Metal-CD-Review: DREAMTALE – Phoenix (2008)

dreamtale-phoenix_500

Alben-Titel: Phoenix
Künstler / Band: Dreamtale (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. Juni 2008
Land: Finnland
Stil / Genre: Melodic Power Metal
Label: Mötley Records

Alben-Lineup:

Erkki Seppänen – Vocals
Rami Keränen – Guitars
Seppo Kolehmainen – Guitars
Pasi Ristolainen – Bass
Arto Pitkänen – Drums
Akseli Kaasalainen – Keyboards

Track-Liste:

1. Yesterday’s News (03:32)
2. Eyes of the Clown (04:43)
3. Payback (04:44)
4. Failed States (03:49)
5. Take What the Heavens Create (02:53)
6. Great Shadow (05:15)
7. No Angels No More (03:49)
8. Faceless Men (04:16)
9. Firebird (03:47)
10. The Vigilante (04:46)

Noch wechselhafter als jeder Wetterlage.

Wenngleich die Finnen von DREAMTALE vor allem für ihren erstklassigen Power Metal bekannt sind oder es sein sollten, gesellt sich in Anbetracht der Beobachtung ihrer Bandgeschichte noch ein weiteres besonderes Merkmal hinzu. Eines, das schon nicht mehr ganz so positiv klingt, sich aber dennoch nicht auf die bisherigen Releases ausgewirkt hat; was wiederum eine besondere Anerkennung verdient. Die Rede ist natürlich von den zahlreichen Lineup-Wechseln, die mit dem vorliegenden PHOENIX wieder einmal enorm an Bedeutung gewinnen. Denn: PHOENIX ist nicht nur das vierte Studioalbum der wechselhaften Finnen, sondern präsentiert auch den nunmehr vierten Leadsänger. Und auch an der Instrumenten-Front gab es einige Wechsel zu verzeichnen – sodass man durchaus von einem gewissen Durcheinander sprechen kann. Während man dem Vorgänger DIFFERENCE überhaupt nicht anhörte, dass es hinter den Kulissen möglicherweise stark brodelte; ist PHOENIX erstmals nicht gänzlich vor derartigen negativen Auswirkungen gefeit. Denn: insgesamt klingt das Album vielmehr so, als würden DREAMTALE einen Schritt zurück machen – speziell in Bezug auf das Konzept und die Textinhalte. Somit näheren sie sich wieder stärker an ihren eigentlichen Ursprung an, was sicher einigen gefallen wird – doch die große Überraschung bleibt folglich aus.

Wenn man einen ganz speziellen Faktor benennen müsste, welcher den klanglichen Unterschied begründet; so wird man dagegen nicht unbedingt beim (wieder einmal) neuen Leadsänger landen – sondern vielmehr beim allgemeinen Eindruck der Produktion und des Drumsounds. Die klingen gerade im Vergleich zu den Vorgängern erstmals wenig organisch und dezent aufgesetzt, ebenso wie die nun völlig übertriebenen Keyboard-Elemente in FAILED STATES. Analog zum insgesamt etwas verwascheneren Soundeindruck und dem gefühlt etwas zu leisen und dumpfen Leadgesang kann das durchaus zu einem gewissen Gefühl der Ernüchterung führen. Ein Gefühl, das im besten Fall durch die klassische, mitreißende Wirkung von eher einfach gestrickten Hymnen wie THE VIGILANTE aufgefangen werden kann. Doch schlussendlich überwiegt der Eindruck, dass es sich die Finnen hier etwas zu einfach gemacht haben. PHOENIX wirkt wie ein Neuaufguss der bisherigen DREAMTALE-Alben ohne das gewisse Etwas – macht aber noch immer Spaß und bietet grundsolide Genre-Kost für alle Finnland- und Keyboard-Verliebten.

Absolute Anspieltipps: GREAT SHADOW, FACELESS MEN, THE VIGILANTE


75button

„nicht mehr so spektakulär wie die Vorgänger, aber noch immer enorm unterhaltsam.“

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.