Metal-CD-Review: MESSENGER – Titanic Suicide (1990)

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Alben-Titel: Titanic Suicide
Künstler / Band: Messenger (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. September 1991
Land: Deutschland
Stil / Genre: Heavy / Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Patrik Deckarm – Guitars
Daniel Falkenstein – Drums
Martin Schneider – Guitars
Patrick Pytlik – Bass
Dietmar Pohle – Vocals

Track-Liste:

1. Intro / On the Run (05:03)
2. Falcon Age (04:56)
3. Scared Heart (04:31)
4. Why Are You Tellin‘ Me Lies (04:58)
5. Dead End (04:46)
6. Titanic Suicide (04:23)
7. Broken Mirror (05:45)
8. Demoney / The Last Bird Song (03:53)

Wenn die Botschaft nicht so richtig durchkommt.

Auf der Suche nach möglichst markanten und im besten Fall zumindest für den europäischen Raum (ge-)wichtigen Power Metal-Alben aus den späten 80ern und frühen 90ern kommt man gewiss nicht an Bands wie HELLOWEEN oder GAMMA RAY vorbei. Doch entstand 1990 auch noch eine weitere potentiell interessante Genre-Band. Eine, die indes erst viel später richtig durchstartete – hauptsächlich durch einen markanten Lineup- und Stilwechsel zu Beginn des neuen Millenniums. Doch in der Tat gab es vor den aktuellen MESSENGER noch eine Ursprungsform der Band, wenn man so will MESSENGER 1.0 – die mit TITANIC SUICIDE ihr Debütalbum ablieferten. Wer indes erwartet, hier ein weiteres deutsches Pendant zu MANOWAR zu hören oder einen ganz und gar kultverdächtigen Sound a’la MANILLA ROAD auf die Lauscher zu bekommen, der dürfte relativ enttäuscht aus der vorliegenden Alben-Erfahrung hervorgehen.

Denn auch wenn das Album nicht uninteressant ist, hatten die frühen MESSENGER vor allem ein Problem. Eines, das man wenn so will und entsprechend schlecht gelaunt ist auch auf ein einzelnes Bandmitglied beziehen könnte – Leadsänger Dietmar Pohle. Der agiert hier schließlich weniger so, als würde er Gesangsparts für ein Rock- geschweige denn Metal-Album einsingen – sondern eher so, als würde er sich privat in irgendeinem Wohnzimmer vorstellen. Diese merkwürdige Form der Unsicherheit und Zurückhaltung schlägt sich dann auch in anderen Bereichen des Albums nieder: während das Riffing hier und da durchaus Laune macht, bleiben die Kompositionen im allgemeinen sehr langatmig und unspektakulär. Am ehesten weiß noch das dezent an PRAYING MANTIS erinnernde WHY ARE YOU TELLING ME LIES zu begeistern; nicht zuletzt dank der gelungenen Soli-Passage. Doch im großen und Ganzen gilt: im besten Fall entfaltet die Scheibe den Charme einer sehr, sehr ungeschliffenen Demo-CD.

Absolute Anspieltipps: WHY ARE YOU TELLING ME LIES


40button

„Gesanglich eine mittelprächtige Katastrophe, instrumentell hie und da interessant.“

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