Metal-CD-Review: MESSENGER – Under The Sign (2006)

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Alben-Titel: Under The Sign
Künstler / Band: Messenger (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. September 2006
Land: Deutschland
Stil / Genre: Heavy / Power Metal
Label: SFT Records

Alben-Lineup:

Patrik Deckarm – Guitars
Frank Kettenhofen – Guitars
Siggi Schüßler – Vocals
Thomas Scherer – Bass
Marco Schmieden – Drums

Track-Liste:

1. Firegate (00:57)
2. Under the Sign (04:25)
3. Titans (04:05)
4. New Hope (04:49)
5. Kill the DJ (04:39)
6. Intruders (04:03)
7. Hymn to Aton (02:05)
8. Pharaoh (03:39)
9. Pray to Odin (04:18)
10. Feel the Fire (04:32)
11. Metal Day (04:29)

Unter dem alten Banner neu vereint.

Es hat durchaus ein Weilchen gedauert, bis sich MESSENGER nach ihrem 1994’er Album ASYLUM X-T-C (Review) mit einem weiteren Studiowerk zurückgemeldet haben. Doch erfuhr die Band in der Zwischenzeit eine (fast) komplette Neuaufstellung – vom Original-Lineup ist nur Patrik Deckarm an der Rhythmusgitarre übrig geblieben. Wie man heute weiß, hat die Auszeit aber durchaus Früchte getragen – die neu besetzten und nun wesentlich deutlicher dem Power Metal zugewandten MESSENGER 2.0 haben spätestens mit den beiden hervorragenden STARWOLF-Alben Geschichte geschrieben (Review hier und hier). Das 2006’er Album UNDER THE SIGN ist so gesehen das erste handfeste Lebenszeichen der wiederbelebten Band – und gleichzeitig eines, dass sich durchaus hören lässt. Es gilt lediglich, sich nicht vom je nach persönlicher Facón als dezent kitschig zu bezeichnenden Cover-Artwork irreführen zu lassen – UNDER THE SIGN bietet dem Hörer keine Ansammlung von leichtgängigen Genre-Hymnen a’la MANOWAR oder HAMMERFALL (auch wenn gesanglich durchaus Parallelen zu ziehen sind), sondern inszeniert sich eher mächtig, getragen und vergleichsweise düster. So ist den vertretenen Nummern eine gewisse hymnische Wirkung zwar nicht abzusprechen – eine die im Falle der paradoxerweise absolut Party-taugliche Nummer KILL THE DJ gar feucht-fröhlich gerät – doch in erster Linie entfalten Titel wie UNDER THE SIGN, TITANS oder NEW HOPE eine angenehm schroffe und stampfende Wirkung.

Gleichzeitig könnten sie nicht besser für die neue Botschaft von MESSENGER fungieren – zumindest passen die Textinhalte einstweilen perfekt auf den bisherigen Werdegang der Band. Wobei sicherlich mehrere Durchläufe von Nöten sind, um in den vollen Genuss des Albums zu kommen – das eben nicht so simpel und eingängig gestrickt ist, dass man direkt einen Narren daran fressen wird. Doch das ist nur gut so – was im allgemeinen auch für den angenehmen Leadgesang, den instrumentell soliden Leistungen und die gute Produktion gilt. Ein kleiner Wermutstropfen aber bleibt: auch wenn die einzelnen Nummern sicher mehr als solide sind, hat man im Endeffekt nicht wirklich das Gefühl hier das beste auf die Lauscher zu bekommen, zu dem MESSENGER theoretisch imstande wären. Ohne das etwas andere KILL THE DJ klingt der gesamte Alben-Verlauf bis hin zu PRAY TO ODIN verdächtig gleichförmig und bietet nicht unbedingt das herausragende Highlight – wobei eben genannte Power-Ballde zwar für ein wenig Abwechslung sorgt, davon abgesehen aber nicht sonderlich gut funktioniert. Auch FEEL THE FIRE und die potentielle Genre-Hymne METAL DAY können dann nicht mehr allzu viel reißen. So bleibt es bei einem überdurchschnittlichen und zweifelsohne interessanten Album – doch sollten MESSENGER erst später zeigen, was sie wirklich drauf haben.

Absolute Anspieltipps: REVOLUTION, MAKE IT RIGHT, HURRICANE


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„Interessant, aber noch ausbaufähig.“

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