Metal-CD-Review: WISDOM – Words Of Wisdom (2006)

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Alben-Titel: Words Of Wisdom
Künstler / Band: Wisdom (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 06. November 2006
Land: Ungarn
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nail Records

Alben-Lineup:

Máté Molnár – Bass
Zsolt „Dime“ Galambos – Guitars
Gábor Kovács – Guitars
István Nachladal – Vocals
Péter Kern – Drums

Track-Liste:

1. Holy Vagabond (03:50)
2. Reduced to Silence (03:59)
3. Masquerade (03:40)
4. Wisdom (03:44)
5. Victory (04:25)
6. Take Our Soul (03:11)
7. Sands of Time (04:05)
8. Unholy Ghost (03:11)
9. Wheels of the War (04:44)
10. Wiseman Said (01:02)
11. Words of Wisdom (07:16)

Eine neue Genre-Kraft aus Ungarn ?

Es ist immer gut, wenn etwaigen Power Metal-Combos ein schier unmöglicher Spagat gelingt. Einen; der vornehmlich daraus besteht sich auf der einen Seite klassisch und unverfälscht zu klingen – und auf der anderen so, dass dennoch frische Alleinstellungsmerkmale präsentiert werden. Die ungarische Neuentdeckung WISDOM jedenfalls scheint sich eben jenes Konzept zu Herzen genommen haben. Ihr Debütalbum WORDS OF WISDOM klingt zwar nicht weltbewegend anders als das Material vieler anderer Genre-Interpreten, doch steckt der Teufel hier eindeutig im Detail. So fallen insbesondere kleinere Elemente wie der hie und da eingebrachte Chorgesang durchaus einzigartig und überraschend angenehm aus – und auch das Riffing schneidet verdächtig gut ab. So gesehen ist es umso besser, dass man den Gitarren einen entsprechenden Raum zugesteht. Die grundsätzlich flotten und rhythmischen Titel entfalten so schnell eine mitreißende und wenn man so will gar hymnische Wirkung – wobei man nur einstweilen etwas zu simpel vorgeht, wie etwa im Titeltrack WISDOM oder generell einigen der explizit hochtrabenden, feucht-fröhlichen Refrains.

Doch im großen und ganzen klingt das Album schön schmackig und wuchtig – ein Faktor, den die gelungene Produktion nur noch unterstützt. Ein kleiner oder gar mittelgroßer Wermutstropfen aber bleibt, und damit ist nicht unbedingt die obligatorische Ballade UNHOLY GHOST gemeint. Im Gegenteil, hier schneidet Leadsänger István Nachladal sogar vergleichsweise gut ab. Doch davon abgesehen könnte man ihn als relative Fehlbesetzung bezeichnen – was natürlich alles andere als nett wäre. Doch ist es eben fast ausschließlich der Leadgesang, welcher den sonst erfrischend-positiven Gesamteindruck des Albums dezent zu schmälern weiß. Einstweilen könnte man gar meinen, hier einen Japaner zu hören – zumindest haben viele Combos einen ähnlich hoch tönenden Frontmann, der die Aussprache des englischen nicht perfekt beherrscht. Im besten Fall lässt man sich daher vom Tempo, der instrumentalen Brachialkraft und der enormen Eingängigkeit eines Großteils der Nummern mitreißen.

Absolute Anspieltipps: HOLY VAGABOND, MASQUERADE, SANDS OF TIME, WHEELS OF WAR


70button

„Riff-technisch ein Fest, gesanglich eher schwach – es wäre noch viel mehr drin gewesen.“

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