Metal-CD-Review: KAMELOT – Eternity (1995)

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Alben-Titel: Eternity
Künstler / Band: Kamelot (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. August 1995
Land: USA
Stil / Genre: Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Mark Vanderbilt – Vocals
Thom Youngblood – Guitars
Glenn Barry – Bass
David Pavlicko – Keyboards
Richard Warner – Drums

Track-Liste:

1. Eternity (05:42)
2. Black Tower (04:06)
3. Call of the Sea (05:15)
4. Proud Nomad (04:53)
5. Red Sands (04:09)
6. One of the Hunted (05:27)
7. Fire Within (04:55)
8. Warbird (05:23)
9. What About Me (04:20)
10. Etude Jongleur (00:51)
11. The Gleeman (06:23)

Frühe Geschichten von König Arthur & Co.

Heutzutage gibt es wohl kaum jemanden, der sie nicht kennt – die US-Amerikanischen Power Metaller von KAMELOT. Spätestens unter der Führung von Roy Khan, der ab 1998 für den Leadgesang zuständig war und den Stil der Band entscheidend mitprägte; preschte die Band langsam aber sicher in den Genre-Olymp vor. Eben weil KAMELOT schon immer etwas anders klangen als viele ihrer internationalen Genre-Kollegen – sowohl auf der musikalischen als auch der inhaltlichen Ebene. Doch gab es auch eine Zeit davor, respektive eine Zeit in der sich die Band erst noch finden sollte – immerhin wurde sie bereits 1991 gegründet. Das erste handfeste Lebenszeichen; oder positiv ausgedrückt der erste wichtige Meilenstein aus jener Zeit ist dabei das Studioalbum ETERNITY aus dem Jahre 1995. Wenngleich man nun jedoch annehmen könnte oder müsste, das KAMELOT bereits derart früh aus dem Vollen schöpften; liegt man dezent falsch – ETERNITY klingt zwar nicht unbedingt Genre-typisch, aber insgesamt doch alles andere als ausgefeilt.

Das hat mehrere Gründe – von denen einer im frühen, damals längst nicht perfekten Lineup der Band zu finden ist. Vor allem Leadsänger Mark Vanderbilt hat auf dem Debütalbum nicht gerade eine Glanzleistung abgeliefert – sodass ausgerechnet der für eine Band wie KAMELOT so wichtige Gesang samt der transportierten Inhalte und Botschaften das schwächste Element von ETERNITY markiert. Aber auch sonst, und selbst für Band-Mastermind Thomas Youngblood galt hier noch eher: gute Ansätze wurden präsentiert, doch die theoretische (und später glücklicherweise verwirklichte) Ausbaufähigkeit überstrahlte vieles. Titel wie der Rausschmeißer THE GLEEMAN fungieren hier als Paradebeispiele: grundsätzlich wuchtig und mit einer leicht progressiven Note inklusive eines markanten tempo-Wechsels versehen; gleiten KAMELOT hier letztendlich ins musikalische Nirgendwo. Das gilt sicher auch für eine Ballade wie WHAT ABOUT ME – die aufgrund des hier noch im Vordergrund stehenden Leadgesangs erst Recht nicht zünden will.

Immerhin: der eher schroffe, wenn man so will gar düstere Soundeindruck sowie die gediegene Spielart ohne großartige Schnörkel (und einem dezenten, stets wohlklingenden Einsatz des Keyboards) klingt selbst auf dem Debüt anders als vieles, was man sonst vom Genre gewöhnt ist. Für Alleinstellungsmerkmale haben KAMELOT also schon früh gesorgt. Problematisch ist dabei nur, dass ETERNITY den Hörer kaum zu packen vermag. Die 11 Titel fühlen sich letztendlich sogar verdächtig gleichförmig an, der eher schwache Leadgesang und das solide aber doch harmlose Spiel der Instrumente kann einfach nicht für Aufsehen sorgen. Speziell das doch sehr repetitiv erscheinende Riffing und die generell fehlende Variabilität könnten früher oder später für Verdruss sorgen. Denn: keiner der hier präsentierten Titel will auch nur ansatzweise aus der Masse der 11 (oder 10, abzüglich des Interludes) hervorstechen.

Absolute Anspieltipps: /


50button

„Ein eher lauwarmer Auftakt.“

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