Metal-CD-Review: ETERKNIGHT – Winter’s Calling (EP, 2016)

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Alben-Titel: Winter’s Call
Künstler / Band: Eterknight (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 16. Januar 2016
Land: Mexiko
Stil / Genre: Symphonic Death / Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Jovany López Martínez – Keyboards
Geiler May – Bass, Vocals, Orchestral Elements
Jomâr Vázquez – Guitars (lead)
Samuel González – Guitars (rhythm)

Track-Liste:

1. Intro (00:43)
2. Warheart (03:46)
3. Immortal Dragons (04:02)
4. Winter’s Heeding (04:27)

Erhöre den Ruf des Winters.

Noch ist der Winter nicht ganz vorbei. Wer bei dem Gedanken an das folgende, triste Matsch-Wetter allerdings schon jetzt bedient ist, der könnte sich noch mit der neuen ETERKNIGHT-EP WINTER’S CALLING noch eine gehörige Portion saisonale Abenteuerstimmung ins Haus holen. Kurioserweise kommen ETERKNIGHT aus Mexiko, ein Land; welches nicht gerade für nennenswerte Symphonic Power Metal-Combos bekannt ist – und das man wohl auch nicht unbedingt mit winterlichen Eindrücken assoziieren würde. Umso markanter ist der Kampfschrei, den ETERKNIGHT hier der Welt – und sicher auch der internationalen Konkurrenz – entgegenschmettern. Dass die EP aus gerade einmal drei vollwertigen Titeln und einem Intro besteht, ist zwar dezent schade – ändert aber nichts an der erzielten Wirkungskraft.

Ein Grund dafür ist, dass sich ETERKNIGHT innerhalb eines eher seltenen Sub-Genres bewegen – eines, dass den Symphonic Power Metal mit Elementen des Death und Viking Metal verbindet. Der zweite Grund ist das hörbare Gelingen eben dieses Unterfangens – mit WARHEART, IMMORTAL DRAGONS und WINTER’S HEEDING hat man sich drei höchst interessante Titel erdacht. Titel, die in Bezug auf den Einsatz der Instrumente und die Orchestrierung ausgewogen klingen und vor allem Fans von gelungenen, wuchtigen symphonischen Arrangements ansprechen sollten. Aber auch, und das ist das besondere – Freunde eher härterer Gangarten mit einem starken Fokus auf tolle Riffs. So könnte man nicht nur die Finnen von DRAGONLAND oder BANE OF WINTERSTORM zu Vergleichszwecken heranziehen, sondern auch Combos wie WINTERSUN.

ETERKNIGHT haben sich damit noch einmal stark verbessert – ihre Debüt-EP RAGNARÖK ließ sich auch schon hören, doch der erst jetzt erscheint die Symbiose aus Elementen des Power- und Viking Metal perfekt. Eben weil man die harschen Eindrücke des Viking Metal etwas zurückgefahren, und ein wenig mehr Platz für Atmosphäre und einen angenehmen Klargesang (davon kann es ruhig noch etwas mehr geben) gemacht hat. Das schönste an diesem kleinen aber feinen Release ist aber sicherlich, dass ETERKNIGHT ein besonderes Gespür für ein gelungenes Songwriting an den Tag legen. Trotz dessen, dass auch hier gewisse Klischees bedient werden klingen die drei enthaltenen Titel überraschend unverbraucht, und machen allemal Lust auf mehr. Als Sahnehäubchen erhält man noch eine gute Produktion obendrauf, was keine Selbstverständlichkeit ist für ein Independent-Release. Schlussendlich: es wäre eine Verschwendung ohne Gleichen, wenn diese Band nicht bald unter Vertrag genommen wird – und die Chance erhält, ein Studioalbum zu produzieren.

Absolute Anspieltipps: Alle


90button

„Was für eine EP.“

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