Metal-CD-Review: GRIMGOTTS – Here Be Dragonlords (EP, 2016)

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Alben-Titel: Here Be Dragonlords (EP)
Künstler / Band: Grimgotts (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2016
Land: England
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Vocals – Andy Barton
Guitars – Souhaieb El Azizi
Keyboards – Fraser Watt

Track-Liste:

1. The Shores of Vale (00:55)
2. Fight Against the World (04:08)
3. Into the Future (05:26)
4. My Crown’s but a Dream (05:16)

Neue Drachenlords braucht das Land.

So viele wollen es sein, doch nur die wenigsten sind dafür bestimmt. Als sprichwörtlicher Drachenbezwinger hat man es an Anbetracht der kampflustigen Konkurrenz eben nicht leicht – erst Recht nicht im Genre des Power Metal. Bekanntlich darf es hier auch gerne mal etwas kitschiger zugehen, sodass ein EP-Titel wie HERE BE DRAGONLORDS sicher nicht von ungefähr kommt. Aber zumindest beim Bandnamen haben die erst 2015 gegründeten GRIMGOTTS schon einmal mehr Fantasie bewiesen als so manch anderer: als Abwandlung der aus dem HARRY POTTER-Universum stammenden Zauberbank Gringotts weckt er durchaus Interesse. Ob sich die aus Großbritannien stammende, derzeit aus lediglich drei Mitgliedern bestehende Combo aber musikalisch noch in einem erträglichen Rahmen bewegt und im besten Fall auch noch für einen frischen Wind sorgt, bleibt abzuwarten – beziehungsweise anhand der ersten vier veröffentlichten Titel zu erforschen. Wobei es eigentlich nur drei sind, denn bei THE SHORES OF VALE handelt es sich um ein kurzes instrumentales Intro. Bereits hier fällt etwas auf, was sich so stellenweise auch durch die anderen drei Titel ziehen wird: GRIMGOTTS vermengen in ihrem Symphonic Power Metal explizit erheiternde, aber auch episch anmutende Elemente.

Hört man dann auch noch die Leadstimme von Andy Barton im Opener FIGHT AGAINST THE WORLD, fallen einem sofort die Italienischen Kollegen von VEXILLUM ein. Die inszenieren sich ganz ähnlich – nur, dass die GRIMGOTTS ein deutlich symphonischereres und vielleicht auch wuchtigeres Soundgewand an den Tag legen. Und das lässt sich allemal hören, auch wenn bezüglich der allgemeinen Produktionsqualität sicher noch ein Fünkchen mehr drin gewesen wäre. Mit der nötigen Unterstützung sollte das aber kein Problem sein – das Gespür für gelungene Kompositionen haben GRIMGOTTS in jedem Fall. Und auch dafür, dezent kitschig angehauchte Fantasy-Geschichten nicht allzu plump zu erzählen und die einzelnen Titel trotz des üppig eingesetzten Keyboards nicht zu überladen. Gerade die an CELESTY’s VENDETTA erinnernden Chorelemente im Hintergrund fügen sich perfekt in die Soundkulisse ein und machen Lust auf mehr. Wenn sich die Band nun noch eine komplette und feste Besetzung zulegt, dezent am Leadgesang feilt und möglichst versucht sich von etwaigen Vergleichsbands wie VEXILLUM abzuheben – dann dürfte einer glorreichen Genre-Zukunft nichts mehr im Wege stehen.

Absolute Anspieltipps: FIGHT AGAINST THE WORLD, INTO THE FUTURE


80button

„Noch etwas ungeschliffen – aber ein mehr als überzeugender Auftakt.“

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