittlerweile vierte Album der Band, welches wie schon der Vorgänger in kompletter Eigenregie respektive in den spanischen Chromaticity Studios produziert wurde. Fest steht: bezüglich ihrer Produktion und des rundum schmackigen Soundeindrucks hatten VHÄLDEMAR noch nie sich für den Hörer auswirkende Probleme – vielmehr ging es seit jeher um persönliche Geschmacksfragen und die Frage, ob es wirklich noch eine weitere Power Metal-Band wie diese brauchen würde.

Betrachtet man allein den Leadgesang, so müsste die Antwort eher positiv ausfallen – der kräftig röhrende, kaum vergleichbare Frontmann Carlos Escudero verleiht auch SHADOWS OF COMBAT eine durchaus einzigartige Note. Im Zusammenspiel mit der nach wie vor wuchtig agierenden Instrumenten-Front und dem starken Riffing ergibt sich so auch in der vierten Runde ein recht knackiges Gesamtbild. So lautet zumindest der Ersteindruck oder die Theorie – erst bei näherem Hinhören zeigt sich, dass beileibe nicht alles Gold ist was glänzt. Zweifelsohne präsentiert SHADOWS OF COMBAT das bisher schwächste und wenn man so will auch simpelste Songwriting der Band; verfügt über zahlreiche wirkungslose, manchmal sogar direkt nervige Refrains – und scheint darüber hinaus auch dezente Selbstfindungs-Probleme zu haben. Irgendwo zwischen anderen eher hymnisch veranlagten Genre-Bands wie MANOWAR, der Andersartigkeit und Größe einer Combo wie WUTHERING HEIGHTS (die Parallelen im Titeltrack SHADOWS OF COMBAT sind kaum zu verhehlen) und dem früheren Schaffen von VHÄLDEMAR selbst klingt das Album nach vielem – nur nicht nach einem frischem oder einzigartigen Must-Have. Im Ergebnis erhält man demnach nicht wenige Titel, die trotz des knackigen Leadgesangs und der schroffen Riffs seltsam zahm; wenn nicht gar belanglos  klingen. VHÄLDEMAR schaffen es schlicht nicht, ihrem bisherigen Schaffen etwas neues hinzuzufügen – vieles kann man auch auf den Vorgängern hören, nur eben deutlich besser verpackt. Schlussendlich siedelt sich das Album so nur in einem leicht gehobenen Mittelfeld an – was nach den weitaus stärkeren Vorgängern durchaus eine kleine Enttäuschung ist.

Absolute Anspieltipps: SHADOWS OF COMBAT


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„Nur für beinharte Fans.“

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