Metal-CD-Review: LABYRINTH – Labyrinth (2003)

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Alben-Titel: Labyrinth
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 29. Juli 2003
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Century Media Records

Alben-Lineup:

Roberto Tiranti – Vocals
Andrea Cantarelli – Guitars
Cristiano Bertocchi – Bass
Mat Stancioiu – Drums
Andrea De Paoli – Keyboards

Track-Liste:

1. The Prophet (04:46)
2. Livin‘ in a Maze (04:38)
3. This World (04:55)
4. Just Soldier (Stay Down) (05:27)
5. Neverending Rest (04:54)
6. Terzinato (05:50)
7. Slave to the Night (06:06)
8. Synthetic Paradise (05:48)
9. Hand in Hand (04:27)
10. When I Will Fly Far (05:17)

Progressiver denn je.

Die Italienischen Power Metaller von LABYRINTH sind schon ein spezieller Fall. Zweifelsohne handelt es sich um eine der vielleicht wichtigsten Genre-Combos aus den hiesigen Gefilden, zumal das originale Lineup noch einen gewissen Joe Terry als Leadsänger vorstellte – der bald darauf zu RHAPSODY OF FIRE wechselte und das Genre des Symphonic Power Metal auf Vordermann brachte. Selbstverständlich ist die Rede von Fabio Lione – der LABYRINTH somit relativ früh verließ und damit Platz machte für den langjährigen Frontmann Roberto Tiranti. Das hat der Band indes kaum geschadet, im Gegenteil – das 1998’er RETURN TO HEAVEN DENIED (Review) ist bis heute zu Recht ein absolutes Kult-Album. Mit dem Nachfolger SONS OF THUNDER (Review) sorgten LABYRINTH dann aber überraschenderweise für alles andere als eine Glanzleistung – eher schien es, als hätte sich die Band zurück entwickelt. Umso spannender ist damit das dritte Studioalbum LABYRINTH, das mit seinem Titel schon einmal großes impliziert. Aber: handelt es sich hier tatsächlich um die potentielle Essenz der Band, und damit das beste was die Italiener 2003 zu bieten hatten ? In Anbetracht dieser Frage werden die Meinungen höchst wahrscheinlich auseinandergehen – doch Fakt ist, dass LABYRINTH insgesamt deutlich besser abschneidet als SONS OF THUNDER. Schlicht, da die Soundkulissen im allgemeinen wesentlich ausgefeilter und variabler erscheinen – und nervige Probleme wie ein eher schlechter Drumming-Part und eine erschreckende Produktionsqualität dort geblieben sind, wo sie hingehören.

Überhaupt hat das Album eine gewisse Substanz anzubieten – inhaltlich, aber auch musikalisch. Verantwortlich dafür sind sicher auch die dieses Mal deutlich progressiveren Ansätze, die das Album vielleicht nicht sofort zünden lassen – aber es immerhin möglich machen, es nach und nach für sich zu entdecken. So werden selbst die grundsätzlich flotteren Titel in ansprechenden, abwechslungsreichen Instrumentalkonstrukten verpackt. Auf der Negativ-Seite wird man dann gar nicht erst allzu viel finden – mit Ausnahme kleinerer Aspekte. So fällt die sonst sehr versierte und angenehme Darbietung von Leadsänger Roberto Tiranti im weitestgehend hoch gesungenen Titel LIVIN IN A MAZE wenig vorteilhaft aus, und auch NEVERENDING REST könnte dank der merkwürdigen Mischung aus Ballade und Lounge-Musik nicht jedermann gefallen. Doch die meisten Titel des Albums funktionieren überraschend gut. Das Spiel mit verschiedenen Stimmungen und musikalischen Einflüssen a’la THIS WORLD gelingt, JUST SOLDIER begeistert als progressive Power Metal-Hymne mit starkem emotionalen Einschlag, TERZINATO als etwas anderer Uptempo-Brecher mit längerer Instrumentalpassage. Ob LABYRINTH aber tatsächlich das beste oder zumindest aussagekräftigste Album der Italiener ist, muss ein jeder wohl für sich selbst entscheiden. Immerhin scheint eine Diskussion darüber nicht ganz so abwegig wie noch im falle von SONS OF THUNDER – zumal die Präsentation und der klanglich zutiefst ausgewogene Gesamteindruck hier für sich sprechen.

Absolute Anspieltipps: THE PROPHET, THIS WORLD, JUST SOLDIER, TERZINATO


80button

„Deutlich interessanter und gewichtiger als der Vorgänger – hier gibt es einiges zu entdecken.“

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