Metal-CD-Review: POWERWOLF – Return In Bloodred (2005)

powerwolf-return-in-bloodred_500

Alben-Titel: Return In Bloodred
Künstler / Band: Powerwolf (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. April 2005
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Metal Blade Records

Alben-Lineup:

Attila Dorn – Vocals
Matthew Greywolf – Guitars
Charles Greywolf – Bass, Guitars
Falk Maria Schlegel – Organ

Track-Liste:

1. Mr. Sinister (04:39)
2. We Came to Take Your Souls (04:01)
3. Kiss of the Cobra King (04:32)
4. Black Mass Hysteria (04:12)
5. Demons & Diamonds (03:39)
6. Montecore (05:19)
7. The Evil Made Me Do It (03:39)
8. Lucifer in Starlight (04:50)
9. Son of the Morning Star (05:12)

Wehret den Anfängen.

Auch die nunmehr überaus bekannten und erfolgreichen deutschen Power Metaller von POWERWOLF haben einmal klein angefangen. Ihr Debütalbum RETURN IN BLOODRED erschien relativ bald nach der eigentlichen Bandgründung, nämlich 2005 – und gewährte den Hörern erstmals einen Einblick in die musikalischen Welten der Wölfe aus Saarbrücken. Interessant ist, dass das Lineup exakt dasselbe war wie heutzutage – mit einer einzigen Ausnahme in Bezug auf den Drummer-Posten. Dabei haben POWERWOLF schon früh begonnen, ihren ganz eigenen Sound zu kreieren respektive sich auf ein besonderes Konzept festzulegen: einer Mischung aus auf den ersten Blick eher düsteren Elementen und einem vergleichsweise hohen Spaßfaktor. Das ist bereits dem Debütalbum RETURN IN BLOODRED anzumerken, dass sich wie alle POWERWOLF-Alben mit Themen aus dem Bereich der Religion, dunklen Mythen und selbstverständlich auch Werwölfen auseinandersetzt.

Doch wirklich düster oder gar diabolisch ist das Album keineswegs – stattdessen entfaltet es einen eher luftig-lockeren, rockigen Charme mit einem deutlich hörbaren Hang zur NWOBHM-Szene der 80er Jahre. Entsprechend eingängig sind auch die Refrains, entsprechend Party-tauglich ein Großteil der Nummern – die lediglich ein Problem haben. Letztendlich ist dieses wohl darauf zurückzuführen, dass sich POWERWOLF zunächst finden mussten und erst auf ihren späteren Alben explizit an ihren Alleinstellungsmerkmalen gearbeitet haben. RETURN IN BLOODRED dagegen klingt vergleichsweise ursprünglich und kommt gänzlich ohne markante Höhen und Tiefen aus – präsentiert aber immerhin schon erfrischende Ansätze bezüglich des durchaus originellen Keyboard-Sounds und der stimmlichen Bandbreite von Leadsänger respektive POWERWOLF-Galionsfigur Attila Dorn. Schade ist nur, dass man hie und da das Gefühl hat als würde es am nötigen Extra-Quäntchen Power fehlen – sodass sich speziell Nummern wie KISS OF THE COBRA in die Länge ziehen können.

Geben sich POWERWOLF dann etwas kräftiger, steigt auch der Unterhaltungsfaktor: THE EVIL MADE ME DO IT oder LUCIFER IN STARLIGHT glänzen im späteren Alben-Verlauf, während der Rausschmeißer SON OF THE MORNING STAR als etwas anderes, experimentelles und zutiefst atmosphärisches Outro brilliert. Hinsichtlich der Produktion gab man sich dann ebenfalls keine Blöße – das Album klingt schön druckvoll und rund, wobei speziell das schroffe Riffing perfekt zur Geltung kommt. Letztendlich hätten POWERWOLF schon auf ihrem Debüt mehr Mut zum neuen, zum ungewöhnlichen und wie ihre späteren Releases zeigen fast schon kultigen beweisen können – doch man kann eben nicht alles haben. Es bleibt bei einem höchst soliden Metal-Album mit dezentem Retro-Touch, einer hervorragenden Produktion, noch nicht ganz ausgeprägten Alleinstellungsmerkmalen und einer handvoll ausgezeichneter Titel.

Absolute Anspieltipps: WE CAME TO TAKE YOUR SOULS, THE EVIL MADE ME DO IT, LUCIFER IN STARLIGHT, SON OF THE MORNING STAR


60button

„Ein rundum solides, aufregendes; aber eben auch dezent gleichförmiges Debütalbum – welches massig Potential aufzeigt, dieses aber nicht vollständig ausnutzt.“

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.