Metal-CD-Review: MESSENGER – Asylum X-T-C (1994)

messenger-asylum-xtc_500

Alben-Titel: Asylum X-T-C
Künstler / Band: Messenger (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 1994
Land: Deutschland
Stil / Genre: Heavy / Power Metal
Label: Destroy All Records

Alben-Lineup:

Patrik Deckarm – Guitars
Patrick Pytlik – Bass
Martin Schneider – Guitars
Markus Selinger – Vocals, Guitars

Track-Liste:

1. Modern Day Communication (04:21)
2. Asylum X-T-C (05:26)
3. Revolution (03:21)
4. Broken Home (05:22)
5. Difference (04:07)
6. Make It Right (04:19)
7. No More Cryin‘ (04:45)
8. Why (06:12)
9. Hurricane (07:50)
10. Enola Gay (05:17)
11. My Hope Shatters (06:10)
12. Impression (03:08)

Die Botschaft ward erstmals erhört.

Nach ihrem sicherlich ambitionierten, insgesamt aber deutlich zu ungeschliffenen und letztendlich relativ belanglosen Debütalbum TITANIC SUICIDE (Review) schickten sich die Deutschen Heavy Metaller von MESSENGER 1994 erneut an, ein aussagekräftiges und im besten Falle kultiges Genre-Album auf die Beine zu selten. Herausgekommen ist ASYLUM X-T-C, das gegenüber dem Vorgänger schon einmal zwei markante Vorteile offenbart: zum einen wurde der Leadgesangsposten mit Markus Selinger neu besetzt, was dem Album hörbar gut bekommt – und zum anderen wurde der vielleicht gerade noch charmante Demo-Sound gegen den Eindruck einer soliden Produktion eingetauscht. Bereits diese beiden Elemente führen dazu, dass der  Einstieg in das Zweitwerk der Saarländer weitaus angenehmer ausfällt; das Album eine schön griffige Gesamtwirkung entfaltet. Dennoch gilt auch dieses Mal: MESSENGER inszenieren sich hier weniger als Pendant zu wuchtigen internationalen Genre-Combos a’la MANOWAR, geschweige denn als sinnige Alternative zu den europäischen  Power Metal-Pionieren HELLOWEEN – sondern setzen auf einen eher unkomplizierten, deutlich weniger kantigen und schlussendlich massenkompatibleren Sound.

Sicher lebt ASYLUM X-T-C von seiner schroffen, explizit Gitarren- und Bass-lastigen Hardrock-Attitüde – doch letztendlich überwiegt das Gefühl, als hätten MESSENGER doch noch die ein oder andere Füll-Nummer zu viel verbaut. So kann erst das schmackige REVOLUTION für ein markantes Aufhorchen sorgen, oder aber MAKE IT RIGHT – die eindeutig flotteste und raueste Party-Nummer des Albums. Auf der Gegenseite stehen dann die sehr zarten Balladen BROKEN HOME, NO MORE CRYING und IMPRESSION – während es eigentlich immer deutlich angenehmer wird, wenn MESSENGER neben den anberaumten Emotionen auch noch eine gehörige Portion Kraft obendrauf legen. WHY oder HURRICANE können so als interessante Kombination von balladesken Elementen und Ansätzen wuchtiger Metal-Hymne angesehen werden. Insgesamt kann das Album so speziell Freunden des Hardrocks und des explizit klassisch orientierten Heavy Metals empfohlen werden, die hier zwar keine Offenbarung erwarten sollten – aber ein höchst solides Album.

Absolute Anspieltipps: REVOLUTION, MAKE IT RIGHT, HURRICANE


65button

„Noch nicht am Ziel, aber auf dem richtigen Weg.“

Advertisements

Zögert bitte nicht, einen Kommentar zu hinterlassen.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s