Metal-CD-Review: LABYRINTH – Sons Of Thunder (2000)

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Alben-Titel: Sons Of Thunder
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. Januar 2001
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Metal Blade Records

Alben-Lineup:

Anders Rain – Guitars
Olaf Thörsen – Guitars
Andrew McPauls – Keyboards
Rob Tyrant – Vocals
Chris Breeze – Bass
Mat Stancioiu – Drums

Track-Liste:

1. Chapter 1 (06:02)
2. Kathryn (05:04)
3. Sons of Thunder (05:02)
4. Elegy (04:40)
5. Behind the Mask (04:29)
6. Touch the Rainbow (05:17)
7. Rage of the King (04:55)
8. Save Me (06:10)
9. Love (04:35)
10. I Feel You (Matia Bazar cover) (04:17)

Kann die Luft tatsächlich so schnell raus sein ?

In Bezug auf die Geschichte des Power Metal ist Italien als Ursprungsland diverser wichtiger Genre-Formationen sicherlich alles andere als auszuklammern. Neben RHAPSODY OF FIRE, die das Genre des Symphonic Power Metal auf eine neue Ebene hievten; haben sich beinahe zeitgleich LABYRINTH etabliert – und dabei bereits mit ihrem 1998’er RETURN TO HEAVEN DENIED (Review) ein kleines Meisterstück abgeliefert. Umso weniger verständlich erscheint es da, dass der Nachfolger SONS OF THUNDER nicht mehr viel mit dem einst mächtigen und zeitlosen Sound der Band am Hut hat. Speziell natürlich dann, wenn man sich eine Vergleichsnummer wie THUNDER herauspickt – wobei das nicht von ungefähr kommt, schließlich klingen einige der auf SONS OF THUNDER vertretenen Nummern nach dem Bestreben, die Stimmung eben jener hymnischen Vorgänger-Nummer aufzugreifen und neu zu verarbeiten. Das Ergebnis ist dann aber nicht unbedingt eine sinnige Fortsetzung oder gar Steigerung – sondern vielmehr eine hörbare Vereinfachung und regelrechte Verkitschung.

So haben ein Großteil der Uptempo-Nummern des Albums das ein oder andere gravierende Problem: sie sind zwar typisch für das Genre, bleiben aber einfach nicht im Gehör und präsentieren sich dank der eher nachteiligen Abmischung und Produktion geradezu ernüchternd. Überhaupt hat das Album hier seine wohl größten Schwächen: es ist absolut unverständlich, warum SONS OF THUNDER so klingt, als wäre es lange vor RETURN TO HEAVEN DENIED herausgekommen – als Demo irgendeiner kaum etablierten Band. Kaum verwunderlich ist dagegen, dass eine Ballade wie LOVE den Spagat zwischen einer gewissen Emotionalität und einer potentiellen Peinlichkeit eher zum zweitgenannten tendiert. Interessant oder geradezu bezeichnend ist auch, dass SAVE ME als simple, aber enorm eingängige Hymne des Albums nicht von der zuvor veröffentlichten EP übernommen, sondern stattdessen neu aufgenommen und dabei alles andere als verbessert wurde. Was dem Album bleibt, sind seine handwerklich höchst soliden Leistungen der einzelnen Mitglieder – und das teilweise durchschimmernde Gefühl, hier doch noch einen überdurchschnittlichen Power Metal auf die Lauscher zu bekommen. Doch der Lichtblicke sind es im Endeffekt einfach zu wenig.

Absolute Anspieltipps: CHAPTER 1, SONS OF THUNDER


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„Produktionstechnisch dahingeschludert – und im tiefsten Schatten eines RETURN TO HEAVEN DENIED stehend.“

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