Metal-CD-Review: VHÄLDEMAR – Metal Of The World (2010)

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Alben-Titel: Metal Of The World
Künstler / Band: Vhäldemar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Februar 2011
Land: Spanien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Oscar Cuadrado – Bass
Pedro J. Monge – Guitars
Carlos Escudero – Vocals
Aitor Lopez – Guitars
Álex de Benito – Drums

Track-Liste:

1. River of Blood (04:09)
2. Dusty Road (03:58)
3. Saints of Hell (03:51)
4. Metal of the World (03:49)
5. Wartime (03:39)
6. My Nightmare (04:16)
7. Wild Hearts (04:02)
8. Bastards (03:35)
9. Action (03:38)
10. Light & Darkness (04:43)
11. Arrows Flying High (04:15)
12. Bach’s Invention (00:44)
13. Old King’s Visions (III) (04:18)

Die unverhoffte Rückkehr des Spanischen Feuers.

Die Geschichte der spanischen Power Metal-Combo VHÄLDEMAR ist eine eher ungewöhnliche – und nach dem zweiten Studioalbum I MADE MY OWN HELL aus dem Jahre 2003 (Review) auch eine dezent stockende. Schließlich dauerte es ganze 8 Jahre, bis die Band mit ihrem überraschenden 2011’er Comeback-Album METAL OF THE WORLD endlich zum dritten Rundum-Schlag ausholen sollte. Und, soviel kann man bereits vorab sagen: auch den lohnt es sich zu entdecken. Wenn, ja wenn man sich damit arrangieren kann dass VHÄLDEMAR das bis dato an den Tag gelegte Tempo, die teils extreme Schroffheit und den; man nenne ihn einmal etwas ungehobelten Eindruck zugunsten eines für das Genre schon eher konformen Gesamtprodukts eingetauscht haben. Die Folge: VHÄLDEMAR haben offenbar bewusst auf eines ihrer Alleinstellungsmerkmale verzichtet, und sich deutlicher an etliche Vergleichsbands wie BLOODBOUND, STORMWARRIOR, MANOWAR oder auch HELLOWEEN angelehnt. Das will aber noch nichts heißen – schließlich ist die schnellste und aggressivste VHÄLDEMAR-Kost nicht automatisch die beste; was man auch sehr gut anhand des durchtriebenen Rausschmeißers OLD KINGS VISIONS III feststellen wird.

Der entspricht schließlich noch am ehesten den vor 8 Jahren plötzlich verschollenen VHÄLDEMAR, schneidet dabei aber vergleichsweise schlecht ab. Und so sollte man sich getrost auf die nunmehr etwas zurückhaltender agierende Band einlassen – und die im wahrsten Sinne des Wortes deftige Leadstimme von Sänger Carlos Escudero innerhalb etwas gemäßigterer Soundkulissen genießen. Überhaupt: gerade die ungewöhnlich rauen Gesangsparts fungieren weiterhin als eines der ausschlaggebenden Argumente, der Band eine Chance zu geben. An der Instrumenten-Front sieht es ebenfalls gut aus, auch wenn wirkliche Überraschungen ausbleiben. Die Geschwindigkeit ist zumeist im stampfenden Midtempo angesiedelt, die Kompositionen werden von der hervorragenden Gitarrenarbeit von Pedro J. Monge und Aitor Lopez getragen. Fakt ist: METAL OF THE WORLD wird seinem Alben-Titel absolut gerecht und serviert dem Hörer eine großzügige Ansammlung von Genre-Hymnen, die schnell zum Mitsingen animieren und schlichtweg einen Heidenspaß machen. Die Kehrseite der Medaille offenbart dann wohl nur, dass sich spätestens im Mittelteil des Albums eine gewisse Gleichförmigkeit einschleicht – alles, was VHÄLDEMAR hier präsentieren ist letztendlich relativ ähnlich gestrickt und nach typischen Genre-Schemata aufgebaut. Wer keine musikalische Offenbarung erwartet und einfach nur mal wieder ordentlich abfeiern möchte – und das ohne, dass es allzu kitschig wird – der ist mit diesem grundsoliden Album gut beraten.

Absolute Anspieltipps: RIVER OF BLOOD, SAINTS OF HELL, METAL OF THE WORLD, WARTIME


80button

„Wird dem Alben-Titel durchaus gerecht.“

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