Metal-CD-Review: VHÄLDEMAR – I Made My Own Hell (2003)

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Alben-Titel: I Made My Own Hell
Künstler / Band: Vhäldemar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 14. November 2003
Land: Spanien
Stil / Genre: Power / Speed Metal
Label: Arise Records

Alben-Lineup:

Oscar Cuadrado – Bass
Pedro J. Monge – Guitars, Keyboards
Carlos Escudero – Vocals, Guitars
Edu Martinez – Drums

Track-Liste:

1. I Made My Own Hell (04:19)
2. Breaking All the Rules (04:09)
3. No Return (03:53)
4. Steam-Roller (04:16)
5. Old King’s Visions (Part II) (06:54)
6. Mystery (03:21)
7. House of War (04:23)
8. Moonlight (00:42)
9. Dreamer (03:35)
10. Death Comes Tonight (04:40)
11. I Will Rise My Fist (05:17)
12. March of Doom (05:11)

Nun also doch mit Geschwindigkeitsbegrenzung.

Nachdem sich die Spanischen Power Metaller von VHÄLDEMAR auf ihrem überraschenden Debütalbum FIGHT TO THE END (Review) explizit verausgabten und der Genre-Elite den Kampf ansagten, sollte schon ein gutes Jahr später der Nachfolger I MADE MY OWN HELL erscheinen. Zweifelsohne sorgen VHÄLDEMAR dabei für eine weitere Überraschung – schließlich wurden sowohl das enorme Tempo des Vorgängers, als auch die Aggressivität in der Leadstimme von Carlos Escudero markant gedrosselt. Anstelle der zahlreichen, teilweise gar ausufernden Umtempo-Nummern treten nun eher angenehm stampfende Hymnen im Midtempo, was man in diesem Falle nur begrüßen kann. Zwar haben VHÄLDEMAR nicht gänzlich auf ihre vorherige (Ur-)Kraft verzichtet, bereits der Opener und Titeltrack I MADE MY OWN HELL legt recht zünftig vor (und das mehr als flotte HOUSE OF WAR könnte direkt vom Vorgängeralbum stammen) – doch insgesamt erlaubt man dem Hörer nun ein genaueres Hinhören und verlässt sich nicht mehr nur allein auf die durch die allgemeine Schnelligkeit automatisch entstehende, mitreißende Wirkung. Somit zeigt sich recht schnell, dass VHÄLDEMAR nicht nur vor Kraft strotzen – sondern auch ihr Handwerk ausnahmslos gut beherrschen.

Das gilt speziell für den nun etwas kontrollierter klingenden, noch immer außergewöhnlichen und unverkennbaren Leadgesang von Carlos Escudero, sowie das hervorragende Gitarrenspiel – welches Nummern wie BREAKING ALL THE RULES oder STEAMROLLER mit ihren längeren Soli-Parts fast allein trägt. Gleichzeitig haben sich die teilweise offensichtlichen Parallelen zu Bands wie GAMMA RAY fast vollständig in Luft aufgelöst, sodass I MADE MY OWN HELL wesentlich eigenständiger klingt. Und sogar noch etwas klassischer, Riff-orientierter – sodass man sich sogar erstmals an deutlich ruhigere, wenn nicht gar balladeske Stimmungen wie im zweiten Teil zu OLD KINGS VISION heranwagt; oder aber gleich einen waschechten Heavy Metal-Klassiker wie DEATH COMES TONIGHT präsentiert. Fakt ist, dass sich VHÄLDEMAR innerhalb eines guten Jahres markant gesteigert haben – und der Band die Abkehr von allzu Tempo-orientierten Pfaden mehr als gut bekommen ist. I MADE MY OWN HELL klingt wunderbar rund und schmackig, und wurde darüber hinaus noch grandios produziert. So steht dem Power Metal-Vergnügen der Spanischen Extraklasse wahrlich nichts mehr im Wege.

Absolute Anspieltipps: I MADE MY OWN HELL, BREAKING ALL THE RULES, FOR US ALL


85button

„Noch runder, ausgewogener und eindrucksvoller als der schon überraschende Vorgänger.“

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